
The episode discusses the effectiveness of the social state in Germany and its relationship with rising populism, featuring insights from Dr. Knut Bergmann.
Der Sozialabgabengedenktag – ein symbolischer Stichtag, der zeigt, bis zu welchem Tag eine durchschnittliche Person in Deutschland rechnerisch für alle Sozialausgaben gearbeitet hat – fiel 2026 auf den 11. April und lag damit zwei Tage später als noch 2025. Deutschland baut den Sozialstaat aus, statt ihn zu reformieren – über eine Billion Euro Sozialausgaben pro Jahr. Nach Umfragen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) scheint das auf Zustimmung zu stoßen. 77 Prozent der Befragten fordern demnach eine gemeinsame Rentenversicherung für alle, eine deutliche Mehrheit will einen „stärkeren und solidarischen“ Sozialstaat. So hat der Bundestag am 5. Dezember 2025 das Rentenpaket mit Mütterrente III und Aktivrente beschlossen. Die Politik liefert also, offenbar in dem Glauben, mit immer mehr Sozialleistungen die eigene Wählerbasis überzeugen zu können. Doch was ist, wenn der Sozialstaat genau das Problem ist, was er zu lösen vorgibt? Die AfD wird nach aktuellen Umfragen immer stärker. Die Regierungsparteien fallen immer mehr zurück. Höhere staatliche Transfers schwächen die AfD nicht. Im Gegenteil – die Erwartungshaltung an den Sozialstaat befeuert den Populismus, weil sie…
Host: Dr. Daniel Stelter
Guest: Dr. Knut Bergmann
Organizations: Deutscher Gewerkschaftsbund, Institut der deutschen Wirtschaft
Places: Deutschland
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