
This episode discusses the implications of the Grand Ethiopian Renaissance Dam on regional power dynamics and water rights between Ethiopia and Egypt.
In den vergangenen 10 Jahren ist im äthiopischen Hochland ein neues Bauwerk für die Jahrhunderte entstanden: der Grand Ethiopian Renaissance Damm. Der größte Staudamm Afrikas. Verbunden mit großen energie- und wirtschaftspolitischen Versprechen, soll er Äthiopien in eine neue energiereiche Zeit führen. Aber der Damm ist mehr als nur ein afrikanisches Entwicklungsprojekt, er ist auch Ausdruck neuer Machtverhältnisse am Nil, Symbol einer tektonischen geopolitischen Verschiebung, Ausdruck afrikanischer Selbstbehauptung und gleichzeitig Brennpunkt eines Konflikts, der Millionen Menschen existenziell bedrohen könnte. Während Äthiopien den GERD als nationale Renaissance feiert, sieht vor allem Ägypten seine Lebensader bedroht. Denn 95% des ägyptischen Wassers kommen aus dem Nil – und damit aus Äthiopien. Was passiert, also wenn ein Land an der Quelle sitzt und das andere am Ende des Flusses? Wer hat das Recht auf das Wasser? Und wie weit würde Ägypten gehen, um es zu verteidigen? Diese Folge erzählt die Geschichte eines Landes und seines Damms, der zum Schauplatz kolonialer Altlasten, ethnischer Spannungen und des Ringens zwischen China, den USA und Europa um Einfluss in Afrika…
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