
Melanie Amann discusses the impact of social media on political discourse and the challenges facing traditional journalism.
Brauchen wir den klassischen Journalismus überhaupt noch, wenn Podcaster mit stundenlangen Höcke-Interviews ein Millionenpublikum erreichen? Melanie Amann, Chefredakteurin Digital der Funke Mediengruppe und langjährige „Spiegel“-Journalistin, stellt sich im Podcast „Zwischen den Zeilen“ bei Bettina Böttinger der existenziellen Krise ihrer Branche. Sie spricht Klartext über ihr viel diskutiertes Aufeinandertreffen mit Ben Berndt in ihrem eigenen Format „Amann Unframed“ und erklärt messerscharf, warum dessen unkritische Bühne für Rechtsextreme schlichtweg schlechter Journalismus ist. Dabei reflektiert sie aber erstaunlich selbstkritisch, ob die etablierten Medien das Publikum mit belehrenden Warnungen vor der AfD überreizt haben und nun dringend neue, weniger aggressive Gesprächsstile entwickeln müssen. Als preisgekrönte Politikjournalistin und studierte Juristin blickt sie mit großer Sorge auf die wachsende gesellschaftliche Gleichgültigkeit gegenüber rechten Tabubrüchen. Ein intensives Gespräch über demokratische Krisen, harte Doppelstandards für konfrontative Frauen in Talkshows und eine ganz persönliche Lektion in Demut, die ihr die verletzende Deutungsmacht von Medien am…
Explore listener stats, chart rankings, contacts and more on the Zwischen den Zeilen podcast page.