
Ernst Tschida discusses the farmers' protest and the complexities of agricultural economics in Austria.
Bauernprotest, Weltmarktpreise, Herkunftskennzeichnung — Ernst Tschida ist einer der Organisatoren der Bauern-Demonstration vom 1. April 2026 in Wien und hat sich zu mir ins Studio gesetzt, um in Ruhe zu erklären, was hinter den Forderungen der Landwirte steckt. Ernst ist Biobauer aus Pamhagen im Seewinkel, bewirtschaftet Flächen in Österreich und Ungarn und ist gleichzeitig ÖVP-Gemeinderat, Kammerrat und Obmann des Vereins Bündnis Zukunft Landwirtschaft. Er ist also Teil des Systems und Teil des Widerstands dagegen. Und ja, das muss kein Widerspruch sein. Ich wollte dieses Gespräch eigentlich knackig halten, so ein Stunderl war der Plan. In dieser Hinsicht habe ich völlig versagt. Aber die Materie ist so vielschichtig, dass sich jede Minute gelohnt hat. Wir reden darüber, warum die Herkunftskennzeichnung allein nicht reicht, wie ein Weizenpreis in Chicago oder Paris das Einkommen eines burgenländischen Bauern bestimmt, warum Photovoltaik-Anlagen und Blühwiesen inzwischen lukrativer sind als Getreideanbau und wieso die Inflation der letzten Jahre bei den Ausgleichszahlungen einfach nie angekommen ist. Ernst nimmt uns auch mit nach Brüssel, wo er Tränengas in die Nase bekommen…
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