
In this episode, Wilhelm Geiger interviews Michael Wurzer about the unique egg production system in Austria and the challenges of transparency in the industry.
Österreich ist beim Thema Eier ein Sonderfall: komplett käfigfrei seit 2020, gentechnikfreies Futter aus der Donauregion, eine eigene Eierdatenbank für die Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Frischeis. Klingt nach Vorzeigeland. Ist es auch, zumindest beim Frischei. Aber dann habe ich mit Michael Wurzer geredet, dem Geschäftsführer der Geflügelwirtschaft Österreich, und mir ist ein paar Mal der Mund offen stehen geblieben. Denn sobald ein Ei aufgeschlagen und verarbeitet wird, in Kuchen, Nudeln, Mayonnaise, endet die Transparenz. Keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, keine Haltungsformangabe. Was da drin ist, weiß im Grunde niemand. Und gleichzeitig kommt ein hoher Anteil an Eiern und Eiprodukten aus der Ukraine in die EU, zum überwiegenden Teil aus Käfighaltung. Michael erklärt, warum das österreichische System so gut funktioniert hat, warum es auf einem Handschlag mit dem Lebensmitteleinzelhandel beruht und was passiert, wenn dieser Handschlag bröckelt. Wir reden über den Selbstversorgungsgrad, über die Preisfrage, über bayerische Eier im Regal und darüber, ob die Konsumentinnen und Konsumenten wirklich bereit sind, für höhere Standards auch mehr zu zahlen. Außerdem…
Host: Wilhelm Geiger
Guest: Michael Wurzer
Organizations: Geflügelwirtschaft Österreich, BOKU
Places: Österreich, Ukraine, Donauregion, Waldviertel
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