
Die Episode diskutiert die aktuelle Krise der Orthodoxen Kirchen im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und deren Einfluss auf die Gesellschaft und Ökumene.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine markiert nicht nur in politischer Hinsicht eine Zeitenwende. Er wirft auch die Frage auf, wie es gegenwärtig um die Orthodoxen Kirchen, mit circa 300 Millionen Gläubigen die drittgrößte Kirchenfamilie der Welt, bestellt ist. Auch in Deutschland gibt es inzwischen mit circa 2 Millionen Menschen mehr orthodoxe Gläubige als Mitglieder freikirchlicher beziehungsweise evangelikaler Gemeinden und Gemeinschaften. Gegenwärtig befindet sich die Orthodoxie in einer umfassenden Krise. Wird es ihr gelingen, den Reichtum ihrer geistlichen und theologischen Tradition selbstbewusst in die heutige Gesellschaft wie in die Ökumene der Christenheit einzubringen? Oder führt die starke Ausrichtung an der jeweiligen Nation und eine verbreitete Abwehr der westlichen Moderne zu wachsenden Spannungen und Spaltungen – zwischen den Kirchen und zwischen den Kulturen?
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