
The episode discusses political imprisonment and forced labor in the DDR, highlighting the state's repression and the exploitation of prisoners.
In der SED-Diktatur war Freiheitsentzug nicht nur Strafe, sondern auch ein Instrument staatlicher Repression. Als politischer Gefangener der DDR gilt, wer wegen eines politischen Straftatbestandes, wie z. B. „ungesetzlichem Grenzübertritt“, inhaftiert wurde. Zudem sind auch Menschen umfasst, die aus politischen Gründen und oft unter konstruierten Vorwürfen zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Abhängig von der Definition schwankt die Anzahl der Betroffenen: Nach Expertenschätzungen ist vom Beginn der DDR im Jahr 1949 bis zu ihrem Ende 1989 von etwa 200.000 politischen Gefangenen auszugehen. Die Gründe für politische Inhaftierung waren vielfältig. Sie reichten von strafrechtlichen Paragrafen wie „staatsfeindliche Hetze“, „ungesetzliche Verbindungsaufnahme“ und „Zusammenrottung“ bis hin zum Ausreisebegehren. Auch Jugendliche wurden inhaftiert, wenn sie durch nonkonformes Verhalten auffielen. Zwangsarbeit war integraler Bestandteil politischer Haft in der DDR. In vielen Haftanstalten mussten Inhaftierte für staatliche oder westliche Firmen, etwa IKEA oder ALDI, produzieren. Die Einnahmen flossen in die Staatskasse der DDR. Bei der verpflichtenden Arbeit im Strafvollzug waren die…
Organizations: SED-Diktatur, IKEA, ALDI
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