
Mareile Poettering discusses the calming effects of nature and simplicity compared to the chaos of vacation activities.
Im Urlaub ist mir etwas aufgefallen. Nicht die belebten Strände oder das Gefühl, möglichst viel erleben zu müssen, haben mich am tiefsten berührt. Es war etwas viel Einfacheres. Jeden Morgen bin ich mit der Schwimmbrille ins Meer gegangen und habe auf den stillen, hellen Meeresgrund geschaut. Sand, das Licht, das sich im Wasser bewegte, ein paar Fische – sonst nichts. Nichts, das Aufmerksamkeit wollte. Nichts, das bewertet werden musste. Nichts, das etwas von mir erwartete. Später habe ich hier im Wald etwas Ähnliches erlebt. Beim Gehen über Wurzeln, beim Blick in die Baumkronen, beim Rauschen der Blätter. Mir wurde klar, dass mich genau diese Schlichtheit so tief berührt. Ich glaube, dass wir oft denken, Erholung entstünde dadurch, dass wir möglichst weit wegfahren oder möglichst viel Schönes erleben. Dabei übersehen wir manchmal, dass unser Nervensystem vor allem eines sucht: einen Ort, an dem es aufhören darf, ständig zu reagieren. Die Natur stellt keine Ansprüche. Sie fordert keine Leistung. Sie möchte nicht unterhalten werden. Sie erwartet keine Antwort. Gerade deshalb fällt es vielen Menschen dort leichter, sich selbst wieder zu begegnen. In dieser Folge spreche ich…
Host: Mareile Poettering
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