
In dieser Episode diskutiert Anne Will mit Claudia Major die finanziellen, politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen einer europäischeren NATO.
"Wir bauen eine europäischere NATO, damit die NATO transatlantisch bleiben kann", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz kurz vor seinem Abflug zum NATO-Gipfel in Ankara. Damit reagiert er auf die sich verändernden Machtverhältnisse innerhalb der NATO – einerseits, um die USA unter Donald Trump zufriedenzustellen, andererseits, um die europäische Sicherheit unabhängig von den USA gewährleisten zu können. Denn auf die USA als verlässlichen Partner baut man immer weniger. Auch während des Gipfels sorgte Trump für Unruhe. Mit der NATO sei er nicht glücklich, bemängelte der amerikanische Präsident. Er wiederholte seine Besitzansprüche an Grönland und kündigte die Friedensverhandlungen mit dem Iran auf. Außerdem ging er hart mit Spanien ins Gericht: keine Unterstützung im Irankrieg, nicht genügend Verteidigungsinvestitionen. Deshalb würden die USA jegliche Handelsbeziehungen mit Spanien stoppen. Trotz alledem sollte der NATO-Gipfel ein politisches Zeichen der Geschlossenheit setzen. Nach Abschluss der Besprechungen bekräftigte NATO-Generalsekretär Mark Rutte genau diesen Zusammenhalt - das Bündnis sei "more together than ever". Am Ende wurde die gemeinsame Abschlusserklärung…
Host: Anne Will
Guest: Claudia Major
Organizations: NATO, Iran
Places: Grönland, Spanien
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