
Bischof Karl-Heinz Wiesemann shares his personal experience with depression and the importance of seeking help.
Der Speyerer Bischof musste sich wegen einer Depression eine Auszeit von sieben Monaten nehmen und zwei Monate in einer Klinik behandeln lassen. Karl-Heinz Wiesemann erklärt im Live-Podcast "Raus aus der Depression" auf dem Deutschen Katholikentag in Würzburg, dass er schon längere Zeit die Grenzen seiner körperlichen und psychischen Belastbarkeit gespürt habe. Finanzprobleme und Änderungsprozesse im Bistum, vor allem aber der Missbrauchsskandal in der Kirche sei ihm dann so sehr an die Nieren gegangen, dass er krank geworden sei. "Ich habe gelernt, mit Ohnmachtserfahrungen umzugehen, Hilfe anzunehmen und mich auf das Positive, auf das Schöne in der Welt zu konzentrieren", erzählt der Bischof im Gespräch mit Entertainer Harald Schmidt. "Es war eine Zeit, die für mich nicht einfach, aber notwendig war", sagt der Bischof rückblickend. Während der Krankheitsphase seien ihm seine Schwächen und Grenzen, aber auch seine Stärken und Kraftquellen wieder deutlicher bewusst geworden. Sport, Kunst, Musik: Die Behandlung habe es geschafft, "meine kreativen Quellen wieder freizulegen", berichtet der 65-Jährige. Professor Ulrich Hegerl betont in dieser Folge erneut, dass es keine Schwäche sei…
Host: Harald Schmidt
Guest: Karl-Heinz Wiesemann
Organizations: Deutscher Katholikentag, Kirche
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