Ep. 347: Sind Faschismus und Liberalismus entfernte Verwandte?

Ep. 347: Sind Faschismus und Liberalismus entfernte Verwandte?

April 1, 2026 · 47 min

About this episode

The episode discusses the relationship between fascism and liberalism, exploring historical parallels and contemporary implications.

Die Lage ist unübersichtlich: Hilft es, die Welt in Demokratien und Autokratien einzuteilen? Oder ist es sinnvoller, zwischen autokratischen und liberalen Staaten zu unterscheiden? Dass dies ein großer Unterschied ist, wird uns deutlich, wenn wir einen Vergleich zwischen dem italienischen Faschismus, dem Nationalsozialismus und Roosevelts New Deal wagen. Wolfgang Schivebelbusch, einer der bedeutendsten Kulturhistoriker, publizierte vor zwanzig Jahren ein Buch mit dem Titel „Entfernte Verwandtschaft“ und zeigte darin erstaunliche Parallelen auf, ohne eine Gleichsetzung oder Relativierung zu betreiben. Stattdessen steht die Diagnose im Raum, dass in Krisenzeiten Staaten illiberaler werden und der liberale Kapitalismus als Störung empfunden und deshalb eingehegt wird. Das geht so weit, dass progressive Kräfte in den USA durchaus Bewunderung für Mussolini zeigten. Die Politik legt sich mit der Wirtschaft an. Das erleben wir jetzt wieder, wenn beispielsweise die EU-Außenpolitik gar nicht mit den Konzerninteressen übereinstimmt. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“. Literatur: Stephan Kaufmann: „Unprofitable Heimat“, in: Neues…

People in this episode

Hosts: Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt

Topics covered

Keywords

Mentioned in this episode

Organizations: Neues Deutschland, S. Fischer

Books & works: Entfernte Verwandtschaft, Unprofitable Heimat, Franklin Delano Roosevelt

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