
Rabbiner Dr. Walter Rothschild discusses the themes of reflection, responsibility, and continuity in the context of the biblical text Dewarim.
Rabbiner Dr. Walter Rothschild eröffnete am 24. Juli 2000 mit dem Wochenabschnitt Dewarim (Kapitel 1–3,22) das fünfte Buch Mose – zugleich der Schabbat Chason , dritter der drei mahnenden Schabbatot vor dem 9. Av, dem sieben Schabbatot des Trostes folgen. Er nennt Dewarim das Buch eines alten Mannes: Mose blickt zurück, mahnt eine Generation, die immer wieder ungehorsam war und dafür vierzig Jahre in der Wüste büßt, bis sie ausstirbt. Nur Mose, Josua und Kaleb überleben als Augenzeugen. Rothschild zieht die Parallele zu den letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs, deren Stimme bald verstummt. Mose steht am Jordan, darf das Land nur schauen, nicht betreten, und bereitet seine Nachfolge vor. Rothschild deutet dies persönlich: Wie Mose fragt jeder Verantwortliche am Lebensabend, was er erreicht und wen er ausgebildet hat. Zentral ist für ihn die Aufgabe, Kontinuität zu stiften und die junge, freigeborene Generation in die Kette der Tradition einzubinden. In Kapitel 2 zeigt Mose, dass Gott den Völkern – Esau, Moab, Ammon – ihr Land zuweist und die Israeliten manche Gebiete achten müssen. Walter Rothschild verallgemeinert: Alle Geschichte besteht aus Völkerwanderungen; Grenzen und…
Host: Ricklef Münnich
Guest: Rabbiner Dr. Walter Rothschild
Books & works: Dewarim
Places: Nahen Osten
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