Schabbat Tasria & Mezora || Durch die Spalten kommt das Licht

Schabbat Tasria & Mezora || Durch die Spalten kommt das Licht

April 17, 2026 · 44 min

About this episode

Rabbiner Andrew Steiman discusses the significance of the double Torah portion Tasria–Mezora and its connections to Jewish traditions and holidays.

Rabbiner Andrew Steiman öffnet den doppelten Wochenabschnitt Tasria–Mezora ( 3. Mose 12–15 ) mit einem überraschenden Schlüssel: der Schlüssel-Challah, die am Schabbat nach Pessach gebacken wird. Sie erinnert daran, dass Pessach ohne Schawuot unvollständig bleibt – die körperliche Befreiung aus Ägypten ruft nach der geistigen Befreiung durch die Annahme der Tora. In einer Anekdote mit Konfirmanden zeigt Andy, wie nah Pfingsten und Schawuot beieinanderliegen: Ostern bleibt folgenlos ohne Pfingsten, so wie der Auszug aus Ägypten ohne Sinai leer bliebe. Von dort spannt er den Bogen zum jüdischen Kalender der Gegenwart: Jom haSchoa we-haGwura und Jom haAzma’ut liegen acht Tage auseinander und gehören zusammen. Der Gedenktag der Ermordeten, denen kein Grab und kein Todestag blieb, ist durch den jüdischen Kalender geschützt – kein Antisemit kann ihn vereinnahmen. Und er trägt bereits die Hoffnung in sich: Gwura, das Heldentum des Widerstands, und der Staat Israel als Antwort auf die Schoa. Genau hier schlägt Andy die Brücke zu Tasria und Mezora. Die schwer verständlichen Reinheitsgesetze handeln davon, dass wir verkörperte Seelen sind – verletzlich, sterblich, und gerade deshalb…

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