
In dieser Episode wird das Gefühl von Schuld und Scham untersucht und deren Unterschiede sowie die Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden diskutiert.
Schuld ist ein schweres Wort, und wir vermeiden es, wo wir können. Wir sagen lieber, wir hätten ein schlechtes Gewissen. Doch hinter diesem freundlichen Etikett steckt fast immer das stärkere Gefühl – und es meldet sich oft genau dann, wenn wir eigentlich nichts falsch gemacht haben. Nach einem Nein. Nach einer Entscheidung, die für jemand anderen schlecht ausging, obwohl sie vernünftig war. In dieser Folge sehen wir uns an, warum sich so viele Menschen schuldig fühlen, wo kein Gericht der Welt ein Urteil sprechen würde. Wir trennen drei Dinge, die im Gefühl ständig verschwimmen: etwas verursacht zu haben, schuld zu sein und für etwas verantwortlich zu sein. Und wir gehen der unbequemen Frage nach, warum etwas in uns die Schuld geradezu sucht – warum wir uns lieber zum Täter machen, als ein kleines Rad im Getriebe der Ursachen zu sein. Im Zentrum steht eine Unterscheidung, die alles verändert: der Unterschied zwischen Schuld und Scham. Zwischen dem Satz „Ich habe einen Fehler gemacht“ und dem Satz „Ich bin ein Fehler“. Das eine lässt sich bearbeiten, das andere legt uns lahm. Und genau an der Schwelle, an der das eine ins andere kippt, entscheidet sich, ob ein schlechtes Gewissen…
Host: Dietmar Gumprecht
Explore listener stats, chart rankings, contacts and more on the robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus podcast page.