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Beginn der Sendepause
Jan 2, 2026
2m 04s
Mit Egon Erwin Kisch ins neue Jahr
Jan 1, 2026
11m 09s
Hamburger Jahreswechsel im Vergleich
Dec 31, 2025
10m 33s
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| Date | Episode | Topics | Guests | Brands | Places | Keywords | Sponsor | Length | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1/2/26 | ![]() Beginn der Sendepause✨ | Weimar Republicpodcast hiatus+2 | — | Politische Bildung HamburgKommentieren+1 | KanalsHamburg | SendepauseAkademie der Wissenschaften+3 | — | 2m 04s | |
| 1/1/26 | ![]() Mit Egon Erwin Kisch ins neue Jahr✨ | Egon Erwin Kischjournalism+3 | Frank Riede | — | PragBohemia+3 | new yearpodcast finale+3 | — | 11m 09s | |
| 12/31/25 | ![]() Hamburger Jahreswechsel im Vergleich✨ | SilvesterJahreswechsel+4 | — | der Tag des RückblicksSpectator | — | JahreswechselTradition+3 | — | 10m 33s | |
| 12/30/25 | ![]() Zwischen Fest und Fest✨ | ChristmasNew Year+3 | Rosa Leu | Tagen | — | fireworksBerlin+2 | — | 10m 39s | |
| 12/29/25 | ![]() Das Wirtschaftsjahr 1925✨ | Wirtschaftsjahr 1925Dr. Otto Hugo+3 | — | die Zeit der Rück- und Ausblicke | OsnabrückDeutschland | RückblickAusblick+2 | — | 10m 25s | |
| 12/28/25 | ![]() (Kein) Weihnachten in Berlin✨ | WeihnachtenInnenpolitik+3 | Frank Riede | Weihnachten in Berlin | Berlin | politische GeschichteJahresend-Besinnlichkeit+1 | — | 4m 55s | |
| 12/27/25 | ![]() Von der Philatelie und den Philatelisten✨ | PhilatelieBriefmarkensammeln+3 | — | die Bergedorfer ZeitungDie Kunst des Briefmarkensammelns“ | — | Aktie des kleinen MannesBergedorfer Zeitung+2 | — | 10m 21s | |
| 12/26/25 | ![]() Kleines Weihnachts-Feuilleton✨ | WeihnachtenFeuilleton+2 | Frank Riede | Kleines Weihnachts-Feuilleton | — | Harburger Anzeigen und NachrichtenTannenzweige+1 | — | 11m 32s | |
| 12/25/25 | ![]() Weihnachtsbäume unter Asbest und Lametta✨ | WeihnachtsbaumGeschichte+3 | Rosa Leu | — | StraßburgElsass | ChristbaumschmuckEssbares+1 | — | 10m 10s | |
| 12/24/25 | ![]() Hamburger Weihnacht 1925✨ | WeihnachtenTraditionen+5 | — | Advent | — | Hamburg1925+3 | — | 11m 12s | |
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| 12/23/25 | ![]() Weihnachten in der Musik | Manche Festtagsbräuche, von denen uns die Zeitungen der 1920er Jahre erzählen, sind uns überraschend unbekannt, und man staunt, wie sehr sich Faschings-, Oster, Martins- oder eben Weihnachtstraditionen innerhalb von dann doch „nur“ einhundert Jahren transformiert haben. Nicht so bei unserem heutigen Artikel aus der Wilhelmsburger Zeitung vom 23. Dezember 1925, der von den damaligen musikalischen Konventionen, das Fest zu begehen, handelt. Der Kanon der Weihnachtslieder, erfahren wir von Rosa Leu, ist sich seither fast gleich geblieben. Und auch die Geschichte davon, wie das berühmteste aus diesem einst in Oberndorf bei Salzburg entstanden ist, wird heute nicht anders als damals erzählt. | 7m 49s | ||||||
| 12/22/25 | ![]() Zwei Großprojekte von Hermann Honnef | In welch atemberaubendem Tempo der technische Fortschritt sich vor einhundert Jahren bisweilen gleichsam selbst überholte, bringt auf schlagende Weise der Hamburgische Correspondent vom 22. Dezember 1925 zur Anschauung. Unmittelbar und unverbunden hintereinander finden sich dort zwei Artikel über Bauprojekte des Self-Made-Ingenieurs und Erfinders Hermann Honnef. Der Mittelturm des Senders Königs Wusterhausen, von dem der erste Text handelt, war soeben in Betrieb gegangen und mit seiner Höhe von knapp 300 Metern stählernes Zeugnis der Rasanz, mit der sich das noch blutjunge Medium Rundfunk seinerzeit entwickelte. Sage und schreibe sogar doppelt so hoch hinaus wollte Honnef indes mit einem Vorhaben, bei dem es um ganz andere Wellen ging und von dem die anschließende Meldung kündet: In der Nähe von Leipzig sollte ein Rotorturm der Superlative entstehen, der die gesamte Region perspektivisch kostengünstig mit Strom aus Windenergie versorgen sollte. Da wir sowohl das Aufkommen der Radiotechnik als auch den intensiven Diskurs der 1920er Jahre über den Ausbau erneuerbarer Energien in den zurücklegenden Jahren hier im Podcast kontinuierlich dokumentiert haben und beide Nachrichten hier, wenn auch unkoordiniert und Fakten teilweise wiederholend, miteinander korrespondieren, haben wir uns gegen unsere sonstigen Maßgaben dafür entschieden, beide zu Gehör zu bringen. Das Wort dabei hat Frank Riede. | 11m 27s | ||||||
| 12/21/25 | ![]() Das (nicht nur) weiße Kleid des Winters | Weiße Weihnachten, erfahren wir im Folgenden aus dem Pinneberger Tageblatt vom 21. Dezember 1925, waren im Hamburger Raum, trotz kühleren Klimas, auch vor einhundert Jahren eine Seltenheit. Von der tümlich-romantischen Seite nähert sich der Artikel dem Thema aber nicht, sondern betrachtet den Schnee vielmehr unter dem Mikroskop und erläutert seine Beschaffenheit in allen Facetten – von der kristallinen Struktur bis zu überraschenden farblichen Erkenntnissen. Seine eigene Überschrift – „Das weiße Kleid des Winters“ – dekonstruiert der Text dabei zumindest in Teilen. Wieso, weshalb, warum, weiß Frank Riede. | 9m 12s | ||||||
| 12/20/25 | ![]() Wenn die Grippe chronisch wird | Dass Infektionen nicht immer mit dem Abklingen der stärksten Symptome ausgestanden sind, sondern Erreger häufig im Körper verbleiben und im schlimmsten Fall sogar zu chronischem Leiden führen können, ist spätestens seit Long COVID allgemein bekannt, aber selbstverständlich kein sich darauf beschränkendes Phänomen. Auch etwa eine Grippe kann starke Nachwehen hinterlassen, wie man bereits vor einhundert Jahren wusste. Um die medizinischen Zusammenhänge auch einem Nicht-Fachpublikum zu erläutern, interviewte der Hamburgische Correspondent am 20. Dezember 1925 zu diesem Thema den Internisten Georg Ludwig Zülzer, der der Nachwelt vor allem wegen seiner bahnbrechenden Erkenntnisse auf dem Gebiet der Diabetologie noch ein Begriff ist. Was er zu Bekämpfung der chronischen Grippe rät, erfahren wir von Rosa Leu. | 9m 16s | ||||||
| 12/19/25 | ![]() Geplanter Mordanschlag auf Stresemann | Dass politisch motivierte Gewalttaten zum Alltag der Weimarer Republik gehörten, wird auch immer wieder in unserem Podcast deutlich: Putschversuche, Fememorde, Straßenschlachten, aber auch die Ermordungen von Politikern… Sollte nun auch einer der Nachfolger von Walther Rathenau im Amt des Außenministers Gustav Stresemann einem Attentat zum Opfer fallen? Sollten rechte paramilitärische Kreise wegen seiner Rolle bei der Verhandlung der Locarno-Verträge nach seinem Leben trachten? Eine solcher Anschlagplan ist Ende des Jahres 2025 publik geworden und die Harburger Anzeigen und Nachrichten beklagten in ihrer Ausgabe vom 19. Dezember die andauernde “Mord-Atmosphäre”. Wie wir wissen, sollte Stresemann das Amt bis zu seinem natürlichen Tode behalten, wobei die wiederholten rechten Hetzkampagnen gegen ihn sicherlich ihren Teil zu den Schlaganfällen und dem finalen Herzinfarkt am 3. Oktober 1929 beitrugen. Es liest Frank Riede. | 8m 24s | ||||||
| 12/18/25 | ![]() Erwartungen von Zentrum und DDP an eine neue Regierung | DVP, Zentrum, DDP und SPD – aus diesem Kreis musste sich nach dem Locarno-bedingten Ausstieg der DNVP aus der Regierungsverantwortung ein neues Kabinett bilden. Vor Wochenfrist richteten wir unseren Blick auf die Erwartungen und Bedingungen von Volkspartei und Sozialdemokraten, in dieser Folge schauen wir mit dem Hamburgischen Correspondenten vom 18. Dezember 1925 auf die verbleibenden beiden Parteien; wobei vom Zentrum nur eine kurze offizielle Mitteilung abgedruckt wird, von den ‘Demokraten‘ hingegen ein Richtlinienplan für die neue Regierung mit 18 Punkten vorliegt. Er stammte aus der Feder ihres Vorsitzenden Erich Koch, der zu den prägenden Köpfen des deutschen Liberalismus in der Weimarer Republik zählte. Sohn einer jüdischen Mutter, wanderte er 1933 mit seiner Familie nach Brasilien aus, wo er nicht nur die dortigen Regierung beriet, sondern sich bis zu seinem Tod 1944 auch vielfältig publizistisch betätigte, u.a. mit einem Verfassungsentwurf für eine nach dem Ende des NS-Regimes neu zu errichtende zweite deutsche Republik. Es liest Rosa Leu. | 9m 50s | ||||||
| 12/17/25 | ![]() Agathe Lasch über die Sprache der Hamburger | Eine Pionierin der Germanistik war die 1879 in einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin geborene Agathe Lasch. Sie wurde an der Universität Hamburg 1923 die erste Professorin dieses Faches in Deutschland und gilt als Begründerin der historischen Erforschung der mittelniederdeutschen Sprache. Eines ihrer Spezialgebiete war die Untersuchung von verschiedenen Dialekten. Neben der Konzipierung des erst 1956 erscheinenden Handwörterbuchs des Mittelniederdeutschen, publizierte sie also auch etwa ein Buch mit dem Titel „Berlinisch“. Am Leben von Agathe Lasch lässt sich nicht nur das Emanzipationsstreben der Frauen greifen, leider ist sie auch ein Beispiel für die Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus. Nach einem Berufsverbot, dem Verbot der Nutzung von Universitätsbibliotheken, der Beschlagnahmung der Privatbibliothek und dem Verbot, Rufe an ausländischen Universitäten anzunehmen, wurde sie 1942 mit ihren Schwestern nach Riga deportiert und in den umliegenden Wäldern ermordet. Heute liest Frank Riede den Bericht des Wandsbeker Boten vom 17. Dezember 1925 über den Vortrag „Von der Sprache der Hamburger“, den Frl. Prof. Dr. Agathe Lasch mit 46 Jahren vor dem Deutschen Sprachverein hielt. | 9m 15s | ||||||
| 12/16/25 | ![]() Die Abfindung der Fürstenhäuser | Erst im Mai dieses Jahres ist es zu einer Einigung zwischen dem Haus Hohenzollern und der Bundesregierung gekommen über den Umgang mit den enteigneten Immobilien und Wertgegenständen. Dabei ging es nicht nur um die Folgen des Zweiten Weltkriegs, sondern auch noch um den Besitz, der nach dem Ersten Weltkrieg enteignet worden war. Es endete also ein Streit, der bereits vor mehr als 100 Jahren seinen Anfang genommen hatte. Damals erhoben zahlreiche Fürstenhäuser gegenüber der Weimarer Republik Forderungen nach Restitutionen und Entschädigungen. Der Hamburger Anzeiger vom 16. Dezember berichtet über den Stand der Verhandlungen, ungeschickte Kommunikationsstrategien und stellt auch die Frage, ob man bei den Fürstenhäusern überhaupt von Privatbesitz sprechen kann, wenn die gesamte Gesellschaft sich über einen langen Zeittraum hinweg am Aufbau der Besitztümer beteiligt hat. Frank Riede liest. | 7m 33s | ||||||
| 12/15/25 | ![]() Der Weihnachtskarpfen in verschiedenen Varianten | Heute weitgehend in Vergessenheit geraten, beging man den Advent früher als eine Fastenzeit. Daraus ergab sich ein traditionelles Festessen für den Heiligen Abend, das hierzulande mittlerweile gleichfalls deutliche Popularitätseinbußen zu verzeichnen hat: der sogenannte Weihnachtskarpfen. Vor einhundert Jahren war dieser Essensbrauch noch deutlich weiter verbreitet und verfügte über zahlreiche historische, regionale und wohl auch individuell-familiäre Varianten. Die Bergedorfer Zeitung stellte am 15. Dezember 1925 einige davon vor und ist dabei in ihren Beschreibungen der Rezepte so detailfreudig, dass sie durchaus zum Nachkochen einladen. Rosa Leu macht uns den Mund wässrig – und ein bisschen schlammig. | 7m 16s | ||||||
| 12/14/25 | ![]() Schlittenpartien im alten Hamburg | Dass der Advent auch schon vor einhundert Jahren ein beliebter Moment war, nostalgisch in die ‘gute alte Zeit‘ zurückzuschauen, haben wir hier bereits vor wenigen Tagen mit unserer Folge über den Hamburger Dom und andere Weihnachtsmärkte dokumentiert. Heute entführt uns der Hamburgische Correspondent vom 14. Dezember 1925 abermals tief in die Historie und erinnert sowohl an alte winterliche Bräuche, mit dem Schlitten über Elbe und Alster in die Nachbarstädte zu reisen und dort den verschiedensten jahreszeitlichen Lustbarkeiten zu frönen, als auch an die Gesetze, die gegen diejenigen erlassen wurden, die es mit dem Schlittenrennen allzu toll trieben. Klimatisch wären derlei Vergnügungen auch in den 1920er Jahren vielleicht noch möglich gewesen; die Zwänge der modernen Wirtschaftswelt, die ganzjährig einen eisfreien Hamburger Hafen verlangte, hatten dem jedoch einen Riegel vorgeschoben. Frank Riede wagt sich für uns auf Eis und Schnee. | 11m 59s | ||||||
| 12/13/25 | ![]() Silberner Sonntag in Hamburg | Verkaufsoffene Sonntage in der Vorweihnachtszeit waren in den 1920er Jahren eine feste Institution. Im Einzelhandel zählte man seinerzeit nicht den ersten, zweiten, dritten und vierten Advent, sondern freute sich auf den kupfernen, silbernen und goldenen Sonntag, an dem Menschenmassen in die Innenstädte strömten und große Teile ihrer Weihnachtseinkäufe verrichtete. Der Hamburgische Correspondent berichtet in seiner Ausgabe vom 13. Dezember 1925 von diesem Brauch, der 1957 durch das „Gesetz über den Ladenschluss“ eine starke Einschränkung erfuhr. Auch wenn die Gesetze in den letzten Jahrzehnten wieder sukzessive liberalisiert wurden, scheint der „Silberne Sonntag“ heute in den meisten Regionen als Begriff deutlich weniger verbreitet als der „Black Friday“. Rosa Leu hat sich für uns ins Getümmel gestürzt. | 6m 12s | ||||||
| 12/12/25 | ![]() Thomas Mann, Heinrich Mann, Stefan Zweig und andere empfehlen Bücher zum Fest | Dass Tageszeitungen in der Vorweihnachtszeit hommes und seit geraumer Zeit auch femmes de lettres Bücher zum Fest empfehlen lassen, ist guter alter publizistischer Brauch. Wohl nur selten allerdings konnte ein Blatt dabei eine so illustre Runde von literarischen Experten vorweisen wie die Altonaer Nachrichten, die für ihre Ausgabe vom 12. Dezember 1925 Bücher-Tipps der Gebrüder Mann, von Stefan Zweig, Hermann Bahr, Siegfried Jacobsohn und Max Brod einzuholen vermochten. Während Heinrich Mann die Anfrage ausschließlich zur Bewerbung eigene Werke nutzt, zeigen sich vor allem Bruder Thomas sowie Stefan Zweig auch in fremder Sache außerordentlich belesen und vermögen mit ihren Vorschlägen hier und da durchaus zu überraschen. Vor allem dass nicht nur bei Max Brod, sondern auch bei Thomas Mann – wie schon vor wenigen Tagen in anderem Zusammenhang hier im Podcast – der Name Franz Kafka fällt, hätte man auf dem Gabentisch des Jahres 1925 vielleicht eher nicht erwartet. Es lesen Rosa Leu und Frank Riede. | 8m 38s | ||||||
| 12/11/25 | ![]() Neues von der deutschen Regierungskrise | Die Konsequenzen der Ratifizierung des Vertragswerkes von Locarno für die deutsche Innenpolitik waren auch Mitte Dezember 1925 noch nicht abschließend geklärt. Die Deutschnationale Volkspartei hatte die Beschlüsse abgelehnt und daraufhin das Kabinett von Reichskanzler Luther verlassen, ein neues sich noch nicht gebildet. Die Bergedorfer Zeitung berichtete am 11.12. vom Stand der möglichen Entwicklungen und blickte dabei zum einen auf die SPD und die Voraussetzungen, unter denen diese sich bereit zeigte, einer neuen Regierung anzugehören. Zum anderen lässt sie Außerminister Stresemann noch einmal in einer Ansprache erklären, warum seine Partei, die Deutsche Volkspartei, einst eine Zusammenarbeit mit der DNVP, nun aber eine Reichsregierung ohne diese anstrebte. Es liest Rosa Leu. | 10m 16s | ||||||
| 12/10/25 | ![]() Von einem bizarren Urteil im Münchener Dolchstoßprozess | Vom sogenannten Münchener Dolchstoßprozess haben wir in diesem Podcast bereits am 31. Oktober berichtet: Martin Gruber, Chefredakteur der sozialdemokratischen Münchener Post, hatte die Süddeutschen Monatshefte wegen der Verbreitung der Dolchstoßlegende der Geschichtsverfälschung bezichtigt, woraufhin deren Herausgeber Paul Nikolaus Cossmann Gruber verklagte. Politisch eingefärbte Urteile in solchen Verfahren waren in Weimarer Tagen keine Seltenheit, der Münchener Richterspruch ging jedoch als besonders bizarr in die deutsche Rechtsprechung ein. Zwar konstatierte er in Cossmanns Argumentation zahlreiche historische Irrtümer und sachliche Fehler. Da dies jedoch keine aktive Verfälschung der Geschichte darstelle, verurteilte er Gruber dennoch zu einer Geldstrafe von 3000 Reichsmark. Auch schon der Hamburger Anzeiger vom 10. Dezember 1925 kommentierte das Urteil einigermaßen verständnislos, wie wir gleich von Frank Riede erfahren werden. Ein Nachtrag noch zur Personalie Cossmann: Diesem sollte sein energischer Kampf gegen die Republik später unter den Nazis ebenso wenig helfen wie seine frühe Konversion vom Judentum zum Christentum 1905. Er wurde 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert, wo er im selben Jahr im Krankenhaus verstarb. | 12m 19s | ||||||
| 12/9/25 | ![]() Skikurs mit dem Hamburger Anzeiger | Der Aufschwung des alpinen Skisports zu einem Massenvergnügen wird gemeinhin in den Nachkriegsjahrzehnten verortet; zwischen 1950 und 1975 soll die Zahl der Skifahrer weltweit von 5 Millionen auf 35 Millionen hochgeschnellt sein. Wie so vieles hatte indes auch diese Entwicklung offensichtlich eine Vorgeschichte in den 1920er Jahren, die, scheint es, sogar bis in norddeutsche Tieflande ausstrahlte. Warum sonst hätte der Hamburger Anzeiger vom 9. Dezember 1925 sonst seine Leserschaft so ausführlich über neue Trends des Skikurs- und Skischulwesens in den Alpen informieren sollen? Auch schon damals, erfahren wir, scheinen soziale Gesichtspunkte beim Ausflug in die verschneiten Berge nicht völlig nachrangig gewesen zu sein, und auch schon damals sehnte sich manch Snob nach den ruhigeren früheren Zeiten auf den Hängen und Pisten zurück. Rosa Leu hat sich für uns auf die Bretter gestellt. | 12m 49s | ||||||
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