
Ausgeglaubt: ein RefLab-Podcast
Was heisst das eigentlich, Christ zu sein? Woran glauben Christen und was können sie getrost aufgeben? Logisch, dass sich Manuel Schmid & Stephan Jütte dabei nicht immer einig sind. Aber sie versuchen in diesem Podcast z...
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| Date | Episode | Topics | Guests | Brands | Places | Keywords | Sponsor | Length | |
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| 10/14/26 | Die Hinrichtung als Livestream – wann wird Gerechtigkeit zur Rache? | In den USA steht die verstörende Möglichkeit im Raum, dass die Öffentlichkeit einem staatlich angeordneten Tod live zuschauen kann. Doch was verrät das über unsere Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit? Und warum ist die Todesstrafe philosophisch und theologisch weit umstrittener, als man vermuten würde? 13 Menschen hat Nidal Malik Hasan 2009 bei einem Anschlag auf einen amerikanischen Militärstützpunkt getötet. Am 3. Dezember soll er dafür hingerichtet werden – möglicherweise live im Internet. Gleichzeitig überlebt die zum Tode verurteilte Christa Pike einen gescheiterten Hinrichtungsversuch. Die Todesstrafe ist zurück in den Schlagzeilen. Aber war sie je wirklich weg? Wer glaubt, die Aufklärung habe mit der Todesstrafe längst aufgeräumt, wird überrascht sein: Während Cesare Beccaria bereits im 18. Jahrhundert ihre Abschaffung forderte, verteidigten ausgerechnet Immanuel Kant und Georg Wilhelm Friedrich Hegel die Todesstrafe – und zwar nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Vorstellungen von Freiheit, Vernunft und menschlicher Verantwortung. Stephan und Manuel fragen: Wozu bestrafen wir eigentlich? Um abzuschrecken, um Gerechtigkeit wiederherzustellen oder um unsere Rachegelüste zu befriedigen? Kann es Ausdruck menschlicher Würde sein, einen Täter mit dem Tod zu bestrafen? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, die dabei auch noch zuschauen will? Schliesslich wird es theologisch: Was hat ein Glaube, in dessen Zentrum die öffentliche Hinrichtung eines Unschuldigen steht, zu staatlicher Gewalt zu sagen? Und könnte christliche Gerechtigkeit gerade darin bestehen, dass selbst die schwerste Schuld nicht das letzte Wort über einen Menschen haben darf? Eine Folge über Strafe und Vergeltung, die Zumutungen der Aufklärung und die Frage, ob Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit überhaupt gerecht sein kann. | 1h 18m 42s | ||||||
| 9/23/26 | Die grosse Angst vor der KI | Führende Köpfe der KI-Industrie warnen inzwischen selbst vor ihre Schöpfungen: Anthropic-Chef Dario Amodei wie auch Sam Altman und Elon Musk fordern eine Verlangsamung der KI-Entwicklung. Manuel und Stephan diskutieren in dieser Folge die aktuelle Gefahrenlage und fragen nach den menschlichen Handlungsspielräumen. Was, wenn die Maschinen übernehmen? Die Angst vor künstlicher Intelligenz ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Sie reicht von sehr konkreten Sorgen bis zu ziemlich grossen Untergangsszenarien: Desinformation und manipulierte Bilder, autonome Waffen, der Verlust von Arbeit und Kontrolle – und irgendwann vielleicht eine KI, die sich menschlicher Steuerung entzieht. In dieser Folge schauen wir genauer hin. Wovor haben wir eigentlich Angst, wenn wir Angst vor KI haben? Und welche dieser Ängste helfen uns, reale Gefahren zu erkennen – welche machen aus einer gestaltbaren Technologie ein Schicksal? Denn KI fällt nicht vom Himmel. Menschen entwickeln sie, Unternehmen investieren Milliarden, Staaten setzen Regeln oder verzichten darauf. Hinter dem scheinbar unaufhaltsamen technischen Fortschritt stehen Entscheidungen über Eigentum, Macht, Transparenz und Kontrolle. Darum sprechen wir am Ende über Hoffnung. Nicht über die beruhigende Hoffnung, dass schon alles gut kommen wird. Sondern über eine unbequemere: Es ist noch nicht entschieden, wie KI unsere Gesellschaft verändern wird. Hinweis: Mit dieser Folge gehen wir in eine kurze Herbstpause – ihr hört uns am 15. Oktober wieder... und ja, das ist ein Donnertag: Ausgeglaubt wechselt nach über 250 Folgen seinen Veröffentlichungstag vom Mittwoch auf den Donnerstag. Also bis dann wieder! | 1h 16m 02s | ||||||
| 9/16/26 | Muss ich sogar meinen Schlaf optimieren? | Schlaf ist eine der wenigen Erfahrungen, in denen wir die Kontrolle über uns selbst abgeben müssen – und darauf vertrauen, dass die Welt auch ohne unser Zutun weitergeht. Was verrät diese alltägliche Form der Hingabe darüber, wie wir uns selbst verstehen, worauf wir unser Leben gründen und was es heissen könnte, aus Gnade statt aus eigener Leistung zu leben? Bevor wir aber schlafen gehen, müssen wir noch kurz über Heterofatalismus reden. Unsere letzte Folge hat einige Reaktionen ausgelöst – und unsere Kollegin Stefanie Fischer-Lüthi hat die Debatte auf dem RefLab-Blog unter dem Titel «Frauen schulden Männern kein Vertrauen» weitergeführt. Ihre These: Frauen müssen nicht lernen, Männern wieder mehr zu vertrauen. Männer müssen dazu beitragen, eine Welt zu schaffen, in der dieses Vertrauen wieder vernünftig ist. In den Kommentaren entspannt sich darüber eine kontroverse Diskussion: Reicht es als Mann, selbst kein Täter zu sein? Oder entsteht aus struktureller Verantwortung eine Art kollektive Schuldzuweisung? Und wie lässt sich über die Verantwortung von Männern sprechen, ohne individuelle Schuld und gesellschaftliche Strukturen miteinander zu verwechseln? Von dort kommen wir zu unserem heutigen Thema – und interessanterweise geht es wieder um Vertrauen. Diesmal allerdings um das Vertrauen darauf, dass die Welt auch dann weiterläuft, wenn wir einmal gar nichts tun. Denn selbst unser Schlaf wird inzwischen vermessen. Smartwatches und Ringe sagen uns morgens, wie gut wir geschlafen haben. Neue Technologien sollen Schlaf künftig nicht nur beobachten, sondern durch akustische oder neuronale Stimulation aktiv verbessern. Ein aktueller bioethischer Beitrag in Nature warnt bereits davor, dass guter Schlaf damit irgendwann von einer privaten Angelegenheit zu einer überprüfbaren Verpflichtung werden könnte – zur «auditable obligation». Aber was passiert, wenn selbst die Zeit, in der wir nichts leisten, noch Leistung bringen muss? Wir fragen uns, wann Selbstsorge zur Selbstoptimierung wird. Ob unsere Smartwatch wirklich besser weiss als wir selbst, ob wir ausgeschlafen sind. Ob aus «Du kannst deinen Schlaf verbessern» irgendwann «Du solltest» und schliesslich «Du musst» wird. Und ob es Bereiche unseres Lebens geben muss, die sich der Vermessung und Optimierung entziehen. Dabei wird Schlaf überraschend philosophisch und theologisch: Einschlafen gehört zu den Dingen, die wir gerade nicht erzwingen können. Wir können die Bedingungen dafür schaffen – aber irgendwann müssen wir die Kontrolle abgeben. Ähnlich wie bei Liebe, Vertrauen, Glück oder vielleicht sogar Glauben. So landen wir beim Sabbat, bei Gnade und bei der alten reformatorischen Frage nach der Rechtfertigung: Muss ich meinen Wert eigentlich ständig produzieren? Muss ich sogar richtig schlafen? Oder könnte Schlaf die alltäglichste Übung darin sein, einmal nichts aus sich machen zu müssen? | 1h 00m 41s | ||||||
| 9/9/26 | HeterofatalismusBeziehungskrise+5 | — | Christentum | — | HeterofatalismusBeziehungskrise+8 | — | 1h 12m 36s | ||
| 9/2/26 | church relevancecommunity engagement+4 | — | — | — | churchcommunity+5 | — | 1h 18m 58s | ||
| 8/26/26 | NeutralitätMoral+4 | — | Nazareth | Schweiz | NeutralitätMoral+5 | — | 1h 21m 36s | ||
| 8/19/26 | künstliche IntelligenzIdentitätskrise+4 | — | KIBibel | — | FOBOAngst+4 | — | 1h 15m 24s | ||
| 8/12/26 | Christianitysecularization+4 | — | — | Luxor | Christianitysecularization+4 | — | 1h 05m 10s | ||
| 6/24/26 | public faithreligious symbols+5 | Felix NmechaJonathan Tah | — | — | public prayerChristianity+5 | — | 1h 01m 25s | ||
| 6/17/26 | Christian faith and politicsJean Ziegler+4 | — | — | — | Jean ZieglerBergpredigt+6 | — | 1h 10m 20s | ||
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| 6/10/26 | SicherheitAngst+4 | — | reformatorische Traditionchristlicher Glaube | — | SicherheitAngst+5 | — | 1h 25m 28s | ||
| 6/3/26 | violenceguilt+4 | — | «Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit.» | WinterthurHanau+2 | evilviolence+6 | — | 1h 11m 42s | ||
| 5/27/26 | künstliche IntelligenzMenschenwürde+4 | — | Papst Leo XIV.Magnifica Humanitas | — | Papst Leo XIV.künstliche Intelligenz+5 | — | 1h 16m 00s | ||
| 5/20/26 | GlaubenswegeFreundschaft+4 | — | — | — | GlaubenEinsichten+5 | — | 1h 02m 05s | ||
| 5/13/26 | christian faithapocalypticism+4 | — | — | — | Christianityapocalypticism+6 | — | 1h 11m 06s | ||
| 5/6/26 | christian nationalismapocalyptic thinking+5 | — | US-amerikanischer EvangelikalismusPeter Thiel+6 | — | apocalypseevangelical right+6 | — | 1h 08m 55s | ||
| 4/29/26 | KatastrophenangstApokalyptik+5 | — | Antichrist | — | ApokalypseKlimakollaps+7 | — | 1h 06m 43s | ||
| 4/22/26 | hopepanic+4 | — | — | — | hopeabsurdity+5 | — | 1h 04m 18s | ||
| 4/15/26 | Christianityfaith+4 | — | Bible Society | — | Christianityfaith growth+4 | — | 1h 12m 58s | ||
| 4/1/26 | Easterresurrection+4 | — | — | — | Easterresurrection+5 | — | 1h 07m 41s | ||
| 3/25/26 | Gespräche mit KI – «Wer hört mich wirklich?» | In dieser Folge von Ausgeglaubt sprechen Stephan und Manuel über Künstliche Intelligenz, LLMs und die Frage, warum Gespräche mit KI für viele Menschen plötzlich so selbstverständlich geworden sind. Was macht es mit unserem Denken, Arbeiten und Glauben, wenn wir beginnen, mit Maschinen zu sprechen, statt nur Informationen zu suchen? Ausgehend von persönlichen Erlebnissen geht es um die Chancen und Risiken von KI im Alltag: als Werkzeug für Recherche, Textarbeit und Reflexion, aber auch als Technologie, die uns bestätigen, verführen und intellektuell bequemer machen kann. Stephan und Manu diskutieren, warum Sprachmodelle klassische Suchmaschinen zunehmend verdrängen, was dabei gewonnen wird und welche Kompetenzen dabei womöglich verloren gehen. Besonders spannend wird es dort, wo das Gespräch philosophisch und spirituell wird: Ist KI nur ein nützliches Werkzeug, oder entsteht hier eine neue Form von Resonanzraum? Was hat ein Prompt mit einem Gebet gemeinsam? Kann ein Sprachmodell zu Selbstreflexion anregen, ohne selbst etwas zu glauben? Und was heisst eigentlich Inspiration in einer Zeit, in der auch Predigten, Gedanken und Sinnfragen mit KI bearbeitet werden können? Eine Folge über Technik und Transzendenz, über Wissensdemokratisierung und Selbsttäuschung, über Echokammern, Offenheit und die alte Frage, wer am Ende wirklich antwortet. | 1h 04m 39s | ||||||
| 3/18/26 | Habermas: Können wir noch miteinander reden? | Können wir noch miteinander reden – oder haben wir längst verlernt, einander wirklich zuzuhören? In dieser Folge sprechen wir über Jürgen Habermas, einen der einflussreichsten Philosophen unserer Zeit. Kaum jemand hat so eindringlich beschrieben, dass moderne Gesellschaften davon leben, dass Menschen einander Gründe geben, Argumente austauschen – und bereit sind, sich infrage stellen zu lassen. Doch genau das scheint heute immer schwieriger zu werden. Öffentliche Debatten verhärten sich, Positionen radikalisieren sich, und oft geht es weniger um Verständigung als darum, recht zu behalten. Was heisst das für die Demokratie? Und was bedeutet das für Religion? Habermas hat nie gefordert, dass Glaube verschwindet. Im Gegenteil: Religiöse Traditionen können wichtige moralische Intuitionen in die Gesellschaft einbringen. Gleichzeitig stehen sie vor der Herausforderung, ihre Überzeugungen in einer pluralistischen Öffentlichkeit zur Sprache zu bringen – ohne sich selbst zu verlieren. Wir sprechen über die Spannung zwischen Glaube und Wissen, über die Idee der „Übersetzung“ religiöser Sprache – und darüber, ob es vielleicht auch andere Wege gibt, miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Folge über Wahrheit, Streit und die Frage, ob Verständigung heute noch möglich ist. | 1h 14m 00s | ||||||
| 3/11/26 | Heilige Macht? Wenn der Glaube politisch missbraucht wird. | Manuel Schmid und Stephan Jütte sprechen über rechtspopulistische Tendenzen innerhalb des Christentums und christlicher Kirchen. Im Zentrum steht die Frage, wo christlicher Glaube politisch missbraucht wird: wenn er zur kulturellen Abgrenzung dient, nationale Identität sakral aufgeladen wird oder Machtansprüche religiös legitimiert werden. Die beiden fragen danach, wo Grenzen liegen, die Christinnen und Christen nicht mehr mitgehen können, wo klarer Widerspruch nötig ist und wo umgekehrt vielleicht auch eine gewisse Hysterie entsteht, die mehr unterstellt als tatsächlich zu beobachten ist. Wie gross ist der reale Einfluss solcher Strömungen? Und wie lässt sich zwischen legitimer politischer Verantwortung von Kirche und problematischer religiöser Vereinnahmung unterscheiden? In der Folge geht es ausserdem um die politische Kraft christlicher Hoffnung: Was kann der Glaube für Gesellschaft und Politik tatsächlich bedeuten, ohne selbst ideologisch zu werden? Und was ist in diesem Spannungsfeld die Aufgabe der Kirche? Nebenbei erfahrt ihr auch, warum Manuel übers Wochenende eine Nacht fast durchgearbeitet hat – und warum Stephan vom anbrechenden Frühling ganz verzaubert ist... | 1h 10m 52s | ||||||
| 3/4/26 | Schlechte Presse für Jesus: Glaube und Kirche in der Öffentlichkeit | Ausgehend von der Diskussion um Konversionstherapien geht es in dieser Folge um eine grundsätzliche Frage: Welche Rolle spielt Kirche in öffentlichen Moral- und Politikdebatten – und wie viel Deutungsmacht steht ihr zu? Anlass zum Gespräch ist ein viel diskutierter Artikel von Tamedia, der Konversionstherapien in Freikirchen thematisiert. Wir fragen: Was würde ein Verbot solcher Praktiken tatsächlich verändern? Aber vor allem: Was erwarten wir eigentlich von christlichen Kirchen im Umgang mit diesem Thema? Die Diskussion führt uns weiter zu einer grundsätzlichen Frage: Wie soll Kirche überhaupt in der Öffentlichkeit auftreten? Wann und wozu soll sie Stellung beziehen? Soll sie sich zu politischen Themen äussern – und wenn ja, mit welchem Anspruch und mit welchem Ziel? Und ist das heute überhaupt noch plausibel? Nebenbei erfahrt ihr auch, wie Manus Urlaub gelaufen ist und warum Stephans Laufleidenschaft langsam wieder Fahrt aufnimmt. Zum Schluss noch ein Tipp: Hört unbedingt in die aktuelle Folge des Podcasts Reflex rein. Michelle spricht dort mit zwei spannenden Gästen über das Phänomen Silent Revival – ein Thema, das auch bei uns kürzlich für Diskussionen gesorgt hat. | 1h 15m 02s | ||||||
| 2/25/26 | Fasten: Zwischen Detox und Demut | Fasten boomt – als Detox, Selbstoptimierung oder spirituelle Praxis. Manuel und Stephan fragen: Was steckt eigentlich dahinter, wenn Christ:innen verzichten? Diese Folge entsteht an einem passenden Datum: Aschermittwoch. Während Stephan noch damit beschäftigt ist, die Website der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz durch eigene Programmierexperimente an ihre Belastungsgrenze zu bringen, blickt Manuel bereits voraus auf die Skiferien – die er traditionell ohne Skifahren verbringt, dafür mit viel Zeit für sich, während der Rest der Familie sich die schwarzen Pisten hinunterstürzen… Das Stichwort der Woche liegt damit nahe: Fasten – freiwilliger Verzicht: Manuel erinnert sich an körperliche Grenzerfahrungen aus früheren Fastenversuchen, Stephan startet selbst gerade in 40 Tage Alkoholverzicht. Schnell wird klar: Fasten verändert nicht nur den Körper, sondern auch das soziale Leben. Was passiert mit dem Belohnungssystem? Kann man noch entspannt feiern? Wird man zur Spassbremse – oder zum Missionar der Enthaltsamkeit? Von dort führt das Gespräch in die biblisch-theologische Tiefe: Fasten als Praxis von Klage und Umkehr im Alten und Neuen Testament, die Gefahr religiöser Selbstdarstellung damals wie heute – bis hin zu modernen Formen von «Virtue Signaling». Jesajas prophetische Kritik erinnert daran, dass echtes Fasten nicht beim Teller beginnt, sondern beim Blick auf Gott und die Mitmenschen. Und Jesus empfiehlt bekanntlich: lieber im Verborgenen fasten. Auch die Kirchengeschichte kommt zur Sprache: Zeiten, in denen es 150 bis 250 Fastentage pro Jahr gab – und zugleich die Realität, dass für viele Menschen Nahrung ohnehin knapp war. Daraus ergibt sich eine unbequeme Einsicht: Fasten ist ein Privileg. Nur wer genug hat, kann freiwillig verzichten. Ist Fasten also ein Akt der Solidarität – oder ein spirituelles Lifestyle-Projekt? Und sollten Kirchen Fastentrends aufnehmen, kritisch begleiten oder sich bewusst davon abgrenzen? Hier gehen die Meinungen zwischen Stephan und Manuel leicht auseinander. Eine Folge, die euch vielleicht ermutigt, selbst noch in die Fastenzeit einzusteigen – oder euch schlicht dankbar macht für das, was ihr habt. | 1h 00m 30s | ||||||
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