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Wie wir das Vertrauen in die Technik retten
Jun 25, 2026
39m 42s
Warum fällt Unternehmen die Digitalisierung so schwer, Herr Buhrmann?
Jun 19, 2026
38m 38s
Warum gibt es keinen deutschen Batteriehersteller, Herr Winter?
Jun 12, 2026
53m 51s
Milliarden für den Wandel
Jun 4, 2026
42m 39s
Digitale Meilensteine bei FAZ.NET
May 28, 2026
38m 46s
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| Date | Episode | Topics | Guests | Brands | Places | Keywords | Sponsor | Length | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 6/25/26 | ![]() Wie wir das Vertrauen in die Technik retten | Auf der einen Seite treiben Innovationen wie die Künstliche Intelligenz die Wirtschaft voran. Auf der anderen Seite wachsen die Verunsicherung und das Risiko durch Cyberkriminalität, Deepfakes und geopolitische Abhängigkeiten. Wie gelingt der Spagat zwischen technologischer Spitzenleistung und gesellschaftlichem Vertrauen? In der aktuellen Folge des F.A.Z. Digitalwirtschaft Podcasts begrüßten wir einen Gast, der wie Perspektiven im Auge behalten muss. Ralf Wintergerst ist nicht nur Vorsitzender der Geschäftsführung des Münchner Traditions- und Sicherheitstechnologiekonzerns Giesecke+Devrient (G+D), sondern auch Präsident des Digitalverbands Bitkom. Europa sieht sich in der Zange zwischen den USA und China. Wie sensibel dieses Gleichgewicht ist, zeigte sich erst Mitte Juni, als der US-amerikanische KI-Anbieter Anthropic auf Anweisung der US-Regierung sein leistungsfähigstes Modell für ausländische Nutzer sperrte. Im Podcast plädiert Wintergerst für eine Stärkung der europäischen Digitalsouveränität – nicht als Abschottung, sondern als fundamentale Absicherung der eigenen Handlungsfähigkeit. Zugleich warnt er davor, stets schwierige Vergleiche mit Amerika und China anzustellen. Zudem geht es um den Digitaltag am kommenden Freitag, dem 26. Juni 2026. Das diesjährige Motto lautet: „Digitale Sicherheit: Verstehen. Vermitteln. Vertrauen.“ Getragen von der Initiative „Digital für alle“, in der sich auch der Bitkom stark engagiert, als Medienpartner unterstützt von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, soll der Aktionstag technische Komplexität abbauen und digitale Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen erreichbar machen. Der Bitkom flankiert den Digitaltag daher mit praxisnahen Formaten: Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden Webinare zur Erkennung von KI-Betrug angeboten. Zudem öffnet der Verband seine Berliner Geschäftsstelle für ein Digitaltags-Festival, bei dem Ehrenamtliche praktische Technikhilfe leisten – bis hin zur Möglichkeit, im mobilen Bürgeramt spontan und ohne Termin einen neuen Reisepass zu beantragen. | 39m 42s | ||||||
| 6/19/26 | ![]() Warum fällt Unternehmen die Digitalisierung so schwer, Herr Buhrmann? | Peter Buhrmann ist seit dem September des vergangenen Jahres Deutschland-Chef des IT-Beratungsunternehmens GFT Technologies. Zu dessen Kunden zählen vor allem auch Banken und Versicherer, also Unternehmen aus strenger regulierten Branchen. Die Künstliche Intelligenz setzt gegenwärtig aber nahezu jeden Anbieter unter Druck, große Konzerne, kleine und mittelgroße Unternehmen, Dienstleister und Industrie. Sie müssen mitunter alte Software-Systeme und Datenbanken auf neue Plattformen überführen - und das während des laufenden Betriebs. Wie geht das richtig? Was sind die Fallstricke? Und wie schlägt sich Deutschland eigentlich insgesamt in der Digitalisierung? Wie können und müssen wir unabhängiger werden auch von amerikanischen Tech-Anbietern. Über all das sprechen wir in diesem Podcast. Und nicht zuletzt über die Frage, wie eigentlich die GFT ihre Mitarbeiter in der KI besser aus- und weiterbildet. | 38m 38s | ||||||
| 6/12/26 | ![]() Warum gibt es keinen deutschen Batteriehersteller, Herr Winter?✨ | BatterieproduktionElektromobilität+4 | Professor Martin Winter | VolkswagenCATL+1 | ThüringenSalzgitter+1 | BatterieElektrofahrzeug+7 | — | 53m 51s | |
| 6/4/26 | ![]() Milliarden für den Wandel✨ | DigitalisierungDekarbonisierung+4 | Marcus Schenck | LazardMcKinsey+3 | BerlinDeutschland+2 | DigitalisierungDekarbonisierung+5 | — | 42m 39s | |
| 5/28/26 | ![]() Digitale Meilensteine bei FAZ.NET✨ | digital innovationjournalism+3 | Cai Tore PhilippsenRobert Wenkemann | FAZ+ PremiumFrankfurter Allgemeinen Zeitung+1 | Deutschland | digital innovationFAZ.NET+5 | — | 38m 46s | |
| 5/22/26 | ![]() SpaceX geht an die Börse – was steckt alles in dem Unternehmen?✨ | SpaceXBörseneinführung+4 | — | SpaceX | — | SpaceXBörsenprospekt+4 | — | 37m 49s | |
| 5/15/26 | ![]() Unsere digitale Souveränität hängt von vier Dingen ab✨ | digitale SouveränitätKünstliche Intelligenz+4 | Antonio Krüger | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche IntelligenzEintracht Frankfurt+3 | DeutschlandEuropa+1 | digitale SouveränitätKünstliche Intelligenz+5 | — | 44m 38s | |
| 5/8/26 | ![]() Google obenauf, Amazons Werbegeschäft brummt – und was ist mit Apple und Meta?✨ | GoogleAlphabet+4 | — | ChatGPTGoogle+4 | — | GoogleAlphabet+6 | — | 44m 18s | |
| 4/30/26 | ![]() Wann verschwindet das Lenkrad wirklich? Ein Gespräch mit MOIA-Chef Meyer✨ | autonomous vehiclesride-pooling+3 | Sascha Meyer | ID. Buzz ADMOIA+2 | Deutschland | MOIAride-pooling+6 | — | 36m 50s | |
| 4/24/26 | ![]() KI: Ein System-Update für die deutsche Industrie✨ | Künstliche IntelligenzWettbewerbsfähigkeit+4 | — | F.A.Z. | DeutschlandEuropa | Künstliche IntelligenzIndustrie+5 | — | 24m 30s | |
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| 4/17/26 | ![]() Um welche KI geht es auf der Hannover Messe, Herr Köckler?✨ | Künstliche IntelligenzIndustrie+4 | — | Deutsche Messe AG | DeutschlandBrasilien | Hannover MesseKünstliche Intelligenz+5 | — | 39m 57s | |
| 4/10/26 | ![]() Ist die Künstliche Intelligenz bald so klug wie wir?✨ | Künstliche IntelligenzTechnologie+3 | Holger HoosAntonio Krüger | RWTH AachenDeutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz+1 | KanadaNiederlande+1 | Künstliche IntelligenzHolger Hoos+3 | — | 54m 10s | |
| 4/2/26 | ![]() Warum Drohnen-Software über unsere Sicherheit entscheidet✨ | DronesSoftware+3 | Lorenz Meier | AuterionETH Zürich+1 | Frankfurt | dronessoftware+5 | — | 42m 20s | |
| 3/26/26 | ![]() Fraunhofer-Präsident Hanselka: Wir müssen viel mehr für unsere Unternehmer tun✨ | Künstliche Intelligenztechnischer Fortschritt+3 | Holger Hanselka | Fraunhofer-GesellschaftFrankfurter Allgemeine Zeitung | Deutschland | Künstliche IntelligenzFraunhofer-Gesellschaft+4 | — | 1h 08m 40s | |
| 3/20/26 | ![]() "One more thing": Apple wird 50 Jahre alt – und nun?✨ | Apple historyiPhone impact+4 | — | iPhoneiMac+3 | — | AppleiPhone+5 | — | 1h 06m 22s | |
| 3/13/26 | ![]() Warum chatten Sie mit Maschinen in der Fabrik, Herr Krattenmacher?✨ | Künstliche Intelligenzindustrielle Produktion+3 | Dr. Hans Krattenbacher | Chat GPTGemini+2 | Deutschland | Künstliche Intelligenzindustrielle KI+4 | — | 45m 38s | |
| 3/6/26 | ![]() Keine Innovation mehr bei Smartphones und Mobilfunk?✨ | smartphonesmobile networks+3 | — | Smartphone-MarktMobile World Congress | — | smartphonesmobile networks+3 | — | 36m 30s | |
| 2/27/26 | ![]() Das neue Terminal 3: Wenn Infrastruktur zur Identität wird✨ | infrastructurearchitecture+3 | — | Frankfurter FlughafenFrankfurter Allgemeine Zeitung | FrankfurtTerminal 3 | Terminal 3Frankfurt Airport+4 | — | 1h 12m 03s | |
| 2/20/26 | ![]() Vorsicht vor fragwürdigen KI-Weiterbildungen✨ | Künstliche IntelligenzWeiterbildung+3 | — | F.A.Z. | — | KI-WeiterbildungZertifikat+5 | — | 27m 47s | |
| 2/12/26 | ![]() Auterion: Das Android der Lüfte | Der Blick auf die Drohnenwirtschaft war lange Zeit ein Blick auf Fluggeräte: Quadrocopter, Tragflächen, Rotoren. Doch in der Robotik vollzieht sich derzeit eine Verschiebung der Wertschöpfung, wie man sie zuvor bei Computern und Smartphones beobachtet hat. Die Hardware wird zunehmend zur austauschbaren Hülle, zur „Commodity“. Die Intelligenz und die strategische Kontrolle wandern in den Code. Lorenz Meier, Co-Gründer und CEO des deutsch-amerikanischen Softwareunternehmens Auterion, treibt diesen Wandel maßgeblich voran. Im Podcast erläutert Meier, warum der Westen einen gemeinsamen Software-Standard benötigt. Meier, der seine technologischen Wurzeln an der ETH Zürich hat, gilt als Architekt der modernen Drohnensteuerung. Mit „PX4“ entwickelte er den heute führenden Open-Source-Standard für Autopiloten. Darauf aufbauend bietet sein Unternehmen Auterion heute ein Betriebssystem – „Auterion OS“ – an, das als Bindeglied zwischen verschiedenen Hardware-Plattformen und den Anwendungen der Nutzer fungiert. Auterion positioniert sich als das „Android“ für die Robotik. Das Ziel ist Interoperabilität. Bislang kochte in der westlichen Welt fast jeder Drohnenhersteller sein eigenes Süppchen mit proprietärer Steuerungssoftware. Das Ergebnis war eine Fragmentierung, die es unmöglich machte, Skaleneffekte zu nutzen oder Geräte verschiedener Hersteller in einem einheitlichen Verbund zu steuern. Auterion durchbricht diese Logik. Durch das Betriebssystem können Drohnen unterschiedlicher Bauart und von verschiedenen Herstellern mit derselben Benutzeroberfläche gesteuert und vernetzt werden. Für den Nutzer bedeutet das eine massive Vereinfachung: Die Schulung auf diverse Systeme entfällt, und Daten können nahtlos zwischen den Geräten ausgetauscht werden. Die Bedeutung dieses Ansatzes geht jedoch weit über technische Effizienz hinaus; sie ist hochpolitisch. Der globale Drohnenmarkt wird von chinesischen Anbietern dominiert. Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen suchen westliche Regierungen, Sicherheitsbehörden und das Verteidigungsbündnis NATO nach vertrauenswürdigen Alternativen, die keine sensiblen Daten nach Asien übermitteln. Meier argumentiert, dass der Westen diesen Rückstand nicht aufholen kann, indem jedes Unternehmen isoliert versucht, eine bessere Drohne als DJI zu bauen. Stattdessen liefert Auterion die gemeinsame digitale Infrastruktur, auf der Hardware-Hersteller aufsetzen können. Dies ermöglicht eine Art „Software-Defined Warfare“: Die physische Drohne kann im Einsatz verloren gehen oder ausgetauscht werden, entscheidend bleiben die KI-gestützte Aufklärung, die Vernetzung im Schwarm und die Fähigkeit, neue Applikationen – ähnlich wie Apps auf einem Smartphone – kurzfristig aufzuspielen. Mit diesem Ansatz hat sich Auterion inzwischen als Systemlieferant für Regierungen und Verteidigungskräfte etabliert. | 32m 26s | ||||||
| 2/6/26 | ![]() Wie eine Redaktion auf KI-Reise geht | Künstliche Intelligenz verändert den Journalismus fundamental – doch wie nimmt man eine ganze Redaktion und die kaufmännischen Abteilungen auf diese Reise mit? In der aktuellen Folge des FAZ Digitalwirtschaft Podcasts blicken wir hinter die Kulissen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und sprechen über ein zentrales Element der digitalen Transformation: den internen KI-Tag. Zu Gast ist Sina Solveig Söhren, Deputy Head Team AI bei der FAZ, die diesen Tag maßgeblich mitgestaltet hat. Im Gespräch erläutert Söhren, warum es für ein modernes Medienhaus nicht ausreicht, Lizenzen für Software zu verteilen, sondern warum es Formate braucht, die Begegnung und Ausprobieren ermöglichen. Sie beschreibt die Strategie hinter dem Event, das gezielt unterschiedliche Wissensstände adressiert: Von Praxis-Werkstätten für Einsteiger, die ihre ersten Berührunsgpunkte mit KI haben, bis hin zu Deep Dives für Fortgeschrittene, die bereits komplexe Workflows automatisieren wollen. Neben der reinen Anwendungskompetenz spielen dabei auch Diskussionsformate eine wesentliche Rolle, um ethische Fragen und die kulturellen Auswirkungen des Technologiewandels offen im Haus zu debattieren. Ein inhaltliches Highlight des Tages war der Impuls von Nikita Roy. Die kanadische Medieninnovatorin und Datenwissenschaftlerin gilt als eine der führenden Stimmen an der Schnittstelle von Journalismus und künstlicher Intelligenz. Bekannt wurde sie unter anderem als Host des Podcasts „Newsroom Robots“ und durch ihre Arbeit am „International Center for Journalists“ (ICFJ), wo sie Newsrooms in Fragen der KI-Integration berät. In ihrem Vortrag differenzierte sie scharf zwischen „AI in Media“ – also der Nutzung von Tools zur Effizienzsteigerung – und „Media in AI“, womit sie die essenzielle Rolle von Qualitätsjournalismus als Vertrauensanker und Datenbasis im neuen KI-Ökosystem beschreibt. Diese Episode bietet spannende Einblicke, wie Tradition und technologische Avantgarde in der Praxis zusammenfinden. | 32m 25s | ||||||
| 1/30/26 | ![]() Wie schlimm steht es um Tesla und warum boomt das iPhone wieder? | Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla streicht zwei Modelle aus seinem Angebot und legt schwache Geschäftszahlen vor. Sein Chef, der vielseitige Unternehmer Elon Musk, stellt indes vor allem auf eine aus seiner Sicht verheißungsvolle Zukunft ab und ein Produkt, das regelrecht revolutionär sein soll: den humanoiden Roboter, der irgendwann (fast) alles können und sogar das amerikanische Bruttoinlandsprodukt messbar steigern soll. Die Anleger zumindest scheinen nicht allzu sehr zu zweifeln - nach wie vor ist der Konzern an der Börse ein Billionenwert und zumal wertvoller als die traditionellen Automobilhersteller. Doch wie steht es um das Geschäft das Tesla macht. Wie schlagen sich die verbliebenen Fahrzeuge, wie die Energiesparte, wie die Robotaxi-Idee? Und bleibt Musk weiterhin an der Spitze des Unternehmens? Darüber sprechen wir in dieser Episode. Darüber hinaus geht es aber auch um zwei andere amerikanische Tech-Konzerne: den iPhone-Hersteller Apple und das soziale Netzwerk Meta. Das iPhone hat sich in den zurückliegenden drei Monaten viel besser verkauft als gedacht, und dies übrigens auch in China. Apple verdiente prächtig. Doch was sagt das aus? Helfen die neuen Verkaufszahlen darüber hinweg, dass der Konzern in der Künstlichen Intelligenz nicht so schnell vorankommt wie erhofft und für seinen Sprachassistenten auf die Google-KI Gemini setzen wird? Und dann ist da noch der von Mark Zuckerberg geführte Meta-Konzern, der deutlich höhere Investitionen in KI in diesem Jahr in Aussicht gestellt hat. Auch dieses Unternehmen, zu dem die Dienste Facebook, Instagram und Whatsapp gehören, verdient weiter prächtig aufgrund der hohen Werbeerlöse. Zugleich hat Gründer Zuckerberg zuletzt die KI-Abteilung neu strukturiert und besetzt. Was ist da zu erwarten? Über all das diskutieren wir in dieser Episode. | 35m 00s | ||||||
| 1/23/26 | ![]() Was sind die Lehren aus Davos? | Natürlich war das Weltwirtschaftsforum in diesem Jahr so weltpolitisch wie lange nicht mehr. Der vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump losgetretene Streit um Grönland, seine Rede in Davos und die Rede des kanadischen Premierministers Mark Carney standen im Mittelpunkt: Und mit ihnen die Frage, wie es um das transatlantische Verhältnis eigentlich steht und ob die bestehende Weltordnung zusammen gebrochen ist oder zumindest kurz davor steht. Zugleich ist Davos aber nach wie vor ein Treffen auch der wichtigsten Manager der Welt, es geht eben um Wirtschaftsfragen, um unternehmerischen Erfolg. Und um Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Wer in dieser Schlüsseltechnologie die Nase vorne hat, wird sich nicht nur kommerziell durchsetzen. Der Nvidia-Vorstandsvorsitzende Jensen Huang war in Davos, der Palantir-Chef Alexander Karp, SAP-Chef Christian Klein. Gezeigt hat sich in diesem Jahr: Die Amerikaner blicken zunehmend bemitleidend auf Europa - eben auch die Unternehmer. Das war vor 10 Jahren noch anders. Wie also steht es technologisch um Deutschland und Europa? Was für eine Beziehung besteht gerade zwischen Europa und Amerika? Reden amerikanischen Manager hinter vorgehaltener Hand anders, als wenn Donald Trump ihnen zuhört. Über all das sprechen wir in dieser Episode. | 31m 42s | ||||||
| 1/16/26 | ![]() Google lässt die anderen Tech-Konzerne hinter sich - woran das liegt | Das amerikanische Technologie-Unternehmen Alphabet hat seinen Börsenwert seit April des vergangenen Jahres um 120 Prozent gesteigert, also mehr als verdoppelt. Der Grund dafür liegt in überzeugender Künstlicher Intelligenz - und der Fähigkeit Googles, quasi die ganze Wertschöpfungskette zu beherrschen, von Modellen bis zu speziellen Chips. Gegenwärtig punktet der Konzern konkret mit zwei Dingen. Erstens wird Googles KI-Modell Gemini die nächste Generation des Apple-Sprachassistenten Siri antreiben und Google damit Zugang zu Milliarden Internetnutzern auf allen iPhones, iPads und Macs bringen. Zweitens definiert Google den Onlinehandel mit dem Start des Universal Commerce Protocol neu. „Agentic Commerce“ nennt sich das Verfahren, das Google wieder zur ersten Anlaufstelle für den Onlineeinkauf machen soll und womöglich sogar den Marktführer Amazon gefährden könnte. Google ist an der Börse nun mehr als vier Billionen Dollar wert. Nur der Chipkonzern Nvidia ist noch wertvoller. Dafür wirken die anderen Tech-Unternehmen recht abgeschlagen. Warum sich Meta, Microsoft und Apple schwerer tun und wie es um Open AI gerade steht, auch das diskutieren wir in dieser Episode. | 37m 49s | ||||||
| 1/9/26 | ![]() Wenn die KI den Chatbot verlässt | Wer noch geglaubt hat, die Auswirkungen der Künstliche Intelligenz (KI) beschränkten sich vor allem auf schlaue Textgeneratoren auf dem Bildschirm, ist auf der CES 2026 endgültig eines Besseren belehrt worden. Im Gespräch beschreibt unser Amerika-Korrespondent Roland Lindner die Atmosphäre in Las Vegas als den Startschuss für die Ära der „Physical AI“. Das war das allgegenwärtige Schlagwort der Messe: KI-Modelle, die nicht mehr nur dichten und malen, sondern die physikalischen Gesetze unserer Welt verstehen, um Roboter, Fahrzeuge und ganze Fabriken zu steuern. Deutlich wurde dies unter anderem beim Auftritt des Chefs des amerikanischen Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang. Die Auswirkungen sind sofort spürbar: Mercedes-Benz nutzt diese Plattform für den neuen CLA, der im ersten Quartal 2026 startet. Das System soll sich in den kommenden Jahren schnell weiterentwickeln, folgt keinen starren Regeln mehr, sondern „versteht“ Verkehrssituationen – ein Sprung, den Experten als den „ChatGPT-Moment“ der Automobilbranche bezeichnen. Doch nicht nur auf der Straße, auch in der Industrie vollzieht sich dieser Wandel. Im „Industrial Metaverse“ werden Fabriken künftig vollständig simuliert, bevor auch nur ein Stein gesetzt wird, was Planungsfehler drastisch minimieren soll. Hier ist Siemens vorne mit dabei. Das vielleicht überraschendste Thema der CES war jedoch die massive Präsenz der US-Regierung. Unter dem Titel „Genesis Mission“ treibt sie Initiative voran, die man als aggressivste staatliche Intervention in den Tech-Sektor seit Jahrzehnten bezeichnen muss. Ziel ist die Verdopplung der US-Forschungsleistung binnen zehn Jahren durch den Einsatz von KI. Michael Kratsios, der Wissenschaftsberater des Präsidenten, trat gemeinsam mit AMD-Chefin Lisa Su auf, um diese Verzahnung von nationalem Interesse und Privatwirtschaft zu demonstrieren. Während die Stimmung im B2B- und Regierungsgeschäft euphorisch ist, zieht für den normalen Konsumenten ein Gewitter auf. Ein Thema, das wie eine dunkle Wolke über der Messe hing, ist die Preisentwicklung bei Speicherchips. Samsung und andere Hersteller haben Preiserhöhungen von bis zu 60 Prozent durchgesetzt. Der Grund ist der unersättliche Hunger der KI-Rechenzentren, der die Kapazitäten verknappt. Die Situation ist so angespannt, dass AMD sogar erwägt, ältere Plattformen künstlich am Leben zu erhalten, um preissensible Märkte überhaupt noch bedienen zu können. | 33m 01s | ||||||
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