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373. Der Podcast-Krieg: Abwehrstrategien gegen soziale Emporkömmlinge
Jun 4, 2026
35m 51s
375. Psychiater Bonelli erklärt: Wieso alle „verrückt“ geworden sind
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372. Neid macht arm - Dr. Dr. Zitelmann und Prof. Rieck über Nullsummendenken
May 30, 2026
1h 07m 38s
371. „Wer morgens früh zur Arbeit fahren darf, ist privilegiert.“ - Prof Rieck
Apr 22, 2026
370. Drastische Änderung der Wehrpflicht und keiner hat es gemerkt - Prof Rieck
Apr 15, 2026
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| 6/4/26 | ![]() 373. Der Podcast-Krieg: Abwehrstrategien gegen soziale Emporkömmlinge✨ | social dynamicsmedia regulation+3 | — | NiusSPD+2 | — | social newcomersmedia regulation+3 | — | 35m 51s | |
| 6/1/26 | ![]() 375. Psychiater Bonelli erklärt: Wieso alle „verrückt“ geworden sind | Gesellschaftskritik: Welche systematischen Fehler machen wir beim Denken und welche Folgen hat das für unser Leben und die Gesellschaft? Wie können wir es besser machen? Davon handelt dieses Gespräch zwischen dem Psychiater Raphael Bonell und Prof. Rieck. | — | ||||||
| 5/30/26 | ![]() 372. Neid macht arm - Dr. Dr. Zitelmann und Prof. Rieck über Nullsummendenken✨ | NeidNullsummendenken+3 | Dr. Dr. Zitelmann | — | — | NeidNullsummendenken+3 | — | 1h 07m 38s | |
| 4/22/26 | ![]() 371. „Wer morgens früh zur Arbeit fahren darf, ist privilegiert.“ - Prof Rieck✨ | privilegetax policy+3 | — | FAZRieck Verlag+1 | — | privilegetax+6 | — | — | |
| 4/15/26 | ![]() 370. Drastische Änderung der Wehrpflicht und keiner hat es gemerkt - Prof Rieck✨ | WehrpflichtGesetzesänderung+4 | — | BundeswehrWehrpflichtgesetz+4 | DeutschlandFrankfurt | WehrpflichtgesetzBundeswehr+4 | — | — | |
| 4/4/26 | ![]() 369. Abofalle Demokratie? Wie uns 'KI-Slop' systematisch manipuliert - Prof Rieck✨ | manipulationpolitical parties+3 | — | Team RieckRieck Verlag | — | manipulationpolitical parties+5 | — | — | |
| 3/28/26 | ![]() 368. Die größte Steuer-Abzocke aller Zeiten - Prof Rieck✨ | SteuererhöhungenEhegattensplitting+3 | — | SPDRieck Verlag+2 | — | SteuererhöhungEhegattensplitting+3 | — | 27m 31s | |
| 3/21/26 | ![]() 367. Warum geht dafür niemand ins Gefängnis? Die schmutzige Wahrheit hinter dem Schulden-Kartell! - Prof Rieck✨ | SchuldenRegierung+3 | — | Anleitung zur SelbstüberlistungIfo+1 | — | SchuldenSondervermögen+5 | — | — | |
| 3/14/26 | ![]() 366. Benzinpreis-Erhöhung verboten! Was bedeutet das für Sie? - Prof Rieck✨ | BenzinpreisWirtschaftspolitik+3 | — | Becker/Pfeifer/SchweikertBernhardt/Breiderhoff/Dewenter+3 | Österreich | BenzinpreisWirtschaftsministerin+3 | — | 28m 36s | |
| 3/8/26 | ![]() 365. Das Ende der Freiheit? Wie das Social Media Verbot Sie lautlos enteignet! - Prof Rieck✨ | Social Media BanYouth Protection+4 | — | StatistaDeutsches Schulportal+1 | AustralienJugendliche | Social MediaYouth Protection+5 | — | 27m 16s | |
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| 3/1/26 | ![]() 364. Das Fernsehen fälscht Bilder, die Polizei verfolgt Bagatellen – was steckt dahinter? - Prof Rieck✨ | PolicingBureaucracy+3 | — | Die 36 Strategeme der KriseHörbuch+3 | — | policebureaucracy+6 | — | 18m 21s | |
| 2/21/26 | ![]() 363. Steuer-Abzocke auf Kapitalerträge: Papiergewinne sollen versteuert werden - Prof Rieck✨ | SteuerrechtKapitalerträge+3 | — | Bundesverfassungsgericht | HollandFrankreich | Steuer-AbzockeKapitalerträge+3 | — | 37m 24s | |
| 2/14/26 | ![]() 362. KI bevorzugt Frauen - und lügt darüber - Prof Rieck✨ | AI biasgender preference+4 | — | Arcushin | — | AIbias+5 | — | 18m 22s | |
| 2/7/26 | ![]() 361. Streik-Wahnsinn: Warum rationale Verhandlungen scheitern MÜSSEN - Prof Rieck | Wieso gibt es Streiks? Rationale Spieler könnten doch das Ergebnis des Streiks vorwegnehmen und gleich dorthin springen. Was passiert während eines Streiks aus Sicht der Rationaltheorie? Diese und weitere spieltheoretische Fragen zu Streik und Verhandlung behandelt diese Episode. Zum Webinar über spieltheoretisches Verhandeln: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo WEITERE INFORMATIONEN Das Hicks-Paradoxon: Warum Streiks ökonomisch irrational scheinen Aus Sicht der klassischen Spieltheorie ist ein Streik ein Symptom kollektiver Ineffizienz. Das nach Sir John Hicks benannte Hicks-Paradoxon postuliert: Da ein Streik den zu verteilenden „Kuchen" (die ökonomische Rente) durch Produktionsausfälle verkleinert, müssten rationale Akteure, die das Endergebnis antizipieren, dieses sofort akzeptieren. Man würde die Streikkosten sparen und das identische Resultat ohne Wohlstandsverluste erzielen. Dass Streiks dennoch stattfinden, ist primär auf asymmetrische Informationen zurückzuführen. In einem Szenario unvollständiger Information fungiert der Streik als kostspieliges Signaling-Device. Da Lippenbekenntnisse in Verhandlungen billig sind („Cheap Talk"), nutzen Parteien den Streik, um die „Wahrheit" über die Schmerzgrenze der Gegenseite zu erzwingen. Nur ein wirtschaftlich schwaches Unternehmen gibt schnell nach; nur eine wirklich entschlossene Gewerkschaft hält lange durch. Der ökonomische Verlust ist somit der Preis für die Offenbarung privater Informationen über die tatsächliche Machtverteilung. Externe Effekte und „Parasitäre Kooperation" Ein gravierendes Problem bei Streiks in der kritischen Infrastruktur ist die Divergenz zwischen privaten und sozialen Kosten. Während in der Industrie die Streikkosten weitgehend internalisiert werden (Gewinneinbußen vs. Lohnverzicht), beobachten wir im Transportsektor massive negative externe Effekte. Wenn Akteure eine Einigung erzielen, deren Kosten durch Effizienzverluste der Gesamtwirtschaft getragen werden, sprechen wir spieltheoretisch von einer Kooperation zu Lasten Dritter. Die Beteiligten nutzen ihre strategische Position, um Renten zu extrahieren, die nicht aus eigener Produktivität stammen, sondern aus der „Geiselnahme" gesamtwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten. Der Streik wird zum Hebel, um Ressourcen von Unbeteiligten anzuzapfen. Strategische Selektivität: Die Macht des Flaschenhalses Das „Bottleneck-Problem" folgt der Logik der Verhandlungsmacht in komplexen Netzwerken. Besetzt eine kleine Gruppe einen unverzichtbaren Knotenpunkt (z. B. Stellwerker), steigt ihr strategischer Wert massiv an – nicht durch ihre Arbeitsleistung, sondern durch ihre Fähigkeit, den maximalen Stillstand zu erzwingen. Dies führt zu einer Verzerrung der Lohnstrukturen: Nicht Produktivität bestimmt das Gehalt, sondern die „Veto-Macht". Der Beamtenstatus als strategisches Bindemittel Die Forderung nach Verbeamtung ist der Versuch, das Spiel durch ein Commitment-Device zu beenden. Der Staat garantiert lebenslange Sicherheit; im Gegenzug verzichtet der Akteur auf sein strategisches Instrument, das Streikrecht. Auch falls diese Konstruktion juristisch Bestand haben sollte, bleibt die Herausforderung: Wie schafft man Leistungsanreize in einem System ohne Wettbewerb und ohne die Drohkulisse des Arbeitskampfes? Die Verbeamtung tauscht spieltheoretische Instabilität gegen administrative Starrheit. Instagram: https://www.instagram.com/profrieck/ X/Twitter: https://x.com/profrieck?s=21 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profrieck | — | ||||||
| 1/24/26 | ![]() 359. TRUMPS GEHEIMPLAN: Warum er Grönland WIRKLICH kaufen wollte! - Prof Rieck | Warum wollte Donald Trump wirklich Grönland kaufen? Professor Rieck analysiert die spieltheoretische Logik, Geopolitik und Verhandlungstechnik hinter diesem globalen Schachzug: Red-Herring-Strategien, Rohstoffe wie Seltene Erden und die militärische Bedeutung der Arktis im 21. Jahrhundert. Zum Webinar über spieltheoretisches Verhandeln: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo Das erwähnte Buch „Die 36 Strategeme der Krise“: Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21 Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl Kanalmitglied werden: https://www.youtube.com/channel/UCSExr_QUT6h-4sGW5hGjrCA/join STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: Grönland als strategisches Asset Der Vorschlag, Grönland zu erwerben, war keine exzentrische Idee, sondern Ausdruck langfristiger US-Großstrategie. Bereits im 19. und 20. Jahrhundert galt Grönland als sicherheitspolitischer Schlüsselraum. 1946 boten die USA 100 Millionen Dollar in Gold – Grönland wurde als „unsinkbarer Flugzeugträger“ im Nordatlantik bewertet. Rohstoff-Ökonomie und China-Risiko Ökonomisch ist Grönland relevant wegen Seltener Erden. China kontrolliert heute den Großteil der globalen Veredelungskapazitäten. Das Vorkommen in Kvanefjeld stellt eine strategische Reserve dar und wäre ein Verhandlungspfand zur Reduktion westlicher Abhängigkeiten. Entscheidend ist weniger der Besitz als die Option, Lieferketten geopolitisch resilient zu machen. Arktische Geopolitik Der Klimawandel verändert die Spielregeln. Neue arktische Seewege erhöhen die Bedeutung Grönlands als Zugangskontrollpunkt. Militärisch rückt das GIUK-Gap (Greenland–Iceland–UK) wieder ins Zentrum: eine klassische Engstelle, deren Kontrolle die Bewegungsfreiheit gegnerischer U-Boot-Flotten massiv einschränkt. Institutionelle Schranken Ein „Kauf“ ist heute faktisch unmöglich. Das Selbstverwaltungsgesetz von 2009 überträgt die Entscheidungshoheit auf die grönländische Bevölkerung. Jede Statusänderung erfordert ein Referendum. Die Transaktionskosten für externe Akteure steigen dadurch erheblich – Souveränität wird zum zentralen Verhandlungshindernis. ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK: Instagram: https://www.instagram.com/profrieck/ X/Twitter: https://x.com/profrieck?s=21 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profrieck #profrieck #trump #greenland Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision bekomme. Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind weder finanzieller noch medizinischer Rat oder persönliche Empfehlung. | — | ||||||
| 1/10/26 | ![]() 357. Jahresrückblick: Wieso Politiker lügen und die Presse ihren Job nicht mehr macht (Commitment-Problem) - Prof Rieck | Zum Webinar über spieltheoretisches Verhandeln: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo Das erwähnte Buch „Die 36 Strategeme der Krise“: Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21 Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl Kanalmitglied werden: https://www.youtube.com/channel/UCSExr_QUT6h-4sGW5hGjrCA/join ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: In der spieltheoretischen Analyse von Kommunikation – sogenannten Signaling Games – ist ein Signal nur dann informativ, wenn es für den Sender Kosten verursacht, die untrennbar mit Qualität oder Wahrheitsgehalt verbunden sind (Costly Signaling). Genau dieser Mechanismus ist in der heutigen Medienlandschaft weitgehend kollabiert und wurde durch einen Dauerzustand von Cheap Talk ersetzt. Das Scheitern des Separating-Gleichgewichts In funktionierenden Informationsmärkten entsteht ein Separating-Gleichgewicht: Seriöse Akteure setzen ihre Reputation als Einsatz ein und skandalisieren nur dann, wenn reale Missstände vorliegen. Falschmeldungen wären für sie langfristig zu teuer. Die moderne Aufmerksamkeitsökonomie hat diese Logik jedoch umgedreht. Die Grenzkosten für Empörung sind nahezu null, während Klick-Erträge sofort realisiert werden. Unter diesen Bedingungen ist es rational, jedes Ereignis maximal aufzublasen. Wird Empörung billig, verliert sie ihren Informationswert. Signalinflation und Babbling Equilibrium Die Folge ist eine klassische Signalinflation. Wenn ein banaler Versprecher medial gleich behandelt wird wie ein systemischer Skandal, kollabiert der Signal-Rausch-Abstand. Spieltheoretisch resultiert dies in einem Babbling Equilibrium: Signale werden zwar permanent gesendet, tragen aber keine Information mehr über die Realität. Der Empfänger erkennt das Muster und hört auf zuzuhören. Das mediale Dauergeschrei wird zur Hintergrundstrahlung. Strategische Konsequenzen Das gesellschaftliche Paradoxon: Diese permanente Skandalisierung schützt jene Akteure, die eigentlich kontrolliert werden sollen. In einer Welt, in der alles Skandal ist, existiert kein wirksamer Skandal mehr. Relevante Fehlentwicklungen verschwinden im Rauschen der nächsten Empörungswelle. Für politische Entscheider sinken damit die Kosten von Fehlverhalten – sie können darauf vertrauen, dass es im Informationslärm untergeht. ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK: Instagram: https://www.instagram.com/profrieck/ X/Twitter: https://x.com/profrieck?s=21 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profrieck #profrieck #2025 #deutschland Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision bekomme. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind weder finanzieller noch medizinischer Rat oder persönliche Empfehlung. | — | ||||||
| 1/4/26 | ![]() 356. ADAC will höhere Spritpreise. Was steckt dahinter? - Prof Rieck | Anmeldung zum Webinar über spieltheoretisches Verhandeln: https://www.rieck-verlag.de/verhandlungsinfo Interview mit dem ADAC: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/sprit-teurer-machen-adac-wirbt-fuer-co2-preis-4965313 Die 36 Strategeme der Krise: Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B089CZ3Y6R/ref=nosim/christianriec-21 Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl Kanalmitglied werden: https://www.youtube.com/channel/UCSExr_QUT6h-4sGW5hGjrCA/join STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: Die Debatte um die Neupositionierung des ADAC ist ein lehrreiches Beispiel für die spieltheoretische Analyse institutioneller Transformation. Um scheinbar widersprüchliche Positionen zu verstehen, müssen die Anreizstrukturen betrachtet werden, die Mitglieder und Führungseliten steuern. Exit, Voice und Loyalty Nach Albert O. Hirschman stehen unzufriedene Mitglieder vor drei Optionen: Exit (Austritt), Voice (interner Widerspruch) und Loyalty (Loyalität). Exit sendet ein starkes Signal, eliminiert aber jeden Einfluss. Voice ist kostspielig, Loyalty stabilisiert bestehende Machtverhältnisse. Strategisch kann eine Führung den Exit unbequemer Kritiker sogar begünstigen, um internen Widerstand zu reduzieren. Marsch durch die Institutionen Was als ideologische Unterwanderung erscheint, folgt oft einer Opportunitätslogik: In Institutionen mit fremder Grundausrichtung ist die Konkurrenz um Führungspositionen geringer. So kann mit begrenzten Ressourcen disproportionaler Einfluss gewonnen werden. Der pivotale Spieler und der Medianwähler Macht entsteht dort, wo Pattsituationen entschieden werden. Wer sich nahe am gesellschaftlichen Median positioniert, bleibt verhandlungsfähig. Der Wandel des ADAC vom Autoclub zum Mobilitätsakteur folgt genau dieser Logik: Anschlussfähigkeit ist strategisch wertvoller als ideologische Reinheit. CO₂-Bepreisung als Second-Best-Strategie Die Unterstützung einer CO₂-Bepreisung ist weniger ideologisch als ökonomisch rational. Preismechanismen minimieren gesamtwirtschaftliche Vermeidungskosten und gelten oft als zweitbeste Lösung, um härtere Verbote zu verhindern und technologische Offenheit zu bewahren. ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK: Instagram: https://www.instagram.com/profrieck/ X/Twitter: https://x.com/profrieck?s=21 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profrieck #profrieck #adac Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision erhalte. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind weder finanzieller noch medizinischer Rat oder persönliche Empfehlung. | — | ||||||
| 12/27/25 | ![]() 355. So hat uns Frankreich ausgetrickst: Ukraine Kredit über 90 Milliarden (Verhandlungstechniken) - Prof Rieck | Anmeldung zum Gratis-Webinar über spieltheoretisches Verhandeln: ► https://www.rieck-verlag.de/verhandlu... Informatives Buch zu strategischem Handeln: Die 36 Strategeme der Krise Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASI... Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl Kanalmitglied werden: / @profrieck ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: Die Transformation der Haftungsarchitektur – Eurobonds und Moral Hazard Aus spieltheoretischer Sicht verändert die schleichende Einführung von Gemeinschaftsschulden (Eurobonds) die Anreizstrukturen der EU grundlegend. In nationalen Anleihensystemen fungieren Zinssätze als Preissignale für fiskalische Disziplin. Sie zwingen Staaten, die Kosten eigener Risikoentscheidungen selbst zu tragen. Mit gesamtschuldnerischer Haftung wird dieses Signal verzerrt. Es entsteht ein Common-Pool-Problem: Die Kreditwürdigkeit stabiler Länder wird als kollektives Gut genutzt, wodurch für andere der Anreiz zur Haushaltsdisziplin sinkt. Die Kosten expansiver Fiskalpolitik werden sozialisiert, während politische Gewinne lokal verbleiben. Deutschland gibt damit ein zentrales Stabilitätsinstrument auf und akzeptiert faktisch eine Transferunion, was langfristig zu Kapitalfehlallokation führt. Institutionelle Integrität und Reputation als strategisches Kapital Die Debatte um die Nutzung russischer Vermögenswerte bei Institutionen wie Euroclear berührt die Grundlagen internationaler Kooperation. In wiederholten Spielen ist Reputation das entscheidende Kapital, um kooperative Gleichgewichte zu sichern. Clearingstellen fungieren als neutrale Knotenpunkte globalen Vertrauens, basierend auf dem Schutz von Eigentumsrechten – unabhängig von politischen Konflikten. Die politische Verwertung dieser Vermögenswerte markiert einen Wechsel von Kooperation zu Defektion. Kurzfristige Vorteile stehen langfristigem Vertrauensverlust gegenüber. Globale Akteure wie China oder Indien antizipieren höhere politische Risiken und werden Reserven in alternative Systeme verlagern. Damit fördert die EU finanzielle Fragmentierung und schwächt den Euroraum als sicheren Hafen. Zeitinkonsistenz und steigende politische Risiko-Prämien Die Erosion der Rechtssicherheit ist ein klassischer Fall von Zeitinkonsistenz. Was heute opportun erscheint, untergräbt die Glaubwürdigkeit künftiger Zusagen. Für Investoren bedeutet das höhere politische Risiko-Prämien. Investitionen in Europa werden teurer, da Unsicherheit über die Stabilität der Spielregeln eingepreist wird. Wer Eigentumsrechte im laufenden Spiel relativiert, zerstört Berechenbarkeit. Dies beschleunigt den Aufstieg alternativer Abrechnungssysteme (z. B. BRICS-Initiativen). Langfristig riskieren europäische Entscheidungsträger, für kurzfristige fiskalische Entlastung geopolitische Relevanz und institutionelle Stärke zu opfern – ein klassischer Fall strategischer Kurzsichtigkeit, bei dem die Kosten im „Schatten der Zukunft“ die heutigen Gewinne übersteigen. ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK: ○ Instagram: / profrieck ○ Twitter: / profrieck ○ LinkedIn: / profrieck #profrieck #europe #ukraine Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein. Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind kein finanzieller oder medizinischer Rat. | — | ||||||
| 12/21/25 | ![]() 354. Warum Jaguar & Tesla ihre Kunden jetzt verraten! (Strategie der Positionierung) - Prof Rieck | Wie ruiniert man ein Unternehmen – oder ein ganzes Land? Durch eisernes Festhalten an einer offensichtlich unsinnigen Strategie, die sich von der Realität abkoppelt. Kommt der Verbesserungsprozess nicht von innen, kommt er von außen: als Pleite. Zur Webinar-Vormerkung: https://www.rieck-verl… Die erwähnten Bücher: Sapiens: https://www.amazon.de/… Nexus: https://www.amazon.de/… [1] https://de.wikipedia.o… [2] Colgate-Lasagne: https://www.reddit.com… (Möglicherweise gab es Konzepte oder Testmärkte; eventuell handelt es sich um ein frühes Meme.) STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. Ein gutes Weihnachtsgeschenk für Strategen: Die 36 Strategeme der Krise Print: https://www.amazon.de/… Hörbuch: https://payhip.com/b/4… ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: Die Ökonomie der Haltung – Strategie im Hyper-Commodity-Wettbewerb In der klassischen Mikroökonomie bedeutet vollständige Commoditisierung reinen Preiswettbewerb: Sind Produkte perfekt substituierbar, konvergiert der Preis gegen die Grenzkosten, die Marge verschwindet im „Red Ocean“ der Austauschbarkeit. Aus spieltheoretischer Sicht ist politische oder moralische Positionierung weniger ein Werteimpuls als ein rationaler Versuch horizontaler Differenzierung. Wenn vertikale Differenzierung („besser“ oder „billiger“) ausgeschöpft ist, bleibt nur die Neukartierung des Präferenzraums der Konsumenten. 1. Signalökonomie der Identität Konsumgüter fungieren zunehmend als soziale Signale. Der Käufer erwirbt nicht nur einen Gebrauchswert, sondern sendet ein kostspieliges Signal (Costly Signaling) seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten In-Group. Die Marke liefert dafür das Narrativ. 2. Der Trade-off: Nische statt Masse Haltung ist ein kalkulierter Spielzug im Nicht-Nullsummenspiel. Unternehmen akzeptieren bewusst Verluste bei der Out-Group, um die Auszahlung innerhalb der Zielgruppe zu erhöhen. Polarisierung steigert die Wechselkosten: Ein Markenwechsel wird zum Identitätsbruch – psychologisch teuer und damit unwahrscheinlicher. 3. Clustering im gesättigten Markt Provokation kann der einzige Weg sein, neue Clustering-Effekte zu erzeugen. Unternehmen schaffen ein künstliches Monopol innerhalb einer sozialen Blase. Der Verlust der Gegenseite ist dabei kein Kollateralschaden, sondern Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Nur ein Signal, das Widerstand auslöst, besitzt spieltheoretische Trennschärfe. Merksatz: In gesättigten Märkten wird Haltung zum Produktmerkmal – oft zum letzten verbleibenden Instrument, um die Preiselastizität der Nachfrage bei totaler Substituierbarkeit zu senken. #profrieck #jaguar #tesla Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein. Vielen Dank, falls Sie diese nutzen! Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind weder finanzieller noch medizinischer Rat. | — | ||||||
| 12/13/25 | ![]() 353. Bärbel Bas: Hält Steuern für Freibier - Prof Rieck | Bundesministerin Bas erklärt stolz, ihre Maßnahmen würden die Beitragszahler nicht belasten. Das Publikum lacht, Frau Bas verweigert die inhaltliche Diskussion und wendet stattdessen Strategem 21 an, um sich aus der Situation zu lösen. Ich nenne u. a. die Argumente, die sie hätte vorbringen können – offenbar aber nicht kannte. [1] Robert Habeck sagte in der Weihnachtsansprache 2023: „Zum Beispiel, dass wir als Staat die EEG-Umlage bezahlen und nicht die Bürgerinnen und Bürger.“ Es ist derselbe Denkfehler wie bei Bas: Eine Finanzierung aus Steuergeldern wird fälschlich als „keine Belastung“ dargestellt. Voranmeldung für das Webinar zu spieltheoretischem Verhandeln: https://www.rieck-verlag.de/verhandlu... STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. Die 36 Strategeme der Krise: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASI... Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: Ökonomische Inkonsistenz der Rentenfinanzierung Kern der Kritik ist die Finanzierung der Renten-Haltelinie, die Rentenniveau (48 %) und Beitragssatz (20 %) stabilisieren soll. Die Behauptung, dies geschehe „aus Steuermitteln“ und belaste Beitragszahler nicht, ist ökonomisch falsch. In einem nationalen Finanzsystem existieren nur zwei Einnahmequellen: Beiträge und Steuern. Eine Subventionierung der Rentenkasse aus Steuern stellt keine Entlastung dar, sondern lediglich eine Verlagerung der Belastung von einer Säule zur anderen. Da nahezu jeder Beitragszahler auch Steuerzahler ist, findet sehr wohl eine Belastung statt. Eine gegenteilige Darstellung verkennt die staatliche Budgetrestriktion und wirkt fachlich unhaltbar. Kritisch ist zudem die stärkere Besteuerung von Kapitaleinkünften zur Stabilisierung des Umlagesystems. Angesichts des demografischen Wandels ist private, kapitalgedeckte Vorsorge eine notwendige Ergänzung. Ihre steuerliche Schwächung untergräbt die langfristig erforderliche Diversifikation der Altersvorsorge. Strategem 21 – Die Haut der Zikade abwerfen Die politische Reaktion lässt sich mit Strategem Nr. 21 erklären: In einer ausweglosen Situation wird eine leere „Hülle“ zurückgelassen, um sich der Verantwortung zu entziehen. Statt über ökonomische Argumente zu sprechen, wurde die Debatte auf Nebenschauplätze verlagert: angebliches Auslachen der Person, Geschlechterfragen, Klassenkampfparolen. Die Ministerin stilisiert sich zur Opferfigur und delegitimiert Kritiker moralisch. Dieses Ablenkungsmanöver entspricht dem von Harry G. Frankfurt beschriebenen Bullshit-Argument: Es ist gleichgültig, ob die Behauptung wahr ist – entscheidend ist allein ihre propagandistische Wirkung. Implikationen für Verhandlungen Statt Interessen von Arbeitgebern und Beitragszahlern zu analysieren, wurde eine starre Positionsverteidigung betrieben. Eine kompetente Verhandlungsführung hätte die steuerpolitischen Motive offen benannt und Interessen integriert, statt mittels Strategem die inhaltliche Verantwortung zu verlassen. #profrieck #bas Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen eine kleine Provision gezahlt wird. Vielen Dank, falls Sie diese Links nutzen! Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind kein finanzieller oder medizinischer Rat. | — | ||||||
| 12/6/25 | ![]() 352. Rentenstreit: CDU macht alles falsch (strategische Analyse) - Prof Rieck | Welche katastrophalen Fehler hat die CDU in der Verhandlung über das Rentenpaket gemacht – und wie hätte sie mehr herausholen können? Das Video analysiert die Verhandlung zwischen CDU und SPD aus spieltheoretischer Sicht. Für das Webinar über spieltheoretisches Verhandeln vormerken: https://www.rieck-verlag.de/verhandlu... STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. Mein Buch „Fürstengeld, Fiatgeld, Bitcoin – Wie Geld entsteht, einen Wert bekommt und wieder untergeht“ https://www.amazon.de/exec/obidos/ASI... https://www.westarp-bs.de/978-3-92404... Die 36 Strategeme: Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASI... Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: 1. Die Macht der Alternative – BATNA und Selbstfesselung Die BATNA („Best Alternative To a Negotiated Agreement“) definiert die minimale akzeptable Lösung. Eine Partei ohne glaubwürdige Alternative verliert Macht. CDU und schwache BATNA: Durch Unvereinbarkeitsbeschlüsse mit Linken und AfD hat die CDU ihre potenziellen Koalitionsoptionen selbst ausgeschlossen. Damit fehlt die Drohung einer glaubwürdigen Alternativkoalition – die SPD weiß das und kann härter verhandeln. Die Linke nutzt die Lücke, indem sie Gesetze durch Enthaltung ermöglicht und so verdeckte Gegenleistungen erzwingt. Auch die junge Generation hat eine implizite BATNA: Überforderung durch Beiträge könnte zur „Exit-Option“ führen – Abwanderung oder geringere Leistungsbereitschaft. 2. Werte schaffen statt nur verteilen – das Coopetition-Dilemma Verhandlungen sind selten Nullsummenspiele. Sie kombinieren Kooperation (Wertschöpfung) und Konkurrenz (Verteilung). Beim Rentenpaket geht es um die Balance zwischen Generationen. Wenn die Anreize zur Wertschöpfung durch zu hohe Belastungen zerstört werden, schrumpft der Gesamtkuchen – am Ende kämpft man nur noch um größere Stücke eines kleineren Kuchens. Eine rationalere Strategie hätte darin bestanden, die langfristige Stabilität (Wertschöpfung) zur gemeinsamen Priorität zu machen und die Verteilung erst danach auszuhandeln. 3. Selbstbindung und inkonsistente Strategie Selbstbindung („Commitment“) stärkt die Verhandlungsposition, wenn sie glaubwürdig ist. Versäumte Chance: Merz hätte den Konflikt mit jungen Abgeordneten inszenieren können, um der SPD glaubhaft zu signalisieren: „Ich will eine Einigung, aber meine Basis zwingt mich, hart zu bleiben.“ Das hätte seine Position gestärkt, ohne die CDU zu schwächen. Destruktives Commitment: Stattdessen machte Merz die Kanzlermehrheit selbst zur Bedingung. Damit erhöhte er das Risiko, dass ein inhaltlicher Erfolg wie eine Niederlage wirkt, falls das Paket zwar durchgeht, aber nur mit Hilfe der Linken. ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK: ○ Instagram: / profrieck ○ Twitter: / profrieck ○ LinkedIn: / profrieck Hinweis: Links können Affiliate-Links sein. | — | ||||||
| 11/29/25 | ![]() 351. Die Rente ist ein Schneeballsystem – Wie lange geht das gut? - Prof Rieck | Das Rentensystem kann so nicht weiter funktionieren. Jeder weiß es, niemand traut sich ran. Was wäre zu tun? Leider gehen die derzeitigen Vorschläge in die falsche Richtung: Statt private Vorsorge zu fördern, soll sie noch unattraktiver werden. Mein Buch „Fürstengeld, Fiatgeld, Bitcoin – Wie Geld entsteht, einen Wert bekommt und wieder untergeht“ https://www.amazon.de/exec/obidos/ASI... https://www.westarp-bs.de/978-3-92404... Mein Videokurs zu spieltheoretischem Verhandeln ist vorbestellbar und erscheint am 15. Dezember 2025: https://payhip.com/b/2qBmr Die 36 Strategeme der Krise: Print: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASI... Hörbuch: https://payhip.com/b/4nBZl STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: Internationale Rentensysteme im Vergleich Erfolgreiche Rentensysteme kombinieren Umlage- und Kapitaldeckung, um Risiken zu streuen. Schweden: Seit 1998 kombiniert das System eine umlagefinanzierte Einkommensrente (16 % des Einkommens) mit einer kapitalgedeckten Prämienrente (2,5 %), die obligatorisch ist. Wer keine Anlageentscheidung trifft, landet im staatlichen Standardfonds AP7 Såfa, der 2024 eine Rendite von 27,3 % bei nur 0,1 % Verwaltungskosten erzielte. Ergänzt wird das System durch eine betriebliche Vorsorge, die rund 90 % der Beschäftigten abdeckt und das Rentenniveau auf etwa 75 % hebt. Schweiz: Das Drei-Säulen-Modell gilt als besonders ausgewogen. AHV – Umlageverfahren zur Grundsicherung. BVG – Obligatorische kapitalgedeckte Vorsorge, die zusammen mit der AHV den Lebensstandard sichern soll. Private Vorsorge – Freiwillig, steuerlich gefördert und zur zusätzlichen Absicherung gedacht. Chile: 1981 führte Chile als erstes Land ein vollständig kapitalgedecktes System mit individuellen Konten ein. Es stärkte die Kapitalmärkte, offenbarte aber auch Schwächen: hohe Verwaltungskosten, geringe Absicherung für Geringverdiener und Beitragsausfälle in Krisenzeiten. Diese Erfahrungen zeigen, dass reine Kapitaldeckung allein nicht genügt – sie muss durch solide Regulierung und soziale Flankierung ergänzt werden. Internationale Beispiele beweisen: Nachhaltige Altersvorsorge gelingt nur durch Kombination von Umlage und Kapitaldeckung, transparente Fondsstrukturen, niedrige Gebühren und klare Anreize zur Eigenvorsorge. Deutschland dagegen erschwert private Vorsorge zunehmend durch Bürokratie und mangelnde steuerliche Attraktivität – ein strategischer Fehler, der langfristig die Belastung der umlagefinanzierten Systeme verschärft. ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK: ○ YouTube: https://www.youtube.com/c/ProfRieck?s... ○ Instagram: / profrieck ○ Twitter: / profrieck ○ LinkedIn: / profrieck Hinweis: Die angegebenen Links können Affiliate-Links sein, bei denen ich eine Provision bekomme. Vielen Dank, falls Sie diese nutzen! Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind weder finanzieller noch medizinischer Rat oder persönliche Empfehlung. | — | ||||||
| 11/22/25 | ![]() 350. Diesmal trifft es die Intelligenten: KI macht uns alle arbeitslos (Interview Andreas Beck) - Prof Rieck | KI bringt einen noch schnelleren Wandel als das Internet. Über Börsenkurse und zukünftige Einkommen unterhalten sich Andreas Beck und Prof. Rieck. Mein neuer Kurs über spieltheoretisches Verhandeln (Vorbestellungen): https://www.rieck-verlag.de/verhandlu... ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK: Die digitale Transformation hat durch die Plattformökonomie eine grundlegende Neuordnung wirtschaftlicher Prinzipien ausgelöst. Ihr Kern ist der doppelte Netzwerkeffekt: Der Wert einer Plattform steigt mit der Nutzerzahl auf beiden Marktseiten – Anbieter und Nachfrager. So entsteht ein natürlicher Zug zum Monopol, sichtbar bei Meta, Amazon oder YouTube. Die Wertschöpfung verlagert sich vom Produkt hin zum Verteilungsmechanismus. Digitale Güter kosten in der Reproduktion fast nichts, während die Plattformen durch Skaleneffekte und Datenmacht dominieren. Künstliche Intelligenz bildet die nächste Entwicklungsstufe dieser Logik – und zugleich deren Störfaktor. Sie kann bisherige digitale Geschäftsmodelle entwerten, weil sie Texte, Code oder Designs nahezu ohne Grenzkosten erzeugt. Damit werden standardisierte Softwarelösungen unter Druck gesetzt, deren Geschäftsmodell auf künstlicher Verknappung beruhte. In dieser neuen Konkurrenz ist Datenhoheit der entscheidende Vorteil: Je exklusiver und hochwertiger die Trainingsdaten – ob Unternehmensdaten von SAP oder Konsumentenwissen von Amazon – desto stärker die KI. Folglich verändert KI die Arbeitswelt grundlegend. Routinisierbare Wissensarbeit wie Content-Erstellung, juristische Standardaufgaben oder Compliance wird automatisiert. Dagegen gewinnen nicht-digitalisierbare Tätigkeiten an Bedeutung – etwa spezialisierte Handwerksleistungen oder physische Produktion. Gewinner sind die „Enabler“ der KI-Ökonomie: Anbieter von Rechenleistung (z. B. Nvidia) und Energie. Die menschliche Arbeitskraft verlagert sich auf kreative Problemdefinition, strategische Kuratierung und Entscheidungen auf Basis von KI-generierten Optionen. Philosophisch lässt sich diese Entwicklung mit Burbach und Höffes „Alles und Nichts“ fassen: Die binäre Logik von 0 und 1 entkörperlicht das Denken und entwertet das Singuläre zugunsten des Netzwerks. Daraus entsteht die Gefahr des „Model Collapse“ – wenn KI-Systeme zunehmend auf eigene, synthetische Daten trainiert werden, droht ein qualitativer Realitätsverlust. Für Anleger bedeutet das: Diversifikation bleibt die wichtigste Strategie. Eine breite Streuung über globale Indexfonds ist nachhaltiger als der Versuch, einzelne Gewinner vorherzusagen. Eine ausreichende Liquiditätsreserve („Kriegskasse“) sichert Handlungsfähigkeit in Krisen. Gesellschaftlich erfordert der Wandel eine neue Bildungspolitik: weniger reines Faktenlernen, mehr Förderung von kritischem Denken, Kreativität und der Fähigkeit, sinnvoll mit KI-Systemen zu interagieren. ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK: ○ Instagram: / profrieck ○ X/Twitter: / profrieck ○ LinkedIn: / profrieck #profrieck #andreasbeck Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz-, Rechts- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind weder finanzieller, juristischer noch medizinischer Rat oder persönliche Empfehlung. Bitte informieren Sie sich aus mehreren unabhängigen Quellen und holen Sie professionellen Rat ein, insbesondere bei Investitionen oder medizinischen Fragen. Keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten oder zu Selbstdiagnose oder Selbsttherapie. | — | ||||||
| 11/14/25 | ![]() 249. Trump-Rede manipuliert: Das Ende der BBC? - Prof Rieck | Das Gegenstück zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen in England, die BBC, ist beim bewussten Manipulieren erwischt worden, und zwei Führungskräfte mussten zurücktreten. Dieses Video geht auf die Unternehmenskultur und die Strukturen ein, die zu solchen Manipulationen führen. STOPP: Bitte schicken Sie keine Mails an meine Uni-Adresse! Diese Adresse ist ausschließlich für dienstliche Angelegenheiten vorgesehen. Mein Videokurs ist schon vorbestellbar, erscheint aber erst am 15. Dezember 2025. https://www.rieck-verl... (derzeit noch zum Sonderpreis) Die 36 Strategeme der Krise: Print: https://www.amazon.de/... Als Hörbuch: https://payhip.com/b/4... Quelle 1: https://x.com/JochenBi... | — | ||||||
| 11/8/25 | ![]() 248. Bargeldverbot durch die Hintertür: letzte Chance, Bargeld zu retten! - Prof Rieck | Bargeld steht kurz vor der De-facto-Abschaffung. Unterzeichnen Sie die Petition unter www.bargelderhalt.eu und teilen Sie dieses Video mit Freunden und Bekannten – es ist die letzte Chance, Einfluss auf die Diskussion zu nehmen! Petition für den Erhalt des Bargelds: www.bargelderhalt.eu ANHÄNGE / FACHAUFSÄTZE • 13 Punkte zur Verbesserung der EU-Bargeld-Verordnung: Deutsch: www.bargelderhalt.info/dok-verbesserung-vo Englisch: www.bargelderhalt.info/doc-improving-regulation • Ungleichbehandlung des Bargelds gegenüber dem Digitalen Euro: Deutsch: www.bargelderhalt.info/dok-ungleichbehandlung Englisch: www.bargelderhalt.info/doc-unequal-e-euro • Einzelhändler schaffen Bargeld ab – auch unter der geplanten EU-Verordnung? Deutsch: www.bargelderhalt.info/dok-kein-bargeld-schild Englisch (bald): www.bargelderhalt.info/doc-no-cash-sign • Akzeptanz-Vorschriften für Bargeld in Europa: Deutsch: www.bargelderhalt.info/dok-europa-vergleich Englisch (bald): www.bargelderhalt.info/doc-regulations-europe Petition für den Erhalt des Bargelds: www.bargelderhalt.eu Wollen Sie wissen, wie Geld konstruiert ist? Mein Buch Fürstengeld, Fiatgeld, Bitcoin – Wie Geld entsteht, einen Wert bekommt und wieder untergeht: https://www.amazon.de/exec/obidos/ASI… https://www.westarp-bs.de/978-3-92404… ⸻ ► WEITERE INFORMATIONEN VON TEAM RIECK Der digitale Euro (CBDC) ist eine neue Form des Zentralbankgelds, die den physischen Euro ergänzen – nicht ersetzen – soll. Ziele sind geldpolitische Souveränität gegenüber privaten Digitalwährungen und ein sicheres, kostenfreies digitales Zahlungsmittel. Laut EZB soll Bargeld parallel bestehen. Die Verordnung befindet sich im EU-Gesetzgebungsverfahren. Im Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des Parlaments prallen unterschiedliche Ansätze aufeinander: Manche betonen Barrierefreiheit und Inklusion, andere fordern stärkere Liberalisierung. Der Ausschuss entscheidet über die technische Ausgestaltung. Bargeld und digitaler Euro haben komplementäre Stärken: – Bargeld sichert physische Souveränität, Anonymität und Unabhängigkeit bei Infrastrukturausfällen, ist jedoch im Massenzahlungsverkehr teurer (0,5 – 1,5 % des BIP). – Digitaler Euro bietet geringere Transaktionskosten, programmierbare Funktionen und bessere finanzielle Inklusion, birgt aber Datenschutzrisiken und Abhängigkeit von technischer Infrastruktur. Die technologische Resilienz des Bargelds bleibt essenziell: Bei Strom- oder IT-Ausfällen ist es das einzige funktionsfähige Zahlungsmittel. Der digitale Euro soll zwar Offline-Fähigkeit und Datenschutz (Treuhandmodell für PSPs, eingeschränkte EZB-Sicht) bieten, kann die Anonymität von Bargeld aber nicht vollständig ersetzen. ⸻ ► WEITERES VON CHRISTIAN RIECK YouTube: https://www.youtube.com/c/ProfRieck?s… Instagram: / profrieck Twitter: / profrieck LinkedIn: / profrieck Haftungsausschluss: Dies ist ein Bildungskanal, kein Finanz-, Rechts- oder Medizinkanal. Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen weder finanziellen, juristischen noch medizinischen Rat oder eine Handlungsaufforderung dar. | — | ||||||
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