
Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium
by P. Markus Johannes Straubhaar
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Sendung und Erwählung ist Heilssendung (11. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A)
Jun 14, 2026
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Im Sich-Verschenken ein Abbild Gottes sein (Dreifaltigkeitssonntag - Lesejahr A)
May 30, 2026
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Jesus zeigt sich unerwartet und verborgen (3. Sonntag der Osterzeit/ Lesejahr A)
Apr 19, 2026
18m 40s
Wir leben in der Zeit Seiner Barmherzigkeit
Apr 12, 2026
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Von der Schönheit Gottes her verwandelt werden - Verklärung des Herrn auf dem Berg (5. Fastensonntag/ Lesejahr A)
Mar 22, 2026
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| Date | Episode | Topics | Guests | Brands | Places | Keywords | Sponsor | Length | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 6/14/26 | ![]() Sendung und Erwählung ist Heilssendung (11. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A) | Es ist ein Grundmuster der Erwählung, dass die Bereitung eines Einzelnen immer durch das Gebet vorbereitet wird. Jesus selbst betet intensiv, die ganze Nacht, bevor er die Jünger erwählt, so dass sich das Herz des Gerufenen öffnet und er sich zur Verfügung stellt. Es ist eine Frage an die Getauften, ob sie bereit sind, sich erwählen zu lassen und selbst um Berufungen zu beten und zu bitten. | — | ||||||
| 5/30/26 | ![]() Im Sich-Verschenken ein Abbild Gottes sein (Dreifaltigkeitssonntag - Lesejahr A) | Die Rede vom "dreifaltigen" Gott ist selbst für viele Christen nicht gefüllt. Jede Religion sei doch gleich und wir glaubten doch schließlich alle an den gleichen Gott! Wenn aber der Schöpfer des Menschen in sich Vater und Sohn und Heiliger Geist ist, wo sich der eine an den anderen verschenkt, dann findet auch der Mensch, als sein Abbild gedacht, nicht die Erfüllung in sich selbst. Das Lebensmotto "Zuerst ich - und dann lange nichts!" macht den Menschen letztendlich nicht glücklich und lässt ihn unerfüllt, weil er nur als ein Sich-Verschenkender, ganz ausgerichtet auf das DU, zu sich selbst findet. Wer vom dreifaltigen Gott redet, redet zugleich auch von der Erfüllung des Menschen in der Liebe und in der Hingabe. | — | ||||||
| 4/19/26 | ![]() Jesus zeigt sich unerwartet und verborgen (3. Sonntag der Osterzeit/ Lesejahr A)✨ | Easterresurrection+3 | — | Jesus | — | EasterJesus+5 | — | 18m 40s | |
| 4/12/26 | ![]() Wir leben in der Zeit Seiner Barmherzigkeit | Tag der göttlichen Barmherzigkeit 2020 Der Auferstehungstag des Herrn wird zum Auferstehungstag seiner Jünger und damit der jungen Kirche. | — | ||||||
| 3/22/26 | ![]() Von der Schönheit Gottes her verwandelt werden - Verklärung des Herrn auf dem Berg (5. Fastensonntag/ Lesejahr A) | Das Licht des unvergänglichen Lebens Jesu leuchtet vom Berg der Verklärung aus in das Leben der Jünger hinein. Sie sehen dort etwas von dem, was ihnen sonst verborgen ist und wofür sie in diesem Moment keine menschlichen Worte finden. Sie fallen überwältigt von diesem strahlenden Licht zu Boden und sind wie tot. Bei der Verklärung Jesu auf dem Berg geht es nicht so sehr um die Verwandlung Christi, sondern vielmehr um die Verwandlung der Jünger. Jesus tritt zu ihnen, berührt sie und spricht zu ihnen: "Steht auf! Habt keine Angst!". In der Begegnung mit Gottes Schönheit und Herrlichkeit sollen die Jünger selbst verwandelt werden, von Seinem Licht, selbst zu strahlen und zu leuchten beginnen. Es ist ein Hinweis auf den Ostermorgen, auf das österliche Licht, das vom Tod ins Leben führt. | — | ||||||
| 3/15/26 | ![]() Finden und gefunden werden - Die Heilung des Blindgeborenen (4. Fastensonntag/Lesejahr A) | Es ist nicht nur der Blinde, der nicht sehen kann, es sind auch die Jünger, die unmittelbar vor dieser Heilung nicht begreifen, was Jesus tut und wer Jesus ist. Auch an einer anderen Stelle folgt dem Unverständnis der Apostel gleich die Heilung des blinden Bartimäus. So ist es mehr als eine Blindenheilung, die hier an dem Blindgeborenen geschieht. Auch der Geheilte weiß anfangs, als er von den Schriftgelehrten befragt wird, nicht, wer dieser Mann ist, der ihn geheilt hat und er antwortet: "Ich weiß nur, dass er Jesus heißt." Erst draußen, nachdem er hinausgeworfen wurde, sozusagen im Außerhalb, trifft Jesus ihn wieder, oder besser übersetzt, "findet er ihn", und auch der Geheilte findet Jesus, als er bekennt: "Ja, ich glaube an den Menschensohn." | — | ||||||
| 3/8/26 | ![]() Den Durst stillen und selbst zur Quelle werden - Das Gespräch am Jakobsbrunnen (3. Fastensonntag/ Lesejahr A) | Das Gespräch am Brunnen, mit der Frau, die Wasser schöpfen möchte, ist beim Evangelisten Johannes das Spiegelbild der heilsgeschichtlichen Zuwendung Gottes zum Menschen überhaupt. Jesus geht in das "Außerhalb", nach Samarien hinein, sucht das Gespräch mit einer Frau, mit der sonst niemand spricht, und führt sie behutsam zu sich selbst, zur Offenlegung ihrer ganzen Lebensgeschichte und zu der Bitte, niemals mehr Durst haben zu müssen. Es bewahrheitet sich dann an ihr, was Jesus zunächst nur versprochen hat: als sie ihn erkennt und deshalb zu den anderen geht, beginnt die Quelle des lebendigen Wassers in ihr bereits zu sprudeln und überzufließen. | — | ||||||
| 2/15/26 | ![]() Der innere Kern der Bergpredigt ist immer die Dynamik der Liebe (6. Sonntag im Jk./ Lesejahr A) | Jesus geht es immer um mehr! Die Bergpredigt ist ein Weg zur inneren Einheit und zum Ganz-Werden. Die Gebote führen hinein in eine grenzenlose Dynamik der Liebe. Gott hat das Wunderwerk Mensch geschaffen und zu wirklich Großem befähigt: Ihn und die Menschen mehr als alles zu lieben. Er will nicht zulassen, dass wir uns mit Halbherzigkeit und Halbheit zufrieden geben und in der Spaltung verharren, in die wir geraten sind. Die einzelnen Aussagen dieses Teils der Bergpredigt, die wie eine Aneinanderreihung von Forderungen erscheinen können, sind geeint in der Dynamik, in die sie hineinführen wollen, in die Dynamik einer grenzenlosen Liebe. Die Gebote sind nur die Minimalforderung an unser Leben, in dem „Ich aber sage euch...“, das Jesus hier spricht, geht es aber um das „mehr“ - um die liebende Achtsamkeit, um Vergebung, die nicht lange fragt, und um ein ungebrochenes Verhältnis zu unserem eigenen Leib und unserem Leben. Es geht hier wesentlich um einen Weg, der zur Heilung all unserer Gebrochenheit führt und alle Bereiche des Lebens heil werden lassen will. | — | ||||||
| 1/25/26 | ![]() Was tragen wir in die Welt hinein, wenn wir ihm nachfolgen? (3. Sonntag im Jk./ Lesejahr A) | Es wäre jeden Abend eine Frage wert, was wir den Tag über in die Welt hineingetragen haben: unseren Blick auf und unser Gerede über das Dunkle und Negative, über unsere Enttäuschungen und die schlechten Erfahrungen im Lauf unseres Lebens? Oder konnten wir etwas von dem verwirklichen, was Jesus meint, wenn er sagt: "Folgt mir nach!"? Wenn Er das Licht ist, dann sollen auch wir Licht sein, Hoffnungsträger inmitten aller Dunkelheiten dieser Welt und unseres Lebens. Diese größte Herausforderung können wir nur bewältigen, wenn wir ständig auf Tuchfühlung mit Ihm selbst sind, in der ständigen Bereitschaft, sein Licht aufzunehmen, um dann für andere Licht, Kraft und Trost zu sein. | — | ||||||
| 1/19/26 | ![]() Die Bekehrung des Hl. Paulus - 25. Januar | Gott wusste wohl, dass er es „mit Paulus machen kann“. Er hatte mit Eifer und ganzem Einsatz seine Sache gegen die Chrsiten betrieben - sie verfolgt und ausliefern lassen - , und Gott hat es umgewandelt in einen glühenden Eifer für Christus. Vor Damaskus ereingnete sich eine Begegnung, die zum Schlüsselerlebnis wurde. Aber auch andere wichtige Menschen, die schon Christen waren, sind entscheidend gewesen. Vielleicht wäre Paulus nicht Paulus geworden ohne das Gebet des Stephanus und ohne die Handauflegung des Hananias. Nach seiner Bekehrung, einer Umwandlung in eine neue Existenz, hat er Christus ganz und gar erkannt, so dass er inmitten all seiner Anstrengungen und Strapazen immer wieder in Dankbarkeit und Lobpreis ausbricht. Er kann sich nicht mehr zurückhalten, wenn es darum geht, das Wirken Gottes an sich selbst und an den anderen um ihn herum, in den Gemeinden, zu preisen und zu sehen, dass Gott erst da zum Zug kommt, wo der Mensch schwach ist. | — | ||||||
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| 1/18/26 | ![]() Was sich in der Begegnung mit Jesus vollzieht (2. Sonntag im Jk./ Lesejahr A | Es ist eine große Offenbarung, die Johannes erfährt. Ein Leben lang hat er sich darauf vorbereitet. Und es vollzieht sich in dieser Begegnung, was sich auch in unserer Begegnung mit Jesus vollzieht: Wenn jemand Jesus erkennt, dann öffnet der Mensch sein Herz für Gott, er folgt den Spuren des Herrn und in dem Moment, wenn wir das Licht hereinlassen, werden wir für andere zum Zeugen. | — | ||||||
| 1/11/26 | ![]() Wie ein neuer Schöpfungsmorgen - Taufe des Herrn | Es ist wie ein neuer Schöpfungsmorgen! Der geöffnete Himmel ist ein Bild dafür, dass die Sonne Gottes neu über den Menschen aufgeht und dass in dem Moment, als Christus aus dem Wasser des Jordan emporsteigt, die geheimnisvolle und unendlich fruchtbare Zusammenarbeit des göttlichen Geistes mit dem menschlichen Fleisch beginnt. Christus ist das Urbild und wir sind das Abbild. | — | ||||||
| 1/1/26 | ![]() Gnade und Wahrheit in die Welt tragen - Sylvester | Die letzte Nacht des Jahres… | — | ||||||
| 12/26/25 | ![]() Die Macht, die Bosheit in Liebe verwandelt - 26.12./ Heiliger Stephanus | Die leuchtende Gestalt des Stephanus, die „erfüllt mit Geist und Weisheit“ beschrieben wird, ruft eine ambivalente Reaktion hervor: das göttliche Licht wird einerseits ersehnt von den Menschen, aber es ist auch in der Gefahr, erstickt und beseitigt zu werden. Stephanus, erfüllt vom Hl. Geist, im Angesicht des Göttlichen, reagiert auf die Bosheit nicht mit einem verhärteten Herzen, sondern mit einem geöffneten. Als die Steine der Anklage auf ihn niederprasseln, reagiert er in der Macht, die Bosheit in Liebe zu verwandeln. Sein geöffnetes Herz ist die spiegelbildliche Erscheinung des geöffneten Himmels über ihm. | — | ||||||
| 12/25/25 | ![]() Mit den Augen der Hirten - 25.12./ 1. Weihnachtstag | Wenn göttliche Boten glaubwürdig eine Botschaft bringen, wird es wohl nicht schwierig sein, ihnen zu glauben und sich tatsächlich auf den Weg zu machen. Aber wenn die Boten in den Himmel zurückkehrt sind und die Hirten inmitten ihrer gewohnten und alltäglichen Welt aufbrechen, um dann in einer gewöhnlichen und alltäglichen Bleibe ein Kind zu finden, von dem sie glauben sollen, dass es der von Gott Verheißene ist, so wird dies eine Herausforderung an den Glauben der Hirten gewesen sein. Wir müssen lernen, mit den Augen der Hirten zu sehen, um in dem Kind Jesus Gottes Herrlichkeit sehen zu können. | — | ||||||
| 12/8/25 | ![]() Eine einzigartige Berufung - das Fest der ohne Erbschuld empfangenen Jungfrau Maria | "Unbefleckt empfangen" bedeutet so viel wie völlig unberührt und frei geblieben von allen Folgen der "ersten Schuld", die in Genesis 3 als ein Urmisstrauen Gott gegenüber dargestellt wird. Das Fest vom 8. Dezember singt in der Lesung den Hymnus des Hl. Paulus auf die Berufung jedes Einzelnen, in dem er schreibt, dass jeder "heilig, makellos" und - man könnte wörtlich übersetzen - "in Liebe" vor Gott leben soll. In Maria ist diese Berufung, die auch unsere Berufung ist, schon voll und ganz verwirklicht. Sie konnte ganz und gar JA sagen zum Willen Gottes. Ihre Antwort an den Engel könnte man übersetzen mit: "Ich wünsche nichts so sehr, als dass sich der Heilwtille und Heilsplan Gottes an mir erfüllt." Nur an dieser Stelle erscheint im Neuen Testament der Optativ, der diesen innigen Wunsch zum Ausdruck bringt. | — | ||||||
| 12/7/25 | ![]() Eine tröstliche Stimme - 2. Advent | …folgt! | — | ||||||
| 11/16/25 | ![]() Nur die Heiligkeit besiegt das Böse (32. Sonntag i. Jk./ Lesejhr C) | Nur das Heilige hat die Kraft, das Böse zu besiegen. | — | ||||||
| 11/9/25 | ![]() Kirche - nicht nur aus Steinen erbaut (passend zum Fest derLateranbasilika) | Predigt vom Kirchweihtag: Kirche - das sind diejenigen, die dem Ruf des Herrn gefolgt sind und die auf den Ruf des Herrn geantwortet haben - und so zu einer heiligen Gemeinschaft geworden sind. | — | ||||||
| 11/2/25 | ![]() Ewiges Leben, das heute beginnt (passend zum Fest Allerseelen/ Predigt vom 32. Sonntag 2016) | Zum Fest „Allerseelen“: Die Antwort Jesu an die Sadduzäer lässt aufleuchten, was für ihn Auferstehung bedeutet. Es ist die lebendige Beziehung zum lebendigen Gott, der „kein Gott der Toten“ ist, wie es das Evangelium betont, sondern ein Gott der Lebenden. Weil er jeden Menschen in die lebendige Beziehung zu sich ruft und Er selbst schon in die bleibende Beziehung zu uns getreten ist, so ist unsere Beziehung zu ihm lebendig, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht und wir in dieser Beziehung leben. Auferstandensein heißt, in der lebendigen Beziehung zu Gott zu stehen - auch jetzt in diesem Leben schon und in dieser Beziehung zu bleiben. P. Markus Johannes Straubhaar legt den Text des Evangeliums auf und macht deutlich, dass Auferstehung und ewiges Leben keine Kategorien des Jenseits sind, sondern hier in diesem Leben beginnen. | — | ||||||
| 10/26/25 | ![]() Wo der Mensch er selbst sein kann - Der Pharisäer und der Zöllner (30. Sonntag i.Jk./ Lesejhr C) | Manche stellen die Frage, ob in der Kirche einseitig oder zu oft von der menschlichen Schuld die Rede ist. Das Evangelium vom Pharisäer und vom Zöllner zeigt, auf welche Haltung Jesus selbst hinweist: wo ein Mensch seine Schuld bekennt und sich eingesteht, kann er einen neuen Weg beginnen, einen Weg neuer Kraft und in ein neues Leben hinein. P. Markus Johannes weist in seiner Predigt darauf hin, dass der Ort, wo der Mensch ohne Maske und ohne Beschönigung er selbst sein kann, bei Gott selbst ist. Jesus sagt am Ende des Gleichnisses, dass der Zöllner gerechtfertigt, oder anders übersetzt "als Freigesprochener" neu aufbrechen konnte. | — | ||||||
| 10/12/25 | ![]() Die Heilung des Ausgestoßenen als Heilsereignis (28. Sonntag i. Jk./ Lesejahr C) | Die Heilung der Aussätzigen ist förmlich eine Erweckung. Rein äußerlich waren diese Ausgestoßenen schon Todgeweihte, hinausgeworfen aus der Gemeinschaft. Die Evangelisten gestalten diese Erweckung in der Komposition des Textes ähnlich wie die Totenerweckung des Jüngling von Naim. Was sich hier ereignet, dort im Außerhalb vor der Stadt, kann exemplarisch gelesen werden als Heilsereignis der Heilsgeschichte. Jesus geht ins Außerhalb, er geht hinaus aus der Herrlichkeit des Vaters, hin zu dieser Unheilsgemeinschaft, zu der sich diese Aussätzigen zusammengeschlossen haben, wie der gute Hirt hingeht zum Verlorenen, und er erweckt sie zu einem neuen Leben, weit über die äußere Heilung hinaus. | — | ||||||
| 10/5/25 | ![]() Unseren Platz einzunehmen ist Gott genug (Erntedank) | Wenn wir von unseren zwischenmenschlichen Beziehungen ausgehen, wo ein Wort eine Antwort braucht, eine gute Tat auch ein Danke erwartet und ein freundlicher Gruß erwidert sein möchte, dann sind wir fast ein wenig enttäuscht von den Worten Jesu, wo er mit einem Gleichnis seinen Jüngern sagt, dass es vor Gott nichts zu erwarten gibt und der Knecht am Ende einsehen muss, dass er nur "seine Schuldigkeit" getan hat. Aber wir müssen das Gleichnis neu verstehen lernen, um nicht zu meinen, Gott sei ein schlechter Arbeitgeber, dem es nie genug ist, was wir für ihn tun und der am liebsten ruhelosen Einsatz und unaufhörliches Dienen von uns verlangt. Es gibt unzählige Begegnungen, in denen Jesus selbst zeigt, dass die geringste Geste, die wirklich in Liebe spricht, völlig genügt, weil Gottes Liebe immer schon voraus ist. Es genügt unseren Platz einzunehmen, das zu tun, was wir vermögen und in grenzenloser Verfügbarkeit bereit zu sein, die Stimme des Heiligen Geistes zu vernehmen, der in unser Leben hineinwirken will - in jedem Augenblick unseres Lebens. Gott möchte uns aus dem Arbeitsverhältnis, das wir oft zu ihm haben, herausholen und in ein Liebesverhältnis hineinführen. | — | ||||||
| 9/28/25 | ![]() Der Arme vor der Tür ist die Chance für meinen Reichtum (26.Sonntag i.Jk/ Lesejahr C) | Es ist ein feines Netz, in das hinein diese alte jüdische Erzählung vom armen Lazarus im Neuen Testament verwoben ist. Heinrich Späemann bringt es auf den kurzen Nenner: „Christus ist Lazarus!“ Er „der reich war, wurde um unseretwillen arm.“, denn er, der in der Fülle des Vaters war, in der Fülle des Lebens, hat nichts davon für sich behalten, sondern seine Fülle „ausgeleert“, wie man Paulus wörtlich übersetzen könnte, und sich entäußert, um uns gleich zu werden. Er liegt vor der Tür eines jeden Menschen und wartet darauf, dass man für ihn das Herz öffnet, er wartet als Armer darauf, dass das Herz sich für die Armen unserer Welt öffnet und jeder von uns die Brücke baut, die zur Brücke über den Abgrund hinweg werden kann, von der das Gleichnis am Ende spricht. Nicht nur Chistus selbst ist ein Schlüssel zum Gleichnis, auch der verlorene Sohn, den danach hungert, das zu essen, was vom Tisch herabfällt, aber bei seinem Bruder keine Bereitschaft findet, aufgenommen zu werden. Dabei wäre der Arme, der alles braucht, die Chance für den Reichen und der Reiche, der alles hat, die Chance für den Armen, um zur Bereitschaft zu finden, sich zu öffnen - um so im Haus des Vaters Aufnahme zu finden. | — | ||||||
| 9/21/25 | ![]() Was ist es, was mich letztlich trägt und hält? (25. Sonntag i. Jk./ Lesejahr C) | Im Gleichnis vom untauglichen Verwalter, eines der "Skandalgleichnisse Jesu, wird davon gesprochen, wie einer, der Geld veruntreut hat, einen letzten Versuch unternimmt, "seine Haut zu retten". Er weiß, wie wichtig es jetzt ist, da er am Ende ist, Freunde zu haben, die ihn tragen und halten. | — | ||||||
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