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"Simplemente Amigos" - (Mexiko, 1988)
Jun 17, 2026
19m 01s
"Man! I Feel Like A Woman!" - (Kanada, 1997)
Jun 17, 2026
18m 50s
"In The End" - Linkin Park (USA, 2000)
Jun 17, 2026
17m 47s
"Mu isamaa on minu arm" (Sowjetunion, 1988)
May 13, 2026
20m 00s
"Paranoid" - Black Sabbath (UK, 1970)
May 12, 2026
19m 58s
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| Date | Episode | Description | Length | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 6/17/26 | ![]() "Simplemente Amigos" - (Mexiko, 1988) | 1987 nahm Maria Guadalupe Araujo Yong 32-jährig am internationalen OTI-Song-Festival teil, bei dem sie - das war außergewöhnlich - als Songwriterin und Sängerin ihres eigenen Songs den dritten Platz erreichte. Ein Jahr später gelang ihr mit dem Song "Simplemente Amigos" - einem Song über eine geheime Liebe - der endgültige Durchbruch daheim in Mexiko. Im Video wurde der Song als Mann-Frau-Beziehung inszeniert, während der Text in Wirklichkeit für die homosexuellen Fans von Ana Gabriel geschrieben wurde.Diese Folge wurde in Ö1 am 15. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 01s | ||||||
| 6/17/26 | ![]() "Man! I Feel Like A Woman!" - (Kanada, 1997) | Heute Abend möchte sie sich überhaupt nicht politisch korrekt benehmen, sang die kanadische Sängerin Shania Twain 1997 auf "Man! I Feel Like A Woman!". In der konservativen Welt des Country war der Song trotz seiner klassischen Rollenverteilung eine kleine feministische Revolution. Shania Twain schuf einen neuen Typus Country-Pop-Star, ohne den Taylor Swift nicht möglich wäre.Diese Folge wurde in Ö1 am 16. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 18m 50s | ||||||
| 6/17/26 | ![]() "In The End" - Linkin Park (USA, 2000) | Das Debütalbum der kalifornischen Band Linkin Park markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung von Nu-Metal: es verband melodischen, introspektiven Alternative Rock mit Rap und schweren Gitarrenriffs. Die Band wurde so zum wichtigsten Einfluss auf Emo-Punk der 2000er-Jahre und Emo-Rap der 2010er-Jahre. "In The End" wurde dabei zur maßgeblichen Single, die allerdings erst ein Jahr nach dem Album-Release veröffentlicht wurde. Am Tag, als US-Radiostationen mit ihr bemustert wurden, dem 11. September 2001, schlugen zwei Flugzeuge im World Trade Center ein. Die schmerzhafte, alles übertönende und letztlich vergebliche Sinnsuche, die im Song geschildert wird, mag dabei vielen jungen Amerikanern und Amerikanerinnen aus der Seele gesprochen haben.Diese Folge wurde in Ö1 am 17. 06. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 17m 47s | ||||||
| 5/13/26 | ![]() "Mu isamaa on minu arm" (Sowjetunion, 1988) | Die Machthaber in Moskau hatten Ende der 1980er Jahre mit Großprojekten, die tief in die Umwelt eingreifen sollten, starke Proteste im Baltikum ausgelöst. Bald regte sich auch Widerstand gegen einen alten Pakt zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion, der nach wie vor Grundlage der Annexion des Baltikums durch die Sowjetunion war. Am 11. September 1988 versammelten sich am Ort des großen estnischen Liederfests weit über 200.000 Menschen, um zu protestieren und Lieder zu singen. Krönender Abschluss war “Mu isamaa on minu arm“ ("Mein Vaterland ist meine Liebe"), ein altes Lied, das 1944 vom Komponisten Gustav Ernesaks mit einer neuen, hymnischen Melodie versehen wurde. Er war nach wie vor am Leben und dirigierte an diesem Höhepunkt der Singenden Revolution.Diese Folge wurde in Ö1 am 13. 05. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 20m 00s | ||||||
| 5/12/26 | ![]() "Paranoid" - Black Sabbath (UK, 1970) | Birmingham war seit der Industriellen Revolution Heimat einer stolzen Arbeiterklasse und verfügte über ausgezeichnete Infrastruktur. Hier wurde in den frühen 1970er Jahren Heavy Metal erfunden - allen voran durch die Band Black Sabbath, die sich nach einem italienischen Horrorfilm benannt hatten. Ihr Gitarrist hatte bei einem Fabriksunfall zwei Fingerkuppen verloren, dadurch stimmte die Band ihre Saiteninstrumente tiefer, weil sie so weniger Kraft beim Spielen benötigten. Black Sabbaths zentraler Proto-Metal-Song "Paranoid" wurde 1970 veröffentlicht. Bassist Geezer Butler - der den Text schrieb - litt an Depressionen, die Hoffnungen der 68er-Bewegung waren mit Tränengas erstickt worden und der übermäßige Konsum von bewusstseinsverändernden Drogen zeigte auch deutlich negative Wirkungen.Diese Folge wurde in Ö1 am 12. 05. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 58s | ||||||
| 5/11/26 | ![]() "Rise Like A Phoenix" - Conchita Wurst (Österreich, 2014) | "Jetzt hat sie uns den Schas gewonnen" - mit diesen Worten krönte ORF-Moderator Andi Knoll das Ende einer fast fünfzigjährigen Durststrecke, als Conchita Wurst als überragende Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2014 verkündet wurde. Die internationalen Reaktionen auf "Rise Like A Phoenix" zeigten einmal mehr einen tiefen Spalt im Umgang mit Homosexualität und Gender-Stereotypen in den Ländern Ost- und Westeuropas. Für manche Analyst:innen wurde Conchita Wurst deshalb zur Symbolfigur eines progressiven Europa. Und "Rise Like A Phoenix" - ein eleganter und zugleich bombastischer Song über eine transformative Wiedergeburt - wurde zum Banner-Song eines neuen, toleranten Europa.Diese Folge wurde in Ö1 am 11. 05. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 58s | ||||||
| 4/9/26 | ![]() "Über sieben Brücken musst du gehn" - Karat (Deutschland, 1978) | Im real existierenden Sozialismus sollten in der DDR inmitten blühender Landschaften menschenwürdige Arbeit geschaffen werden und ein Bollwerk gegen feindliche Klassenkräfte entstehen. Doch Mitte der 1970er Jahre wurde die Kluft zum Westen immer deutlicher sichtbar. In dieser Atmosphäre wurde "Über Sieben Brücken musst du gehen" für die Verfilmung einer Liebesgeschichte zwischen einer Deutschen und einem Polen geschrieben. Nach dem Erfolg bei der Erstausstrahlung des gleichnamigen Films im Jahr 1978 befand die ostdeutsche Einheitspartei, dass der Song zu sentimental wäre. Seiner Beliebtheit als melancholische Durchhalteparole tat das keinen Abbruch. Ein Cover des Westdeutschen Peter Maffay verhalf dem Song auch auf der anderen Seite der Zone - in der Bundesrepublik - zu enormer Bekanntheit.Diese Folge wurde in Ö1 am 07. 04. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 20m 02s | ||||||
| 4/9/26 | ![]() "Plastic Love" - Mariya Takeuchi (Japan 1984) | In den 1980ern lief die japanische Wirtschaft auf Hochtouren und schloss langsam zu den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Citypop wurde zum klingenden Ausdruck eines urbanen, hochtechnisierten und konsumfreudigen Lebensgefühls, das sich mit Walkman und tragbaren Kassettenspielern überall hin transportieren ließ. Als Citypop während der 2010er Jahre in Europa und den USA wiederentdeckt wurde, stießen vor allem anspruchsvolle und smoothe Songs, die sich an Erwachsene richteten, auf großen Zuspruch. Dabei wurde der relativ unbekannte Song "Plastic Love" von Mariya Takeuchi weltweit bekannt. In "Plastic Love" träumt ihre Protagonistin von einem ausgelassenen Leben in der Stadt, nachdem sie verlassen wurde.Diese Folge wurde in Ö1 am 08. 04. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 20m 04s | ||||||
| 4/9/26 | ![]() "Little Dark Age" - MGMT (USA, 2018) | Ein dunkles Zeitalter war angebrochen, das stand für die Band MGMT nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA fest. Das Duo war Mitte der 2000er Jahre mit unbeschwerten Hits über das Leben als Teenager weltbekannt geworden. Danach war es jedoch still um die Band geworden. Das Album "Little Dark Age" entstand über mehrere Jahre und wurde 2018 veröffentlicht. Der Titelsong - inspiriert durch Synthesizer aus der späten Sowjet-Ära - wird zu einem klaustrophobischen Panoptikum, in dem persönliche Ängste mit gesellschaftlichen Abgründen verschmelzen, während im Video Gothic Horror auf Symbolismus und Dekadenz trafen.Diese Folge wurde in Ö1 am 09. 04. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 18m 18s | ||||||
| 3/11/26 | ![]() "Anak" - Freddie Aguilar (Philippinen, 1978) | Rechtswissenschaften sollte Freddie Aguilar studieren, so wollte es sein Vater. Der 17-Jährige lief stattdessen von Zuhause - unweit der philippinischen Hauptstadt Manila - weg und schlug sich als Straßenmusiker durch. Seinen Song "Anak" - Tagalog für "Kind" - soll er in etwa einer Stunde geschrieben haben, kurz nachdem er seine Fehler eingesehen hatte. Der Song über einen reumütigen, verlorenen Sohn erwies sich auf dem ersten Metro Manila Popular Music Festival 1978 als internationales Sprungbrett für Freddie Aguilar; und bald schon soll er an die 30 Millionen Exemplare weltweit verkauft haben. Diese Folge wurde in Ö1 am 10. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 59s | ||||||
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| 3/11/26 | ![]() "Day O" - Harry Belafonte (Jamaica, 1956) | Calypso - ein afro-karibischer Musikstil aus Trinidad und Tobago - erlebte in den 1930ern einen ersten Boom in New York. Einer der berühmtesten Calypsos wurde 1952 zunächst von einem trinidadisch-britischen aufgenommen. "Day Dah Light" handelte von einer harten Nachtschicht am Dock und dem anbrechenden Schichtende. Erst die Version des New Yorker Musikers Harry Belafonte - 1956 hieß sie wahlweise "Banana Boat (Day O)" oder "Day O (The Banana Boat Song)" - verhalf dem Work-Song zu weltweiter Berühmtheit. Auf seinen populärsten Song war Harry Belafonte nicht sonderlich stolz - zu leicht ließ sich sein sozialrealistischer Inhalt überhören.Diese Folge wurde in Ö1 am 09. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 49s | ||||||
| 3/11/26 | ![]() "Only Time" - Enya (Irland, 2000) | Am 11. September 2001 wurden die USA zum Ziel von islamistischen Terroranschlägen. Innen- und Außenpolitik sowie die kulturelle Landschaft veränderten sich dadurch grundlegend. Unmittelbar nach den Attentaten wurde der Song "Only Time" der irischen New-Age-Musikerin Enya besonders häufig zur Bilduntermalung in Fernsehsendern eingesetzt, während der Opfer gedacht werden sollte. Gerade in den USA und alliierten Ländern wie Kanada, Deutschland, Polen, aber auch der neutralen Schweiz und Österreich konnte sich "Only Time" sehr oft verkaufen. Die Kritiken waren dabei vernichtend. 20 Jahre später hat sich die Bewertung dieser Musikerin gedreht. "Enya ist überall", titelte ein weitschweifender Essay in einer tonangebenden Musikzeitschrift über ihren Einfluss in der elektronischen Musik.Diese Folge wurde in Ö1 am 11. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 53s | ||||||
| 3/11/26 | ![]() "WAP" - Cardi B, Megan Thee Stallion (USA, 2020) | Ein tiefer Spalt wurde 2020 einmal mehr sichtbar, als die Rapperinnen Cardi B und Megan The Stallion ihr Duett "WAP" - kurz für 'Wet Ass Pussy' veröffentlichten. In Amerika, aber auch den Feuilletons weltweit, wurde der unverfroren explizite Song sehr kontrovers diskutiert. Die einen sahen darin eine Selbstermächtigung starker, schwarzer Frauen, die das taten, was ihre männlichen Rap-Kollegen schon längst taten - nämlich die Macht des eigenen Geschlechtsorgans zu feiern -, andere sahen in dem Song einmal mehr den Verfall einer liberalen Kultur, die außer gottlosen Obszönitäten und voyeuristischer Identitätspolitik nichts zu bieten hätte.Diese Folge wurde in Ö1 am 12. 03. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 39s | ||||||
| 2/3/26 | ![]() "Construção" - Chico Buarque (Brasilien, 1971) | Als Chico Buarque im Jahr 1970 nach eineinhalb Jahren aus dem italienischen Exil heim in die brasilianische Militärdiktatur zurückkam, war er schockiert. Auf Autos klebten Sprüche wie "Brasilien, lieb es oder verlass es" oder "Brasilien, lieb es oder stirb". Im Titelsong des Albums "Construção" von 1971 verband Dichtung mit subtilen sozialen Kommentaren. Der Titel bedeutet übersetzt "im Bau" oder Baustelle. Damit konnte sowohl Brasilien gemeint sein, das neu errichtet werden sollte, die Arbeiterklasse im Land oder die kunstvolle Art, wie Chico Buarque das Album konstruiert hatte.Diese Folge wurde in Ö1 am 3. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 18m 43s | ||||||
| 2/3/26 | ![]() "Bad Romance" - Lady Gaga (USA, 2009) | Mit der Weltfinanzkrise blühte sog. "Recession Pop" auf, also schnelle, laute, tanzbare Popmusik, die gute Stimmung zur schlechten Lage verbreiten wollte. Die New Yorker Sängerin Lady Gaga wurde 2008 fast über Nacht mit avantgardistischen Bühnenoutfits, Eurodance-Beats und queer-feministischem Spektakel weltbekannt. Ihr Song "Bad Romance" ist ein Jahr später ein Beispiel für den sog. 'Millennial Whoop', bei dem Silben ohne Bedeutung aneinandergereiht werden und Ordnung in chaotisch gewordene Zeichen bringen.Diese Folge wurde in Ö1 am 4. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 19s | ||||||
| 2/3/26 | ![]() "Susamam" - Saniser (Türkei, 2019) | In "Susamam" - deutsch "Ich kann nicht schweigen" - nahmen 20 türkische Rapper die Zustände in ihrem Land ins Visier. Eine verlorene Generation sprach über Umwelt, Dürre, Recht, Gerechtigkeit, Bildung, Neugier, Frauenrechte, Gewalt an Frauen, Tierrechte, Verkehr, Straßen, Suizid, Faschismus und natürlich über die Türkei. Das Video des Songs "Susamam" wurde innerhalb einer Woche 20 Millionen Mal angesehen.Diese Folge wurde in Ö1 am 5. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 00s | ||||||
| 2/3/26 | ![]() "Big Yellow Taxi" - Joni Mitchell (Kanada, 1970) | Joni Mitchell hatte die Vorhänge ihres Hotelzimmers auf Hawaii geöffnet, sie sah in der Ferne vulkanische Berge, während sich unmittelbar vor dem Hotel ein riesiger Parkplatz auftat. "Wir haben das Paradies betoniert", sang die kanadische Songwriterin im Jahr 1970 relativ beschwingt. "Ist es nicht immer so, dass wir erst wissen, was wir hatten, wenn es nicht mehr da ist?", meinte sie weiter und schrieb mit "Big Yellow Taxi" eine der frühesten ökologischen Hymnen der Popmusik.Diese Folge wurde in Ö1 am 2. 02. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 48s | ||||||
| 1/5/26 | ![]() "DtMF" - Bad Bunny (Puerto Rico, 2025) | Der Reggaetónero Bad Bunny zählt bereits seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Musikern der Welt und stellte mehrfach Streaming-Rekorde auf. Am Dreikönigstag 2025 veröffentlichte er das Album "DtMF," kurz für "Debí tirar más fotos", auf Deutsch "ich hätte mehr Fotos machen sollen". Dieser Satz wird zum Bannerspruch einer Zeit auf der Karibikinsel Puerto Rico - ein Außengebiet der USA in der Karibik - bevor amerikanische Touristen und amerikanische Fastfood-Ketten die Insel schleichend in Besitz nahmen.Diese Folge wurde in Ö1 am 5. 01. 2026 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 51s | ||||||
| 12/30/25 | ![]() "Don't stop believing" - Journey (USA, 1980) | Die Vereinigten Staaten waren am Anfang der 1980er Jahre in der schwersten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression. Die Inflation und Arbeitslosigkeit lagen über zehn Prozent. In dieser tiefen Krise macht sich eine kalifornische Hard-Rock-Band auf die Suche nach dem unbändigen amerikanischen Traum; und sie waren überzeugt, dass Menschen sich mit ehrlicher Arbeit weiterhin zu den Schmieden ihres eigenen Glücks machen konnten. 1981 wurde der Song "Don't Stop Believing" ein respektabler Hit, aber im kollektiven Gedächtnis der USA wird er durch die Verwendung im "Made In America" betitelten Finale der Mafia-Serie Sopranos verankert. Im Streaming-Zeitalter wird der Song immer dann bemüht, wenn es darum geht, die Ideale des amerikanischen Traums zu beschwören.Diese Folge wurde in Ö1 am 29. 12. 2025 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 20m 00s | ||||||
| 12/30/25 | ![]() "Fight The Power" - Public Enemy (USA, 1989) | Alles an der Band Public Enemy war revolutionär: ihr Selbstbewusstsein, ihre Dringlichkeit, ihre Militanz und ihre Präsenz. Musik und Texte vermittelten eine Art Ausnahmezustand. Der Unterdrückung von Minderheiten in den USA sollte ein Ende gesetzt werden. Einer der Slogans von Public Enemy war folgerichtig "By any means necessary" - in Anlehnung an den Bürgerrechtler Malcolm X. 989 nahmen Public Enemy dann ihren bekanntesten Song auf: "Fight The Power". Eingearbeitet waren eine Reihe afroamerikanischer Samples, darunter James Brown, Syl Johnson, Sly Stone, die Isley Brothers und sogar Bob Marley. Der Song wird eine Art Leitmotiv für den Film "Do The Right Thing" des schwarzen Filmregisseurs Spike Lee.Diese Folge wurde in Ö1 am 30. 12. 2025 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 03s | ||||||
| 12/3/25 | ![]() "Griechischer Wein" - Udo Jürgens (Österreich, 1974) | In den 1960er Jahre erlebte die Wirtschaft in Mitteleuropa eine Hochkonjunktur; Arbeitskräfte wurden gesucht und sollten bald leichter aus dem Ausland für einige Saisonen angeworben werden können. 1962 vereinbarte Österreich ein erstes Abkommen mit Spanien, 1964 mit der Türkei und 1966 mit Jugoslawien. 1973 wurden die Abkommen - kurz nach der ersten Ölpreiskrise - weitgehend gestoppt, zehntausende Verträge wurden nicht verlängert. Eine Rückkehr in die Türkei ist für viele allerdings schwer, denn das Militär hatte geputscht und die Inflation war hoch. Udo Jürgens nahm sich solcher Schicksale 1974 im Song "Griechischer Wein" an. In einem Wirtshaus sitzen griechische Gastarbeiter zusammen, die sich irgendwann ein kleines Glück in ihrer alten Heimat aufbauen möchten. Diese Folge wurde in Ö1 am 01. 12. 2025 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 47s | ||||||
| 12/3/25 | ![]() "American Idiot" - Green Day (USA, 2004) | Die Vereinigten Staaten von Amerika führten unter Präsident George W. Bush bald schon Kriege in Afghanistan und im Irak, während politische Gefangene ohne Prozess in ein Militärgefängnis auf Kuba verschleppt wurden. Medien wirkten insbesondere nach den Anschlägen vom 11. September gleichgeschaltet - das jedenfalls beobachtete die Pop-Punk-Band Green Day auf ihrem Album "American Idiot" von 2004.Diese Folge wurde in Ö1 am 03. 12. 2025 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 53s | ||||||
| 12/3/25 | ![]() "Kelmti Horra" - Emel Mathlouthi (Tunesien, 2012) | Am 14. Jänner 2011 stand Emel Mathlouthi auf der Avenue Habib Bourguiba in Tunis und fing an zu singen. "Mein Wort ist frei", lautet eine Textzeile auf Arabisch, "Wir haben keine Angst" eine anderem oder "Für die, die aufbegehren, sind wir die Stimme". Die Sängerin war vor wenigen Jahren nach Frankreich gezogen, aber wegen einer seit Wochen anhaltenden Proteste gegen die Staatsführung war sie in ihr Heimatland gekommen. 2015 sang Emel Mathlouthi ihren Song dann bei der Zeremonie zur Verleihung des Friedensnobelpreises. Vier Personen aus Tunesien wurden dabei für ihren Einsatz für Dialog und Demokratie geehrt.Diese Folge wurde in Ö1 am 04. 12. 2025 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 18m 28s | ||||||
| 11/12/25 | ![]() "Mona Ki Ngi Xica" - Bonga (Angola, 1972) | Zu Beginn der 1970er Jahre war Afrika weitgehend entkolonisiert. Nur Portugal hielt noch an den sogenannten Übersee-Provinzen fest. Dazu zählte Angola in Südwestafrika. Der Leichtathlet José Adelino Barceló de Carvalho - der wegen seiner sportlichen Leistungen ungewöhnlich viel Reisefreiheit genoss - half in dieser Zeit dabei mit, die Unabhängigkeitsbewegungen im Ausland miteinander zu vernetzen. Er musste ins europäische Exil gehen und nahm dort sein erstes Album "Angola 72/74" in seiner Muttersprache Kimbundu auf - darunter auch den Song "Mona Ki Ngi Xica" über emotionale Entwurzelung. 1975 wurde Angola als Folge der portugiesischen Nelkenrevolution unabhängig, versank aber für mehrere Jahrzehnte im Bürgerkrieg.Diese Folge wurde in Ö1 am 10. 11. 2025 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 20m 02s | ||||||
| 11/12/25 | ![]() "London Calling" - The Clash (UK, 1979) | 1978 erlebte Großbritannien einen ungewöhnlich kalten "Winter des Missvergnügens", dazu monatelange Streiks, eine Kernschmelze in einem US-amerikanischen Nuklearkraftwerk und die zweite Ölpreiskrise. Die britische Post-Punk-Band The Clash sah sich gezwungen, mit dem Song "London Calling" einen lauten, verzweifelten Notruf aus dem Herzen eines untergehenden Imperiums abzusetzen. Sänger Joe Strummer griff zu Galgenhumor, um sich und die Welt auf die konservative Gegenrevolution der 1980er Jahre einzustimmen. Denn mit der Wahl von Margaret Thatcher zur britischen Premierministerin waren Nachkriegskonsens und sozialer Ausgleich in sich zusammengebrochen. "London Calling" gilt heute trotz seines düsteren Inhalts als essentieller Protestsong.Diese Folge wurde in Ö1 am 11. 11. 2025 gesendet und ist Teil des kultur- und zeitgeschichtlichen Archivs von Ö1:Playlist und Literaturliste zum Podcast | 19m 31s | ||||||
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