
About this episode
The episode explores the struggle of expressing profound truths amidst the constraints of time and existence, drawing on literary references.
Mir geht es wie dem Borchert . Naja, doch nicht so ganz. Aber schon auch irgendwie. Denn da will ein Text aus mir heraus , ein langer Text, für den ich (jedenfalls diese Woche) viel zu wenig Zeit habe. Und auch wenn es nicht meine Restlebenszeit ist, die da vor mir schwindet, so werde ich doch an seinem Ende mehr gesagt haben wollen, als mir jetzt möglich scheint. Wie machen wir nun aus dieser Not vielleicht sogar eine Tugend? Thomas Bernhard formuliert das in der Ursache so: “Aber ich deute nur an.” Was eine gute Herangehensweise ist an ein Thema, das so bodenlos abgründig ist, dass es einem sowieso lebenslang immer zu viel sein wird, von den nachfolgenden Generationen einmal ganz zu schweigen. Also versammle ich hier alle Andeutungen … und ihr könnt selber weiter suchen … “Sag deinem Kumpel die Wahrheit , beklau ihn im Hunger, aber sag es ihm dann. Und erzähl deinen Kindern nie von dem heiligen Krieg: Sag die Wahrheit , sag sie so rot wie sie ist: voll Blut und Mündungsfeuer und Geschrei. Beschwindel das Mädchen noch nachts, aber morgens, morgens sag dann die Wahrheit: Sag, daß du gehst und für immer. Sei gut wie der Tod. Nitschewo. Kaputt. Denn wir sind Neinsager. Aber wir…
Topics covered
- literature
- existentialism
- truth
- nihilism
- protest
Keywords
- truth
- nihilism
- literature
- existentialism
- Thomas Bernhard
Mentioned in this episode
Books & works: Draußen vor der Tür
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