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WM-Spezial 2026: Ecuador gegen Deutschland
Jun 25, 2026
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Plötzlich im Jahr 2007
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WM-Spezial 2026: Deutschland gegen Elfenbeinküste
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Internationaler Ersteindruck
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| 6/25/26 | ![]() WM-Spezial 2026: Ecuador gegen Deutschland | Der Reiseführer hatte geschrieben, man müsse sich die Höhe von Quito wie einen unsichtbaren Gegner vorstellen. Elena hatte das für Unsinn gehalten. Jetzt, auf zweitausendachthundert Metern, revidierte sie ihre Idee. Sie war gut in den Urlaub gestartet. Zwei Tage Küste, leichtfüßig, ohne Probleme. Dann Ecuador von unten nach oben, Bus um Bus, und plötzlich war die Luft dünn und der Kopf leer. Trotzdem stand sie um 6 auf der Dachterrasse des Hostels. Keine Minute Pause, das hatte sie sich vorgenommen. Die Reise war kurz, drei Wochen, jeder Tag zählte. Sie wollte nichts schonen, schon gar nicht sich selbst. Unten auf der Straße lief ein Mann mit einem Transistorradio am Ohr vorbei. Er blieb an der Ecke stehen, lauschte, fluchte leise, ging weiter. Irgendetwas lief nicht nach Plan für ihn heute. Elena trank ihren Kaffee und dachte an zu Hause. Ihre Schwester hatte gesagt: Du wirst nach zwei Wochen müde sein und nichts mehr sehen wollen. Aber das Gegenteil passierte. Je länger sie unterwegs war, desto genauer schaute sie hin. Keine Unkonzentriertheit, keine Ungenauigkeit im Blick. Als würde die Reise selbst sie schärfen. Um 7 war sie unten auf der Straße. Der Mann mit dem Radio kam zurück, diesmal von der anderen Seite. Er sah sie an und hob kurz die Hand, wie jemand, der weiß, dass der Morgen für alle schwierig anfängt, aber trotzdem nicht aufhört. | — | ||||||
| 6/21/26 | ![]() Plötzlich im Jahr 2007 | Ich ging zum Rhein runter, obwohl ich den Rhein nie leiden konnte, nicht den Rhein selbst, sondern dieses Zum-Rhein-Runtergehen. Am Übergang von der Agentur zur Rheinpromenade stand ein Mann, der Teddy ähnlich sah, aber nicht Teddy war, schlimm genug Teddy allerdings, um mich sofort zu verärgern. Er sagte, er komme aus dem Jahr 2026. Ich sagte, das sei keine Information, sondern eine hanebüchende Belästigung. Er zog ein großes, flaches iPhone hervor, glatt und anmaßend, und zeigte mir darauf Fotos, die Sagrada Familia, weitergebaut als erlaubt, und einen Kassenzettel mit einem Datum, das es noch nicht geben durfte. Ich sagte, das sei alles gefälscht. Kalender armselig, Fotos verdächtig, Kassenzettel die verknüllte Inkorporation einer Niederlage. Dann gab er mir eine Euro-Münze. Prägedatum 2021. Ich hielt sie in der Hand und dachte, dass es doch lächerlich war, dass die Zukunft, wenn sie sich schon beweisen will, ausgerechnet als Kleingeld erscheint. Er sagte, nun müsse ich ihm glauben. Ich sagte, ich müsse gar nichts. Da öffnete der clonkatzige Teddy sein Telefon und spielte mir eine Podcastfolge vor. Die Stimme von Teddy sagte: Herr Müller. Ich sagte: Herr Teddy. Teddy sagte: Es ist Zeit. Und ich antwortete: Hallo, ja. Es war, so sagte er, unsere aktuelle Folge aus dem Jahr 2026. Eine Folge darüber, wie man im Jahr 2007 beweist, dass man aus dem Jahr 2026 kommt. Ich gab ihm seine Münze zurück. Solle sich ein Eis dafür kaufen. Er sagte, hier ginge das vielleicht noch, im Jahr 2026 würde man dafür nicht einmal mehr 5 Minuten in der Bonner Innenstadt parken können. Er fragte, ob ich überzeugt sei. Ich sagte, überzeugt nicht. Aber ruiniert, sagte ich, ruiniert sei ich jetzt immerhin. | — | ||||||
| 6/20/26 | ![]() WM-Spezial 2026: Deutschland gegen Elfenbeinküste | WM-Spezial 2026: Deutschland gegen Elfenbeinküste | — | ||||||
| 6/14/26 | ![]() Internationaler Ersteindruck | Sehr geehrte Wikipedia-Redaktionen der Welt, hiermit bewerbe ich mich auf die Position des Erstbildes. Mir ist bewusst, dass diese Position bei Ihnen nicht ausgeschrieben wird, sondern auf einem komplexen, undokumentierten Konsensverfahren basiert, das jede Sprachversion eigenständig pflegt – manchmal über Jahre, manchmal über Nacht. Genau das macht für mich den Reiz aus. Ich bringe alles mit, was Sie suchen. Ich bin assoziationsoffen. Ich behaupte nichts Falsches, aber auch nichts Eindeutiges. Ich biete genug visuelle Information, um die nachfolgenden Bilder nicht überflüssig zu machen, und nicht so viel, dass ein Klick auf den Artikeltext entbehrlich würde. Ich kann Begriff sein, ohne Begriff zu erklären. Ich neige nicht zur Repräsentationspflicht. Ich arbeite gerne in Umfeldern, in denen ich in einer Zehntelsekunde bewertet werde und in denen niemand erklären muss, warum ich oben stehe. Sollte für die Hauptposition kein Bedarf bestehen, biete ich mich auch für die Position als zweites, drittes, viertes oder fünftes Bild einer Seite an. Die hinteren Plätze sind in meinen Augen unterbewertet, und ich schätze die damit verbundenen Aufstiegschancen. Mit freundlichen Grüßen Friedrich Aufmacher | — | ||||||
| 6/14/26 | ![]() WM-Spezial 2026: Deutschland gegen Curaçao | Ana sagte, beim ersten Tango spüre man die Bühne unter den Füßen wie heißen Sand. José verstand das nicht, bis er an diesem Mittwochabend am Hafen seinen ersten Schritt tat. Er war nervös. Anfängliche Schwierigkeiten, sagte er sich, das ist normal. Seine Schuhe schienen ihm fremd. Der Rhythmus, den er die ganze Woche gehört hatte, war plötzlich weg, als hätte ihn jemand aus dem Raum getragen. Er trat seiner Partnerin auf die Spitze, entschuldigte sich, trat sie noch einmal. Erst nach dem zweiten Lied fand er hinein. Wie wenn man einen Cocktail mixt und plötzlich merkt: jetzt stimmt die Mixtur. Ein bisschen weniger Druck im Fuß, ein bisschen mehr Vertrauen in das Schwingen der Hüfte. Und plötzlich war es leicht. Leichtfüßig. Als sei die Schwerkraft eine Verabredung, die man auch absagen konnte. Draußen, hinter den großen Fenstern, schlugen die Wellen an die Hafenmauer; das Wasser war wärmer als sonst um diese Jahreszeit, und ein paar Jugendliche sprangen lachend hinein. Drinnen kam José zur Ruhe. Eine Frau am Tresen schob ihm wortlos ein Glas zu, in dem etwas Blaues schimmerte. Curaçao, sagte sie. Probier mal. Er trank, schmeckte etwas zwischen Veilchen und Salz, lächelte, dachte: ein unbeschwerter Abend. Genau so. Ana sah ihm vom Türrahmen aus zu und nickte. Beim ersten Tango, dachte sie, finden manche den Rhythmus, manche das Meer. José hatte heute beides gefunden. Auf dem Heimweg, am Kai, blieb er noch einen Moment stehen. Das Wasser war ruhig jetzt, die Wellen rollten nur leise gegen die Steine, und irgendwo weiter draußen sang jemand auf einem Boot. Unser gemeinsames Orakelergebnis: 3:1 für Deutschland | — | ||||||
| 6/7/26 | ![]() Ente, Piano, Rom | Ente, Piano, Rom | — | ||||||
| 5/31/26 | ![]() Terminsache | Für die Shownotes war leider keine Zeit, sie werden nachgereicht. | — | ||||||
| 5/24/26 | ![]() Undercover Discoveries | Lieder leben, Lieder sterben, das möchte wohl keiner bestreiten. Falls aber doch, postulieren wir das einfach mal. Wenn das also unsere Annahme ist, können wir wohl auch annehmen, dass jedes Lied irgendwann noch einmal wiedergeboren werden möchte. Je häufiger, desto besser, denn umso mehr lebt es. Manche Lieder haben Glück und landen bei Sinéad O’Connor, Aretha Franklin oder Johnny Cash. Andere landen bei Esel. Das Cover ist nicht das Lied. Es ist ein anderes, oft merkwürdiges Wesen. Es steht vor dem Original und sagt: „Hallo, ich bin du, aber anders.“ Vielleicht sagt es auch: „Ich bin besser, ich stehe ja auf deinen riesigen Schultern.“ Oder es sagt gar nichts, obwohl es eigentlich nur „Bitte verzeih mir, ich wollte dich nicht beleidigen!“ hätte sagen sollen. In dieser Folge widmen sich Esel und Teddy der Kunst des schlechten Coverns. Also jener Kunstform, bei der man ein bekanntes Lied nicht zerstört, sondern nur so weit beschädigt, dass jemand anderes noch erraten kann, was es früher einmal war. Esel spielt Akkorde. Teddy erkennt Lieder. Oder erkennt zumindest die Absicht hinter den Akkorden. Das ist vielleicht noch schwieriger. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Auch ein schlechtes Cover ist eine Wiedergeburt. Nur eben eine, bei der der Arzt kurz das Zimmer verlässt. | — | ||||||
| 5/17/26 | ![]() Ping Pongcast – spüre den Ball (Podstock 2026) | rundlauf ping pong ping pong udo toby ping pong anika lopacker ping pong netz aus ping pong du schlägst auf angabe ping pong anstellen rundlauf ping pong schläger blödsinn ping pong richtig ball ping pong wacken falsch ping pong glückwunsch warum ping pong weiß ich nicht spüre den ball ping pong rundlauf Podstock | — | ||||||
| 5/10/26 | ![]() Je später der Rückblick, desto schöner die Erinnerungen (Podstock 2026) | Die wahren Podstocks sind die Podstocks, die wir verloren haben. Nicht verloren wie einen Autoschlüssel oder einen Waschlappen, den man nach zwei Übernachtungen über dem Handtuchhalter hängen lässt, sondern verloren in dieser besonderen Weise, in der etwas wundervoll Schönes, kurz nachdem es in einem Zimmer unseres Lebens geschehen ist, schon in ein anderes Zimmer hinübergeht. Einen Moment lang steht die Türe noch einen Spalt offen, dann schließt sie sich. Dort sitzt es dann neben dem Geschmack eines asiatischen Gemüsecurrys, dem metallischen Geruch einer Wunderkerze, dem warmen Klang einer Gitarre und dem Atem einer Küche um zwei Uhr nachts, und wartet, bis ein Geruch, ein Lied oder ein Schluck Mate es wieder aufweckt. Ich glaubte, Podstock sei ein Wochenende gewesen. Zwei Nächte, ein Programm, ein quietschendes, unebenes Bett, ein Frühstück, zu dem man zu spät oder zu früh oder gar nicht kam, eine Bühne, Lieder, ein Heimweg im beheizten Autositz. Mais non. Erst später, zurück im gewohnten Zimmer des Lebens, wenn der Kalender wieder seine bunten Blöcke zeigt, die den Tag ordnen und zumauern, bis man dahinter nichts mehr erkennen kann und niemand mehr im Treppenhaus „Heute kann es regnen“ singt, verstehe ich, dass Podstock nicht dort war, wo ich es damals vermutete. Nicht in Damme, nicht im Zelthaus, nicht im Atrium. Es war in diesem kurzen Blick, den jemand mir zuwarf, getragen von einer Ahnung, dass gleich etwas sehr Schönes passieren würde. Und so wird die Erinnerung nicht grau, nicht traurig oder nostalgisch, solange man sie nicht presst, trocknet und einheftet. Man muss sie atmen lassen. Man darf von ihr zehren wie von einem kleinen Vorrat Licht: nicht, um die Gegenwart zu verdunkeln, sondern um sie besser auszuleuchten. Denn was vergangen ist, ist nicht fort. Es hat nur die Form gewechselt. Aus Blicken wurden Feuer, aus Gesprächen Wärme, aus Umarmungen Zuhause, aus Applaus Dankbarkeit, aus Udos Podcastpreis auf Papier eine kindliche Freude und aus einem Wochenende Flügel. Vielleicht ist das die eigentliche Kunst: nicht zurückzuwollen, sondern zu wissen, dass etwas so schön war, dass es in einem weiterarbeitet. Ohne Eintrittsbändchen. Aber mit einer liebevollen Gewissheit: Es war wirklich da. Und gerade weil es vorbei ist, gehört es uns auf eine Weise, die uns die Zeit niemals nehmen kann. Und vielleicht ist das Schönste an einer Erinnerung, die nicht versucht, festzuhalten, sondern trägt: dass sie uns nicht zurückzieht, sondern nach vorn. Zum nächsten Podstock. Links zur Episode: https://schwuppdiwupp.podcaster.de/ https://parlamentsrevue.de/ https://travellingjack.de/podcasts https://www.stitchnbitch.de/ https://www.kultpess.de/ https://lno.lanothek.de/podstock-2026/ | — | ||||||
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| 5/3/26 | ![]() Die Entstehung von Esel und Teddy – Das Musical (Podstock 2026) | Für Leni: Wir planten groß, doch konnten kaum Wir wussten ja auch gar nicht, wie Dann kamst du und hast uns aufgebaut Aus Blödsinn wurde Harmonie Sag jetzt bitte nicht: „War doch nichts dabei“ Wir werden dir ewig dankbar sein. Podstock hielt uns sicher, machte alles leicht In unseren Herzen tragen wir euch heim Du kamst rein wie ein Glitzerstern Hast uns beruhigt: „Ihr schafft das schon“ Hast uns gezeigt, wie alles geht Am Ende hast du uns gere-re-rettet Ja, du, du hast uns gere-re-rettet Du hast uns in das Licht gehoben Und keiner lief davon Ein sicherer Raum, ein kleines Glück Aus Blödsinn hast du Musik gemacht Sag jetzt bitte nicht: „War doch nichts dabei“ Wir werden ewig dankbar sein. Podstock hielt uns sicher, machte alles leicht In unseren Herzen tragen wir euch heim Du kamst rein wie ein Glitzerstern Hast alles richtig eingesungen Mit uns geprobt, uns aufgestellt, Hast uns am Ende dann gere-re-rettet Du kamst rein wie ein Glitzerstern Hast uns gesagt: „Ihr zieht das durch“ Hast uns gezeigt, wie alles geht Hast uns am Ende dann gere-re-rettet Ja, du, du hast uns gere-re-rettet Wir wollten aus der Komfortzone Doch haben wir uns gar nicht getraut Das war schon ein bisschen groß für uns Doch du machtest Bühne draus Und Podstock ließ uns einfach rein Wir durften kurz auch Glitzer sein Podstock ließ uns einfach rein Sag jetzt bitte nicht: „War doch nichts dabei“ Wir werden dir ewig dankbar sein. Musik und Idee: https://www.youtube.com/watch?v=k2iN9WP0_K4 | — | ||||||
| 4/26/26 | ![]() Esel und Teddy – Das Musical (Podstock 2026) | Esel und Teddy sind unzufrieden. Die Downloadzahlen ihres Podcasts stürzen ab – doch woran liegt das? Sind sie zu alt geworden, oder gehen ihnen einfach die Ideen aus? Die beiden beschließen kurzerhand, sich neu zu erfinden und ganz frisch durchzustarten. Zwischen großen Ambitionen, verletzten Eitelkeiten und wachsenden Missverständnissen verlieren sie jedoch aus den Augen, wofür sie einmal angetreten sind. Erst ein gekonnter Blick von außen hilft ihnen zu erkennen, was es im Leben wirklich braucht. Vielen Dank, Leni – einfach für alles! Vielen Dank, Jan – für die Anmoderation und vor allem dafür, dass du den Sound für uns gerettet hast. Vielen Dank, Podstock – Orga, Technik, Zuhörer*innen; wir hätten uns keinen anderen Ort vorstellen können, um live vor Publikum zu singen. Vielen Dank, Udo – für den Podcastpreis auf Papier. Die Musik der sechs Songs hat Suno für uns komponiert. In der kommenden Episode werden wir zu dritt über den Weg berichten, den wir bis zum Auftritt am 11. April 2026 genommen haben. Alle Songtexte findet ihr auf der Website zu dieser Episode. | — | ||||||
| 4/19/26 | ![]() Der große Babo auf dem Pfeifenstrich✨ | poetrylove+2 | — | AchtungNatur | — | letterlife design+3 | — | 47m 13s | |
| 4/12/26 | ![]() Feuer, Zähne, Kaffee, Bier✨ | comedyperformance+1 | — | KaffeefilterKamillentee+1 | SpanienUlmenhorst+1 | ZahnbürsteKaffeefilter+2 | — | 32m 01s | |
| 4/5/26 | ![]() Zwei nackte Flaneure✨ | FlaneureFreundschaft+2 | — | Freundschaft am EndeFlaneure | Scherz | nacktSpaziergang+2 | — | 22m 05s | |
| 3/29/26 | ![]() Fenster zur Welt✨ | poetrytravel+1 | — | Hawaii Osterinsel | TokyoFeuerland+2 | livestreamwebcams+3 | — | 55m 29s | |
| 3/25/26 | ![]() Das Einkaufszentrum von Sachsenotto✨ | JubiläumEinkaufszentrum+2 | — | BallonsKerzen+2 | BallonsKerzen+2 | JubiläumEinkaufszentrum+4 | — | 1h 21m 19s | |
| 3/22/26 | ![]() Felosophie✨ | FelosophieVerdrängung+1 | — | Konsequenzen | — | Rückspultaste | — | 15m 36s | |
| 3/15/26 | ![]() So schlecht waren wir noch nie✨ | Prager BotschaftGenscher+3 | — | MengePrager | — | KassettenrekorderRückspultaste+3 | — | 1h 31m 10s | |
| 3/8/26 | ![]() Die, in der Esel einen Nasenabdruck von Teddy macht✨ | — | — | — | Esel | — | — | 35m 27s | |
| 3/1/26 | ![]() How to pronounce Ortsname in the Landessprache✨ | pronunciationlanguage+1 | — | — | KölleReading+4 | OrtsnameKölle+6 | — | — | |
| 2/22/26 | ![]() Klarinetten-Karl und Trompeter-Pan✨ | MusikFortbildung+1 | — | NasenflöteTrompete+4 | Ruhm | PodstockMusikwissen+1 | — | 44m 41s | |
| 2/15/26 | ![]() Fundgrube der Negativität | Aus "The Metropolitan Chronicle", 17. Oktober 1893 Der Äther-Salon der endlosen Stimmen Mit Bewunderung und erheblicher Beklemmung vermerkt dieses Blatt eine frische Neuerung unseres ruhelosen Zeitalters. Dampf zähmte die Entfernung, der Telegraph die Zeit, das Telefon die Rede. Nun aber tritt ein Gerät hinzu, klein wie ein Etui, doch groß in seinen Folgen: Es bringt fremde Stimmen, konserviert und beliebig wieder abrufbar, direkt ins Ohr des Bürgers. Ohne Versammlung, ohne gesellschaftliche Hemmung. Die Erfinder preisen Unterhaltung zum Mitnehmen. Wir sind weniger heiter gestimmt. Denn bereits mehren sich Berichte, dass Menschen abhängig werden von diesem stetigen Strom gesprochener Worte. Man sieht Schreiber über das Pflaster wandern, mit leerem Blick, als stünden sie im vertraulichen Gespräch mit unsichtbaren Bekannten. Damen lachen im Park über Witze, die niemand sonst gehört hat. Lehrlinge meiden lebendige Kollegen und wählen lieber die ewige Stimme aus der Tasche. Selbst im Orchestergraben macht sich die Veränderung bemerkbar. Trompeter-Pan, einst bekannt für seinen kräftigen Auftritt zur rechten Stunde, erscheint neuerdings mit Bügeln auf den Ohren zur Probe und verpasst den Einsatz, weil er einer fernen Debatte lauscht. Klarinetten-Karl wiederum, sonst Meister der feinen Zwischentöne, nickt entrückt, während um ihn herum gestimmt wird. Als gelte seine Aufmerksamkeit nicht mehr dem Atem der Mitspieler, sondern dem Atem unsichtbarer Erzähler. Noch bedenklicher sind erste ärztliche Beobachtungen: Das Ohr, so fein gebaut, passt sich dem Bügelwerk der Hörkapseln an. Nach Wochen des Gebrauchs soll sich das Knorpelwerk dem Druck beugen, die Ohrmuschel der Form des Geräts entgegenkommen und bisweilen diese Form sogar behalten, als hätte die Natur dem Gummi und Metall die Oberhoheit eingeräumt. Ist dies Fortschritt? Man rühmt „Gemeinschaft“, weil der Hörer eine intime Nähe zu den unbekannten Sprechern empfinde. Doch was ist das für ein Verkehr, in dem einer unaufhörlich redet und der andere nur empfängt? Die alte Debatte verlangte Gegenrede und Mut; hier wird Meinung in den Bürger gegossen, ohne Widerspruch und Maß. Wir leugnen den Nutzen nicht: Nachrichten, Lehre, Trost. Aber wir mahnen zur Mäßigung. Wo das Ohr nie leer ist, bleibt der Geist selten allein. Und wenn die Stille verschwindet, verschwindet bald auch die echte Betrachtung. Die Wunder dieses Jahrhunderts sind zahlreich, aber nicht jedes ist harmlos. | — | ||||||
| 2/8/26 | ![]() Gibt es schöne APIs? | Im Schatten der Berge, wo die Hallen kühl und die Gesetze streng waren, lebte Karl Dav. Er war kein Fürst und kein König, sondern ein einfacher Hüter von Listen, Kalendern und Gedanken. Doch die Menschen vertrauten ihm. Denn Karl Dav lebte und handelte nach einem alten Kodex: DSGVO. Eines Tages jedoch riss der gierige Landvogt Bezo die Macht an sich und errichtete überall glänzende Festungen im Tal. Seine Armee war riesig, und wo immer sie entlangzog, verdunkelten sich Himmel und Boden zugleich. Dichte Wolken hingen über dem Land, und bald sprach man nur noch von "Bezos Wolke". Der Landvogt erschien eines Morgens selbst auf dem Marktplatz. Er ließ einen langen Vertrag ausrollen, so schwer, dass zwei Knechte ihn tragen mussten. Die Schrift war klein, die Sätze verschlungen, und niemand konnte sagen, wo er begann oder endete. „Es ist zu eurem Besten“, rief der Vogt. „Ihr müsst nur zustimmen.“ Neben den Vertrag stellte er einen Tisch. Darauf lagen Plätzchen, frisch gebacken, süß und harmlos duftend. In Wahrheit aber waren sie vergiftet und zwangen jeden der sie aß, in ewige Gefolgschaft. „Bedient euch“, sagte der Vogt freundlich. „Während ihr lest.“ Viele griffen zu. Karl Dav aber verweigerte die Plätzchen. Und den Vertrag. Er sammelte eine kleine Schar von Widerständlern um sich. Er nannte sie die „nächste Wolke“ – nicht hoch und blendend, sondern niedrig, schützend und nah bei den Menschen. Karl Dav war sich sicher, dass er die Herrschaft des Vogts brechen konnte, denn er trug ein besonderes Kartenset bei sich: die unsichtbaren Strategien. Als der Kampf aussichtslos schien, zog er die erste Karte. „Use an old idea.“ Die Worte klangen fremd, doch ihre Bedeutung war klar. Karl Dav erinnerte sich an alte Wege, die einst funktioniert hatten, und begann, sie erneut zu beschreiten. Die Wolke des Vogts lachte und breitete sich weiter aus, als kenne sie keine Grenzen. Karl Dav zog die nächste Karte. „Work at a different speed.“ Er verlangsamte alles. Keine hastigen Feldzüge mehr, sondern geduldige Schritte, kleine Vorstöße und beharrliche Rückgewinne. Als Zweifel durch die Reihen seiner Leute gingen, zog er erneut eine Karte. „Find a safe part and use it as an anchor.“ Das Land stand hinter ihm. Vorräte wurden geteilt, Zusagen gehalten, Vertrauen wuchs. Diese Sicherheit gab der „nächsten Wolke“ Halt – und dem Volk neue Kraft. Schließlich, im entscheidenden Moment, als der Vogt erneut den Vertrag hob und mit den Plätzchen winkte, zog Karl Dav die letzte Karte. „Do the obvious thing.“ Er hob die Armbrust. Nicht gegen die Wolke. Nicht gegen die Soldaten. Nur gegen den Vogt selbst. Der Schuss löste sich, und der Landvogt stürzte zu Boden wie ein leerer Sack. Der Vertrag fiel ihm aus der Hand und rollte sich nie wieder aus. Die Plätzchen blieben unberührt. Die Wolken verzogen sich. Die Menschen waren frei. Karl Dav aber verschwand wieder in den Bergen, zwischen Listen und Gedanken. Man sagt, manchmal ziehe er noch eine Karte. Nur um sicherzugehen. | — | ||||||
| 2/1/26 | ![]() Hiermit bewerbe ich mich | Sehr geehrte abgelutschte, gleichartige Podcaster, ich bewerbe mich als Shownotes-Specialist, weil ich in der Lage bin, aus struktureller Ineffizienz eine saubere Übersicht zu bauen. Ich kann Spielmechaniken so erklären, dass sie auch dann verständlich bleiben, wenn während der Aufnahme spontan Bonuspunkte erfunden werden. Ich kann Timecodes setzen, selbst wenn nebenbei über Steve Ballmer, alte Computerzeitschriften und den Unterschied zwischen Zeppelin und Flugzeug gestritten wird. Ich arbeite gerne in Umfeldern, in denen „Vorbereitung“ als Mythos existiert und „im Zuge der Zeit“ als Methodik gilt. Mit freundlichen Grüßen Ihr RSS-Reader | — | ||||||
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