
Insights from recent episode analysis
Audience Interest
Podcast Focus
Publishing Consistency
Platform Reach
Insights are generated by CastFox AI using publicly available data, episode content, and proprietary models.
Most discussed topics
Brands & references
Total monthly reach
Estimated from 11 chart positions in 11 markets.
By chart position
- 🇩🇪DE · Life Sciences#48100K to 300K
- 🇪🇸ES · Life Sciences#9910K to 30K
- 🇮🇹IT · Life Sciences#1891K to 10K
- 🇦🇹AT · Life Sciences#2100K to 300K
- 🇭🇺HU · Life Sciences#1730K to 100K
- Per-Episode Audience
Est. listeners per new episode within ~30 days
80K to 246K🎙 Daily cadence·308 episodes·Last published 2d ago - Monthly Reach
Unique listeners across all episodes (30 days)
266K to 819K🇩🇪37%🇦🇹37%🇭🇺12%+8 more - Active Followers
Loyal subscribers who consistently listen
106K to 328K
Market Insights
Platform Distribution
Reach across major podcast platforms, updated hourly
Total Followers
—
Total Plays
—
Total Reviews
—
* Data sourced directly from platform APIs and aggregated hourly across all major podcast directories.
On the show
From 1 epsHost
Recent guests
No guests detected in recent episodes.
Recent episodes
Hantavirus in Österreich: Infektiologe Krause warnt vor Staub und Nagetieren
May 11, 2026
23m 20s
Schwangerschaftsdiabetes: Wenn frühe Kontrolle den Unterschied macht
May 4, 2026
23m 25s
Schnitzlers Wien - vergessene Pioniere der Medizin
Apr 27, 2026
32m 54s
Evolutionärer Pfusch? Die enge Passform bei der menschlichen Geburt
Apr 20, 2026
18m 28s
Klinische Studien einfach erklärt: der Weg zu neuen Medikamenten
Apr 13, 2026
21m 49s
Social Links & Contact
Official channels & resources
Official Website
Login
RSS Feed
Login
| Date | Episode | Topics | Guests | Brands | Places | Keywords | Sponsor | Length | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5/11/26 | ![]() Hantavirus in Österreich: Infektiologe Krause warnt vor Staub und Nagetieren | Das Interview mit dem Grazer Infektiologen Robert Krause beleuchtet die oft unterschätzte Gefahr von Hantavirus-Infektionen. Diese Infektionen werden vor allem durch aufgewirbelten Staub mit kontaminiertem Nagetierkot übertragen. Ein Fallbeispiel eines Landwirts zeigt, wie schnell eine alltägliche Tätigkeit zum Gesundheitsrisiko werden kann. Besonders im Frühling steigt die Gefahr, da trockene Bedingungen die Verbreitung virushaltiger Partikel begünstigen. Krause erklärt, dass die in Österreich vorkommende Virusvariante meist nicht tödlich ist, aber dennoch schwere Krankheitsverläufe verursachen kann. „Der Staub war kontaminiert mit dem Kot einer Mausart“, betont er und verweist auf die Rötelmaus als Hauptüberträger. Typische Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu Nierenproblemen. Wichtig sei daher Prävention. Schutzmaßnahmen wie das Befeuchten staubiger Flächen und das Tragen von Masken können das Infektionsrisiko deutlich reduzieren. | 23m 20s | ||||||
| 5/4/26 | ![]() Schwangerschaftsdiabetes: Wenn frühe Kontrolle den Unterschied macht✨ | SchwangerschaftsdiabetesGesundheit des Kindes+5 | — | MedUni Wien | Österreich | SchwangerschaftsdiabetesBlutzucker+7 | — | 23m 25s | |
| 4/27/26 | ![]() Schnitzlers Wien - vergessene Pioniere der Medizin | Die Hörgang Episode 402 führt in die faszinierende Welt der Wiener Medizin um 1900 und beleuchtet Persönlichkeiten, deren Geschichten oft im Schatten ihrer wissenschaftlichen Leistungen stehen. Ausgangspunkt ist ein berühmtes Zitat von Johann Schnitzler: Ein Schnupfen dauert unbehandelt sieben Tage – behandelt eine Woche. Humorvoll und bis heute aktuell, zeigt es, wie zeitlos medizinische Beobachtungen sein können. Im Gespräch mit Genealogen Georg Gaugusch werden fünf Ärzte näher betrachtet, darunter Josef Halban, Leopold Wittelshöfer und Robert Bárány. Dabei wird deutlich, wie eng Medizin, Gesellschaft und Politik miteinander verwoben waren. Viele dieser Mediziner stammten aus weit verzweigten Familiennetzwerken der Donaumonarchie, die Bildung und Aufstieg ermöglichten. Gleichzeitig offenbaren sich gesellschaftliche Spannungen: Antisemitismus, bürokratische Hürden und Konkurrenzkämpfe prägten Karrieren. Trotz herausragender Leistungen wurden viele benachteiligt oder zur Emigration gezwungen. Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie Wien einst ein Zentrum medizinischer Innovation war – und wie politische Entwicklungen diesen Reichtum gefährdeten. Ein hörenswerter Beitrag über Wissenschaft, Geschichte und die Menschen dahinter. | 32m 54s | ||||||
| 4/20/26 | ![]() Evolutionärer Pfusch? Die enge Passform bei der menschlichen Geburt | In dieser Podcast-Episode erklärt die Evolutionsbiologin Dr. Barbara Fischer die spannende Herausforderung der menschlichen Geburt: das Verhältnis von Kopfgröße Neugeborener zum mütterlichen Becken. Obwohl die Evolution erstaunliche Anpassungen hervorgebracht hat, ist der menschliche Geburtsprozess ein Kompromiss – kein perfektes Design. Neugeborene kommen mit flexiblen Schädelplatten zur Welt, die sich bei der Passage durch den Geburtskanal leicht komprimieren lassen, während das mütterliche Becken durch Gelenke minimal erweiterbar ist. Dr. Fischer erläutert, dass größere Köpfe evolutionär Vorteile für kognitive Fähigkeiten bringen, aber zu groß für den Geburtskanal werden können, was früher die Überlebenschancen reduzierte. Moderne Geburtshilfe, insbesondere Kaiserschnitte, ermöglicht es heute, diesen evolutionären Engpass zu überwinden. Gleichzeitig sind die Beckendimensionen ein Kompromiss zwischen Geburtsfähigkeit und Stabilität für den aufrechten Gang sowie für den Beckenboden, der für die Organfunktion entscheidend ist. Die Expertin betont auch, dass äußere Schönheitsideale oder Körpergröße nur bedingt Rückschlüsse auf die inneren Beckendurchmesser zulassen. Evolutionäre Selektionsdrücke haben über Jahrtausende ein Gleichgewicht geschaffen, das teilweise durch medizinische Eingriffe ergänzt wird. Die Mobilität des Beckens und gezielte Übungen können den Geburtsprozess unterstützen, ersetzen aber nicht die Notwendigkeit von sicheren medizinischen Eingriffen, wenn die Natur an ihre Grenzen stößt. | 18m 28s | ||||||
| 4/13/26 | ![]() Klinische Studien einfach erklärt: der Weg zu neuen Medikamenten | Die Zukunft der klinischen Forschung in Österreich nimmt zunehmend konkrete Formen an. Moderne Forschungszentren, die derzeit an der MedUni Wien entstehen, sollen den Weg von wissenschaftlichen Erkenntnissen zur praktischen Anwendung deutlich verkürzen. Ziel ist es, neue Therapien schneller, sicherer und individueller zu den Patientinnen und Patienten zu bringen. Das sagt Prof. Dr. Markus Zeitlinger, Leiter der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie der MedUni Wien, im Gespräch mit Springer-Podcast-Chef Martin Krenek-Burger. Ein wesentlicher Fortschritt liegt demnach in der engeren Verzahnung von Forschung und Klinik. Früher fanden Studien oft isoliert statt. Neue Strukturen ermöglichen nun eine direkte Integration in den medizinischen Alltag. Patientinnen und Patienten können dadurch frühzeitig von innovativen Behandlungsmethoden profitieren, oft lange bevor diese zum allgemeinen Standard werden. Besonders wichtig sind dabei die Phase-1- und Phase-2-Forschung. In diesen Phasen testen Forscher neue Medikamente erstmals am Menschen und überprüfen ihre Wirksamkeit. Dank moderner Technologien, wie bildgebender Verfahren und molekularer Analysen, lassen sich Therapien heute präziser an individuelle Bedürfnisse anpassen. Vertrauen bleibt ein entscheidender Faktor. Klinische Studien unterliegen strengen ethischen und rechtlichen Vorgaben. Transparenz, Aufklärung und die aktive Einbindung der Patientinnen und Patienten sind unerlässlich, um Vorbehalte abzubauen. Die Lehre aus der Vergangenheit ist klar: Fortschritt in der Medizin entsteht durch Forschung. Je effizienter diese organisiert ist, desto schneller profitieren alle davon. Die Medizin von morgen beginnt daher schon heute. | 21m 49s | ||||||
| 4/8/26 | ![]() Liquid Biopsy: Revolution in der Krebsfrüherkennung – Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs | Die Krebsmedizin steht vor einem Wendepunkt: Die Liquid Biopsy könnte Tumore früher erkennen als bisherige Methoden. Besonders bei aggressiven Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsenkrebs könnte dies entscheidend sein. Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den tückischsten Krebsarten. Der Tumor wächst oft unbemerkt, zeigt kaum Symptome und wird meist spät entdeckt. Dann ist Heilung oft nicht mehr möglich, was die Überlebensrate senkt. Ein weiteres Problem ist die Biologie des Tumors. Er bildet früh Metastasen und schafft ein Umfeld, das das Immunsystem hemmt und Therapien erschwert. Hier greift die Liquid Biopsy. Statt Gewebeproben analysiert man Blutproben, um Tumorspuren wie zirkulierende Tumor-DNA oder Krebszellen zu finden. Der große Vorteil: - Nicht-invasiv (keine Operation nötig) - Wiederholbar (Verlaufskontrolle möglich) - Ganzheitlicher Blick auf den Tumor Diese Methode könnte nicht nur bei der Diagnose helfen, sondern auch Therapien individueller gestalten und deren Erfolg überwachen. Trotz der vielversprechenden Technologie gibt es Hürden. Für den Einsatz als Screening-Test bei Gesunden muss sie extrem zuverlässig sein. Ein zentrales Problem: - Falsch-positive Ergebnisse könnten unnötige Angst und belastende Untersuchungen auslösen - Kleinste Tumorsignale müssen sicher erkannt werden Gerade bei seltenen Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsenkrebs ist das Verhältnis von Nutzen und Aufwand kritisch. Derzeit arbeitet man intensiv an Multi-Cancer-Tests, die mehrere Krebsarten gleichzeitig erkennen sollen. Erste Studien zeigen, dass sogar frühe Tumorstadien detektierbar sind, doch es besteht noch Verbesserungsbedarf bei Genauigkeit und Sensitivität. Ein vielversprechender Ansatz ist die Kombination von Liquid Biopsy mit künstlicher Intelligenz. Durch die Analyse komplexer Datenmuster könnten Tumorsignale präziser identifiziert werden. Die Liquid Biopsy könnte die Krebsdiagnostik revolutionieren. Vor allem bei schwer erkennbaren Tumoren wie Bauchspeicheldrüsenkrebs könnte sie Leben retten. Bis zur breiten Anwendung im Gesundheitssystem wird es jedoch noch Jahre dauern. Entscheidend wird sein, dass die Tests nicht nur technisch funktionieren, sondern auch die Überlebenschancen nachweislich verbessern. Die Vision bleibt klar: Ein einfacher Bluttest als Teil der Vorsorgeuntersuchung – und Krebs wird erkannt, bevor er zur Gefahr wird. | 20m 16s | ||||||
| 3/25/26 | ![]() Gustav Klimt und die Medizin: Wie Kunst und Wissenschaft Wien um 1900 prägten | Gustav Klimt, bekannt als Maler des Goldes und der Sinnlichkeit, zeigt sich in einer neuen Sonder-Ausstellung im Wiener Josephinum von einer anderen Seite: als präziser Beobachter der Medizin. Die Schau verdeutlicht die enge Verbindung von Kunst und Wissenschaft um 1900. Klimt studierte Anatomie, schaute durch Mikroskope und ließ sich von Zellen, Gewebe und Körperformen inspirieren. Was er sah, verwandelte er in Kunst. Seine Werke erzählen nicht nur von Schönheit, sondern auch von Vergänglichkeit. Geburt, Krankheit und Tod stehen gleichberechtigt nebeneinander. Gerade das machte ihn zum Skandal. Sein Fakultätsbild „Medizin“ widersprach den Erwartungen. Statt Fortschritt zeigte er die Zerbrechlichkeit des Menschen. Auftraggeber waren irritiert, das Werk wurde abgelehnt. Heute wirkt dieser Blick modern. Die Ausstellung ordnet Klimt in seine Zeit ein: Wien als „Labor der Moderne“, in dem Ärzte, Künstler und Denker im Austausch standen. Anatomie war nicht nur Wissenschaft, sondern auch Quelle der Ästhetik. Das Josephinum, selbst ein Ort medizinischer Geschichte, wird so zum idealen Schauplatz. Die Botschaft ist klar: Klimt war mehr als ein Maler schöner Oberflächen. Er zeigte das ganze Leben – in seiner Härte und seiner Wahrheit. Die Ausstellung ordnet Klimt in seine Zeit ein: Wien als „Labor der Moderne“, in dem Ärzte, Künstler und Denker im Austausch standen. Anatomie war nicht nur Wissenschaft, sondern auch Quelle der Ästhetik. Das Josephinum, selbst ein Ort medizinischer Geschichte, wird so zum idealen Schauplatz. Das Interview mit der Direktorin der Sammlungen der MedUni Wien, Dr. Christiane Druml, führt Martin Krenek-Burger. Die Botschaft ist klar: Klimt war mehr als ein Maler schöner Oberflächen. Er zeigte das ganze Leben – in seiner Härte und seiner Wahrheit. | 22m 00s | ||||||
| 3/18/26 | ![]() Chronische Rückenschmerzen vermeiden: Was Patienten wirklich hilft | Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Österreich. Rund ein Viertel der Bevölkerung leidet darunter. In vielen Fällen ließe sich die Chronifizierung vermeiden. Der „Tag des Rückenschmerzes“ am 15. März soll darauf aufmerksam machen. Frühe Information, Bewegung und eine rasche Rückkehr in den Alltag sind entscheidend. Trotz bestehender Leitlinien und Qualitätsstandards setzen viele dieses Wissen nicht um. Viele Patientinnen und Patienten schonen sich unnötig, obwohl gerade Aktivität langfristig Schmerzen reduziert. Ein zentrales Ziel ist es, Betroffene frühzeitig richtig zu informieren und zu begleiten. Ein dreistufiges Versorgungskonzept soll künftig sicherstellen, dass akute, ungefährliche Rückenschmerzen rasch erkannt und effektiv behandelt werden. So könnten bis zu 80 % der Fälle vor einer Chronifizierung bewahrt werden. Dies wäre ein Gewinn für die Lebensqualität der Betroffenen und für das Gesundheitssystem insgesamt. | 40m 38s | ||||||
| 3/12/26 | ![]() Nierenerkrankungen bleiben lange unbemerkt. Patienten sagen: „Ich habe nichts gespürt“ | Die Niere arbeitet leise – wir beachten sie oft zu spät. Laut MedUni Graz zählen chronische Nierenerkrankungen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Über zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Prof. Kathrin Eller und Prof. Alexander Kirsch betonen, dass Früherkennung entscheidend ist. Besonders bei Diabetes oder Bluthochdruck ist die Albumin-Kreatinin-Ratio im Harn wichtig – ein Urintest, der Eiweißverluste misst. Neue Medikamente können den Krankheitsverlauf bremsen und eine Dialyse hinauszögern. Der Aktionstag World Kidney Day erinnert daran, Nierenwerte regelmäßig zu prüfen. Aufklären, gezielt testen, früh behandeln – das rettet Lebenszeit und entlastet das Gesundheitssystem. Der Podcast von Springer Medizin bietet dazu verständliche Einblicke. | 15m 03s | ||||||
| 3/2/26 | ![]() Globale Gesundheit in Gefahr: Was US-Kürzungen weltweit auslösen | Die USA ziehen sich aus der humanitären Hilfe zurück – und die Folgen sind dramatisch. Der Ausstieg aus der WHO und massive Kürzungen der US-Entwicklungshilfe reißen weltweit gefährliche Lücken. Impfprogramme stoppen. Medikamente fehlen. Geburtshilfe wird unbezahlbar. Besonders betroffen sind Kinder, Schwangere und Menschen in Krisenregionen. Im Hörgang spricht Roland Suttner, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen, über ein globales Hilfssystem am Limit. Warum private Organisationen staatliche Ausfälle nicht kompensieren können. Weshalb Konflikte, Flucht und Krankheiten zunehmen. Und was passiert, wenn Hilfe plötzlich Geld kostet – wie aktuell in der Demokratischen Republik Kongo. Ein Gespräch über politische Entscheidungen mit tödlichen Nebenwirkungen. Und über die Frage, wie viel Solidarität die Welt noch aufbringt. | 15m 29s | ||||||
Want analysis for the episodes below?Free for Pro Submit a request, we'll have your selected episodes analyzed within an hour. Free, at no cost to you, for Pro users. | |||||||||
| 2/25/26 | ![]() Rare Diseases sind nicht selten | Seltene Erkrankungen gelten als Randthema. Das ist ein Irrtum. Zusammengenommen betreffen sie hunderttausende Menschen. Sie bleiben unsichtbar, weil sie schwer zu erkennen sind, weil sie einzeln auftreten und weil sie nicht ins gewohnte Raster passen. Für Betroffene ist der Weg oft lang. Symptome sind diffus. Therapien greifen nicht. Erst eine klare Diagnose bringt Orientierung. Sie gibt der Krankheit einen Namen – und den Familien eine Perspektive. Noch wichtiger ist die frühe Diagnose. Beim Neugeborenen-Screening zeigt sich, was Medizin leisten kann: Erkrankungen werden entdeckt, bevor sie Schaden anrichten. Rechtzeitig behandelt, entwickeln sich Kinder oft völlig normal. In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert. Neue Medikamente greifen gezielt ein: in Stoffwechselprozesse, in Zellstrukturen, sogar in genetische Abläufe. Doch noch immer gibt es nur für einen kleinen Teil der bekannten seltenen Erkrankungen wirksame Therapien. Fortschritt braucht Geduld, Forschung und Daten. Entscheidend sind spezialisierte Zentren. Niemand kann 8.000 Krankheitsbilder überblicken. Aber wer Auffälliges erkennt, muss wissen, wohin er überweist. Vernetzung ersetzt Zufall. Register ersetzen Einzelfälle. Aktionstage schaffen Aufmerksamkeit. Doch Sichtbarkeit allein reicht nicht. Sie muss Folgen haben: klare Zuständigkeiten, gesicherte Finanzierung, strukturierte Übergänge vom Kindes- ins Erwachsenenalter. Ziel ist kein Schonraum, sondern Selbstständigkeit. Seltene Erkrankungen stellen Medizin und Gesellschaft auf die Probe. Sie zeigen aber auch, was möglich ist, wenn Wissen geteilt wird und Strukturen tragen. Man muss nur genau hinschauen. | 21m 20s | ||||||
| 2/16/26 | ![]() Wie der Darm unsere mentale Gesundheit beeinflusst | Milliarden Mikroorganismen leben in uns – vor allem im Darm. Dieses Mikrobiom steuert nicht nur die Verdauung, sondern greift tief in unsere Gesundheit ein. Immer deutlicher zeigt sich: Es beeinflusst auch die Psyche. Der Psychiater Martin Aigner erklärt, dass Darm und Gehirn eng verbunden sind. Über Nerven, Hormone und Botenstoffe stehen sie im ständigen Austausch. Besonders wichtig ist dabei Serotonin – ein Großteil dieses „Glückshormons“ entsteht im Darm. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht, kann sich das auch auf Stimmung und Stressreaktionen auswirken. Studien zeigen: Ein vielfältiges Mikrobiom geht oft mit besserer psychischer Gesundheit einher. Umgekehrt finden sich bei Depressionen oder Angststörungen häufig Veränderungen. Klare Ursachen sind schwer zu benennen – die Forschung spricht eher von Zusammenhängen als von eindeutigen Wirkungen. Ein zentraler Hebel ist die Ernährung. Ballaststoffe, Vielfalt und regelmäßige Mahlzeiten fördern „gute“ Bakterien. Einseitige, stark verarbeitete Nahrung kann das Gleichgewicht stören. Neue Ansätze setzen daher auf Prä- und Probiotika – als Ergänzung zur klassischen Therapie. Noch steht vieles am Anfang. Doch eines wird klar: Wer den Darm versteht, versteht auch die Psyche besser. | 14m 32s | ||||||
| 2/9/26 | ![]() Viren gegen resistente Keime: Die Rückkehr der Phagentherapie | Antibiotika verlieren an Kraft. Resistenzen breiten sich aus, Therapien scheitern. Allein in Österreich sterben jedes Jahr tausende Menschen im Zusammenhang mit multiresistenten Bakterien. Die Medizin sucht Auswege – und findet einen alten Ansatz neu: die Phagentherapie. Bakteriophagen sind Viren, die Bakterien gezielt befallen und zerstören. Entdeckt vor über hundert Jahren, gerieten sie im Westen in Vergessenheit. Heute erleben sie eine Renaissance, vor allem bei chronischen Infektionen, bei denen Antibiotika an ihre Grenzen stoßen. Phagen wirken anders: Sie dringen in die Bakterienzelle ein, vermehren sich dort und bringen sie zum Platzen. Das macht sie besonders interessant bei Keimen, die Biofilme bilden und sich so dem Zugriff klassischer Medikamente entziehen. An der MedUni Wien wurde die Phagentherapie erstmals außerhalb einer Studie erfolgreich eingesetzt. Ein junger, lungentransplantierter Patient litt an einer chronischen Infektion mit Pseudomonas aeruginosa, resistent gegen nahezu alle verfügbaren Antibiotika. Die Kombination aus inhalativem Antibiotikum und individuell ausgewählten Phagen brachte eine deutliche Besserung – und dem Patienten ein neues Lebensgefühl. Doch Phagen sind kein Wundermittel. Die Therapie ist aufwendig, hochgradig personalisiert und derzeit nur als individueller Heilversuch möglich. Für jeden Patienten müssen passende Phagen gefunden, getestet und mit geeigneten Antibiotika kombiniert werden. Zudem fehlen in Österreich noch eigene Phagenbanken und eine reguläre Zulassung. Trotzdem wächst die Hoffnung. Phagen könnten Antibiotika nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Sie zeigen, dass medizinischer Fortschritt nicht immer neu erfunden werden muss. Manchmal reicht es, Bewährtes wieder ernst zu nehmen – und weiterzudenken. | 28m 34s | ||||||
| 2/2/26 | ![]() Lachen in schweren Zeiten | In dieser Episode tauchen wir ein in die farbenfrohe Welt der CliniClowns Österreich und begleiten sie durch ihren bewegten Alltag in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen. CliniClown Edouard Raix öffnet uns die Tür zu einer Welt voller Lachen und Tränen, indem er von seinen berührenden Begegnungen mit Patientinnen und Patienten erzählt. Er schildert den Ablauf einer Clown-Visite, die stets von Improvisation und Spontaneität geprägt ist, und beleuchtet die besonderen Anforderungen dieses außergewöhnlichen Berufs. Ein Beruf, der nicht nur ein hohes Maß an Verantwortung und Feingefühl erfordert, sondern auch die Fähigkeit, in den dunkelsten Momenten ein Licht der Hoffnung zu entzünden. | 20m 40s | ||||||
| 1/26/26 | ![]() Herz außer Takt: Die unterschätzte Gefahr Vorhofflimmern | Das Herz schlägt zuverlässig – meist ein Leben lang. Doch manchmal gerät es aus dem Takt. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit. Millionen Menschen leben damit, viele ohne es zu wissen. Denn die Erkrankung bleibt oft stumm. Kein Schmerz. Kein Alarm. Dabei sind die Folgen ernst. Beim Vorhofflimmern feuern elektrische Signale chaotisch. Die Vorhöfe pumpen nicht mehr richtig. Blut kann gerinnen. Das Schlaganfallrisiko steigt deutlich. Je länger die Störung anhält, desto schwerer lässt sie sich behandeln. Die Medizin sucht deshalb nach Wegen zur frühen Diagnose. Digitale Herzmodelle helfen, Abläufe zu verstehen und Therapien zu testen. Smartwatches und Apps können Hinweise liefern – ersetzen aber keine ärztliche Abklärung. Entscheidend ist der Zeitpunkt. Wird Vorhofflimmern früh erkannt, steigen die Chancen, den normalen Herzrhythmus zu erhalten und schwere Komplikationen zu verhindern. | 24m 39s | ||||||
| 1/19/26 | ![]() Warum Ärztin Magdalena Grießler seit 15 Jahren in Afrika hilft | Die Mariazellerin Dr. Magdalena Grießler reist seit 2010 regelmäßig nach Äthiopien und Ghana, um in medizinisch unterversorgten Regionen zu arbeiten. In ihren Einsätzen erlebt sie Situationen, die in Europa kaum vorstellbar sind: überfüllte Krankenzimmer ohne Hygiene, schwer verbrannte Kinder, fehlende Medikamente und Frauen, deren Geburten lebensgefährlich verlaufen. Trotz dieser Herausforderungen beschreibt Grießler ihre Arbeit als tief erfüllend – getragen von Menschlichkeit, Pragmatismus und dem Willen, Leid nicht einfach hinzunehmen, sondern aktiv zu lindern. Besonders prägend war für sie die Zusammenarbeit mit missionsärztlichen Schwestern wie Schwester Rita, deren Einsatz sie zu dauerhaftem Engagement motivierte. Neben ihrer medizinischen Tätigkeit unterstützt Grießler auch nachhaltige Projekte, etwa den Bau eines Krankenhauses in Nordghana sowie ein Schulprogramm, das täglich über 560 Kindern eine warme Mahlzeit ermöglicht. Für sie ist es ein Anliegen, Menschen Chancen zu schenken, die aufgrund ihres Geburtsortes kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Bildung haben. Ihre Botschaft an Kolleginnen und Kollegen: Ein Auslandseinsatz verändert nicht nur die eigene Sicht auf Medizin – er erdet, stärkt und zeigt, was Menschlichkeit im Kern bedeutet. | 23m 08s | ||||||
| 1/12/26 | ![]() Gesamtvertrag für Ärzte: Einheit oder Vielfalt? | Ein Vertrag für ganz Österreich – oder passgenaue Lösungen für jedes Bundesland? In der Debatte um den ärztlichen Gesamtvertrag prallen zwei Grundhaltungen aufeinander. Ärztekammer-Präsident Johannes Steinhart warnt vor einem zentralistischen Zugriff auf ein System, das von regionaler Vielfalt lebt. Landesärztekammern seien keine Bremsklötze, sondern Garanten für Versorgung nahe am Patienten. Einheitliche Regeln dürften nicht zu Einkommensverlusten führen und müssten die Realität ärztlicher Arbeit abbilden. ÖGK-Obmann Andreas Huss hält dagegen: Neun verschiedene Verträge seien ein Relikt, teuer und intransparent. Ein österreichweit einheitlicher Gesamtvertrag schaffe Fairness, Klarheit und moderne Strukturen – für Ärzte wie für Patienten. Leistungskatalog, Organisation und Honorare sollen neu geordnet werden, ohne jemanden schlechter zu stellen. Steinhart und Huss treffen in einer von ÖKZ-Chefredakteur Josef Ruhaltinger moderierten Diskussion direkt aufeinander. Bis Mitte 2026 soll eine Einigung stehen. Der Weg dorthin ist steinig. Doch klar ist: Es geht nicht um Formalien, sondern um die Zukunft der Versorgung. Vereinheitlichen, wo es sinnvoll ist. Differenzieren, wo es nötig bleibt. | 48m 58s | ||||||
| 1/5/26 | ![]() Human- und Tiermediziner im Vergleich: Was Ärzte voneinander lernen können | Was haben ein Allgemeinmediziner und eine Tierärztin gemeinsam? Mehr, als man denkt. In dieser Podcastfolge treffen zwei Welten aufeinander, die sich im Wartezimmer selten begegnen, aber im Kern erstaunlich ähneln. Ronny Tekal, Arzt, Radiodoktor und Medizinkabarettist, spricht mit Tierärztin „Dogtor" Sandra Burin über ihren Berufsalltag, der von Diagnose, Vertrauen und Emotion geprägt ist. Menschen erklären ihre Symptome oder recherchieren sie im Internet, während Tiere stumm bleiben. Dafür sprechen ihre Halter oft umso lauter. Beide Gäste schildern, wo Missverständnisse entstehen, warum Kommunikation manchmal wichtiger ist als jede Therapie und weshalb Empathie die Grundlage für Professionalität bildet. Das Gespräch behandelt den ersten Kontakt in der Praxis, schwierige Gespräche, Grenzsituationen wie lebensverändernde Diagnosen oder das Einschläfern eines Tieres. Zudem wird die Frage erörtert, was einen „guten Tag“ im Gesundheitsberuf ausmacht – jenseits von Abrechnung und Routine. Es geht um Nähe und Distanz, Verantwortung und Vertrauen. Und um die einfache, aber unbequeme Wahrheit: Heilen beginnt oft nicht mit Medikamenten, sondern mit Zuhören. | 20m 30s | ||||||
| 12/29/25 | ![]() Wechseljahre: Warum Frauen in Österreich noch immer zu wenig Unterstützung bekommen | Die Wechseljahre betreffen jede Frau – und doch werden sie politisch, medizinisch und beruflich oft ignoriert. In dieser Folge des Hörgangs spricht Irene Thierjung mit Birgit Fenderl über ein Thema, das zwar lauter wird, im Alltag aber weiter tabuisiert bleibt. Fenderl, frühere TV-Moderatorin und Podcasterin („Von wegen Pause“), erzählt offen von eigenen Erfahrungen mit Schlaflosigkeit, Brain Fog und beruflicher Selbstausbeutung – und von einem System, das Frauen in dieser Lebensphase häufig allein lässt. Warum wissen viele Ärztinnen und Ärzte zu wenig über die Menopause? Weshalb schließen Hormonambulanzen, während gleichzeitig zwei Drittel aller Frauen Beschwerden haben? Und warum gelten Wechseljahre am Arbeitsplatz noch immer als „heikles Thema“, obwohl sie Unternehmen und Volkswirtschaft viel Geld kosten? Fenderl zeigt, dass es nicht um Befindlichkeiten geht, sondern um Gesundheit, Prävention und Chancengleichheit. Sie fordert mehr Wissen im Medizinstudium, mehr Offenheit in Unternehmen und mehr politischen Willen. Ein Gespräch über eine Lebensphase, die kein Randthema ist – sondern die Hälfte der Gesellschaft betrifft. | 14m 54s | ||||||
| 12/22/25 | ![]() Warum Frauen oft anders erkranken – und anders behandelt werden müssen | Frauen und Männer erkranken unterschiedlich – biologisch, hormonell, sozial. Doch die Medizin behandelt sie oft gleich. Das rächt sich: Frauen werden später diagnostiziert, seltener leitliniengerecht therapiert und häufiger von Nebenwirkungen geplagt. Prof. Alexandra Kautzky-Willer, Pionierin der Gendermedizin, erklärt im Podcast, warum das so ist – und was sich ändern muss. Sie zeigt, wie Geschlechtschromosomen, Hormone und Lebensstil ineinandergreifen, warum Frauen in Studien noch immer unterrepräsentiert sind und weshalb Diabetes bei ihnen später erkannt, aber schwerer verläuft. Schwangerschaft, Menopause, psychosoziale Belastungen und Mehrfachrollen verschieben Risiken und erschweren den Therapiealltag. Dazu kommt: Frauen fürchten Nebenwirkungen stärker, brechen Therapien eher ab – nicht aus Leichtsinn, sondern aus mangelnder Aufklärung. Kautzky-Willer fordert bessere Studiendesigns, mehr unabhängige Forschung und mehr Zeit in der Versorgung. Nur so wird Medizin wirklich personalisiert. Der Podcast zeigt klar: Wer Gesundheit geschlechtergerecht denkt, verbessert Versorgung für alle. | 28m 02s | ||||||
| 12/15/25 | ![]() Wenn Verletzungen sprechen | Manchmal sprechen Verletzungen lauter als Worte. In der Gewaltambulanz der MedUni Graz übersetzt Prof. Dr. Sarah Heinze diese Verletzungen in objektive Beweise – empathisch, präzise und gerichtsverwertbar. Ihre Arbeit verbindet Medizin, Recht und Menschlichkeit: Sie dokumentiert Gewalt, macht sie sichtbar und trägt dazu bei, Opfern Schutz und Gerechtigkeit zu verschaffen. Dabei kommt modernste Technik zum Einsatz – von CT und 3D-Rekonstruktionen bis hin zu telemedizinischer Begleitung direkt am Ort des Geschehens. Jede Untersuchung erfolgt von Kopf bis Fuß, in geschützter Atmosphäre und mit der Gewissheit: Was hier festgehalten wird, kann später über Schuld oder Unschuld entscheiden. | 20m 14s | ||||||
| 12/8/25 | ![]() Bionische Medizin heute: Wie Oskar Aszmann Nerven rekonstruiert und Prothesen fühlbar macht | Was passiert, wenn Medizin, Technik und Neurowissenschaften ineinandergreifen? Im Gespräch mit Professor Oskar Azmann, Leiter des klinischen Labors für bionische Extremitätenrekonstruktion an der MedUni Wien, wird deutlich: Bionik ist längst keine Zukunftsvision mehr. Aßmann rekonstruiert nicht nur Nerven, sondern schafft Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, die verlorenes Körpergefühl ein Stück weit zurückbringen. Er erklärt, warum Prothesen heute mehr sind als Ersatzteile, weshalb Sensorik der Schlüssel zum Embodiment ist und weshalb die Idee eines „Cyborgs der Zukunft“ eine gefährliche Illusion bleibt. Zwischen chirurgischer Präzision, philosophischen Fragen und berührenden Patientengeschichten gibt Aszmann Einblicke in die Grenzen und Möglichkeiten moderner bionischer Medizin. Ein Gespräch über Pioniergeist, Verantwortung – und darüber, was eine Hand wirklich ausmacht. | 25m 52s | ||||||
| 12/4/25 | ![]() Charity, CliniClowns und die Magie einer besonderen Ballnacht | Beim 74. Wiener Ärzteball in der Hofburg vereinen sich Eleganz, Medizin und Mitmenschlichkeit zu einem besonderen Abend. Unter dem Motto „Ein Tanz für das Leben“ feiert die Ärzteschaft nicht nur die Ballkultur, sondern zeigt Solidarität: Der Erlös unterstützt die Klinikclowns, die dort Hoffnung bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird – im Krankenhaus. Ball-Mama Dr. Isabella Clara Heisenberger-Maas (seit Kurzem Mutter einer Tochter) gewährt im Gespräch Einblicke hinter die Kulissen dieses Charity-Events und erklärt, warum dieser Ball mehr ist als ein gesellschaftliches Ereignis: Er feiert das Leben, das Lachen und die Zuversicht. | 14m 59s | ||||||
| 11/30/25 | ![]() HIV heute: behandelbar, aber noch lange nicht besiegt | HIV ist heute medizinisch kontrollierbar – doch das Stigma bleibt. Im Gespräch erklärt die Wiener Immunologin und Dermatologin Katharina Grabmeier-Pfistershammer, warum HIV längst kein Todesurteil mehr bedeutet, aber immer noch zu spät erkannt wird. Moderne Medikamente halten das Virus in Schach, oft mit nur einer Tablette täglich oder sogar einer Spritze, die ein halbes Jahr schützt. Heilbar ist HIV jedoch nicht – Therapietreue ist entscheidend, sonst kann das Virus Resistenzen entwickeln. Viele Infektionen werden erst spät entdeckt, weil Tests nicht angeboten werden oder das Thema tabu bleibt. Vor allem junge Menschen wissen wenig über HIV, andere meiden das Gespräch aus Angst oder Scham. Dabei schützt Wissen am besten – und offen darüber zu sprechen ist ein erster Schritt gegen das Stigma. | 24m 30s | ||||||
| 11/25/25 | ![]() Gewalt sehen, Spuren sichern, Betroffene stärken: Warum Wien eine eigene Untersuchungsstelle braucht | In der neuen Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene an der MedUni Wien widmet sich die Gerichtsmedizinerin Dr. Katharina Stolz einer Aufgabe, die oft im Verborgenen bleibt: der professionellen Sicherung von Gewaltspuren – unabhängig davon, ob Betroffene sofort Anzeige erstatten. Rund 300 Untersuchungen in den ersten Monaten zeigen, wie groß der Bedarf ist. Vor allem stumpfe Gewalt, Hämatome und scheinbare Bagatellverletzungen werden hier detailliert dokumentiert, fotografiert und bis zu zehn Jahre archiviert. Genau diese sorgfältige forensische Arbeit kann später entscheidend sein, um Tathergänge nachvollziehbar zu machen und Betroffenen eine realistische Chance auf Gerechtigkeit zu geben. Stolz betont, dass die Stelle mehr ist als eine medizinische Untersuchung: Sie bietet Zeit, Schutz und eine vertrauliche Umgebung, in der Betroffene erstmals ihre Geschichte erzählen können. Der Großteil kommt aus dem sozialen Nahraum – Partnergewalt, familiäre Gewalt, wiederholte Übergriffe. Professionell geschulte Allgemeinmedizinerinnen sichern Spuren, während psychologische Unterstützung und Beratung Wege zu weiteren Hilfsangeboten eröffnen. Für die Leiterin steht fest: Jede Region braucht solche Einrichtungen, denn kurze Wege und schnelle Dokumentation können Leben verändern – und im besten Fall sogar retten. | 15m 29s | ||||||
Showing 25 of 312
Sponsor Intelligence
Sign in to see which brands sponsor this podcast, their ad offers, and promo codes.
Chart Positions
12 placements across 11 markets.
Chart Positions
12 placements across 11 markets.
















