
Movecast
Movecast - ein Podcast, der etwas bewegen möchte. Inputs auf dem Weg zu einem Glauben, der nicht stehen bleibt.
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| Date | Episode | Description | Length | ||||||
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| 10/23/26 | MC 247: Martin spricht mit einem Imam - Zwischen Scharia, Barmherzigkeit und Gottesbild | Haben Christen und Muslime wirklich so grundverschiedene Gottesbilder, wie oft behauptet wird? Ist Gott im Islam der unnahbare, strenge Richter oder gibt es auch dort eine zutiefst intime, emotionale Beziehung zum Schöpfer? In dieser Folge ist Abdelqader Borno zu Gast – Muslimischer Theologe, Gemeindeseelsorger, Sozialpädagoge und Imam. Wir tauchen ein in ein offenes, tiefgehendes Gespräch über Glaubenspraxis, Barmherzigkeit und theologische Missverständnisse. Abdelqader gibt Einblicke in seinen sunnitischen Glauben und erklärt, warum der Großteil des Korans aus Orientierung und Lebensweisheit statt starren Verboten besteht. Wir sprechen offen über schwierige Textstellen, Gewalt im Islam, die Herausforderung einer zeitgemäßen Hermeneutik und die wichtige Trennung zwischen gelebter Kultur und eigentlicher Religion. Zudem beleuchten wir die Gefahren gesetzlicher Religionsauslegung – von zwanghaften Gottesbildern bis hin zu Höllenängsten – und diskutieren, was es bedeutet, als Menschen gemeinsam Sachverwalter dieser Erde zu sein. Ein Gespräch über Brückenbau, Respekt und die gemeinsame Vision, das Leben auf dieser Welt zum Blühen zu bringen. Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 1h 10m 19s | ||||||
| 10/16/26 | MC 246 Mini: Lesung und Poetry (1) - Mein Traum von Kirche | Im September 2026 veranstaltete Martin Benz eine Musik- und Poetry-Lesung zu seinem Buch „Wenn die Kirche nicht mehr passt – Zutaten für eine Kirche der Zukunft“. In dieser Folge von Movecast Mini teilt er seinen persönlichen Traum von Kirche anhand von 11 Thesen. Ergänzt wird die Lesung durch einen ehrlichen, berührenden Poetry-Slam-Beitrag von Lilie Prokoptchouk, die den Schmerz, die Enttäuschungen und die Sehnsucht nach echter Annahme und Menschlichkeit in der Kirche zur Sprache bringt. Zitate aus der Folge „Christen sind nirgends göttlicher als da, wo sie mitmenschlich handeln.“ – Martin Benz „Wir sind alle Menschen, geformt und verwundet von unzähligen Berührungen [...] Verlange doch nicht von mir, mich einfacher zu zensieren, damit ich leichter verdaulich bin für dich.“ – Lilli Prokoptschouk „Kirche ist doch da, wo unperfekte und gebrochene Menschen einander die Hand reichen [...] und der Traurigkeit ein Platz am Tisch reserviert wird.“ – Lilli Prokoptschouk „Kirche formuliert mutig ihre Überzeugungen und überlässt Gott die Wahrheit.“— Martin Benz „Das Leben macht aus uns kein Strichmännchen. Wir sind ein Meisterwerk von unendlichen Pinselstrichen, vom Leben gezeichnet, und die Farben, die konnten wir uns nicht aussuchen.“— Lilli Prokoptschouk „Ein Ort, der Barmherzigkeit lebt und Diskrepanzen aushält. Ja, auch Geschichten, die kein Happy End haben, dürfen gelebt werden und spiegeln nicht weniger die Herrlichkeit Gottes wider.“— Lilli Prokoptschouk __________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 16m 43s | ||||||
| 10/9/26 | MC 245: Hartmut Rosa - Zwischen Handeln und Vollziehen: Warum Glaube und Gesellschaft mehr Fingerspitzengefühl brauchen | In dieser Episode spricht Martin Benz mit dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa über dessen Werk Situation und Konstellation. Gemeinsam ergründen sie den Unterschied zwischen situativem menschlichen Handeln mit Augenmaß und dem bloßen Vollziehen starrer Regeln. Anhand von Beispielen aus Sport, Bildung, Alltag und Politik zeigt Hartmut Rosa auf, wie eine Überregulierung zu Ohnmacht und Erschöpfung führt – und warum fundamentalistische Glaubensmuster die Bibel fälschlicherweise als starre Handlungsanweisung missverstehen. Ein leidenschaftliches Plädoyer für Resonanz, situative Urteilskraft und gelebte Menschlichkeit. Themenübersicht Handeln vs. Vollziehen: Der fundamentale Gegensatz zwischen lebendigem Reagieren auf einen Kontext und dem algorithmischen Abarbeiten von Regeln, verdeutlicht am Einsatz des Video-Schiedsrichters im Fußball. Der „Mehltau des Lebens“: Wie Sicherheitsbedürfnis, Bürokratie und technische Systeme die Handlungsenergie ersticken und das Gefühl erzeugen, nur noch als Automat zu funktionieren. Politik, Populismus und binäre Verengung: Warum populistische Bewegungen die Sehnsucht bedienen, starre bürokratische Konstellationen zu durchbrechen, und warum komplexe Krisen nicht auf Ja/Nein-Entscheidungen reduziert werden dürfen. Filterkaffee, Lego-Bausätze und Schneepflug-Eltern: Wie sich der Verlust offener Spiel- und Erfahrungsräume von der Kaffeemaschine bis zur Kindererziehung durchzieht. Die Bibel: Starre Konstellation oder Resonanzraum? Wie fundamentalistische Auslegungen biblische Texte als Gebrauchs- und Gesetzesschablonen missbrauchen, während biblische Vorbilder wie der barmherzige Samariter oder Jesus bei der Ehebrecherin den Vorrang situativer Barmherzigkeit vor sturen Paragrafen betonen. Aristoteles und die „Billigkeit“: Warum moralisches und geistliches Handeln das Aushalten von Ambivalenzen und die Schulung der eigenen Urteilskraft verlangt. Hermeneutik des Zutrauens: Wege aus der Kontrollfalle durch Vertrauen in Handlungsspielräume – von der Altenpflege bis zur Seelsorge. Erwähnte Bücher & Referenzen Hartmut Rosa: Situation und Konstellation Hartmut Rosa: Demokratie braucht Religion Jonathan Haidt: Generation Angst (The Anxious Generation) Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10) Jesus und die Ehebrecherin (Johannes 8) Weiterführende Links Vertiefender Blogartikel von Martin Benz zu Hartmut Rosas Buch: https://movecast.de/die-bibel-ist-keine-gebrauchsanweisung-was-soziologe-hartmut-rosa-ueber-unseren-glauben-offenbart/ _________________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 1h 11m 38s | ||||||
| 10/5/26 | MC 244 Mini: Der jüdische Hintergrund zum barmherzigen Samariter - und das Dilemma der Bibeltreue | In dieser Folge von Movecast Mini beleuchtet Martin Benz den historischen und jüdischen Hintergrund des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10. Im Zentrum steht eine scheinbar paradoxe Erkenntnis: Der Priester, der an dem Überfallenen vorbeigeht, handelt streng nach biblischem Gebot – und verfehlt dennoch den Willen Gottes. Anhand des seltenen griechischen Begriffs „halbtot“ (hēmithanēs), der priesterlichen Reinheitsgebote aus Levitikus 21 und des rabbinischen Konzepts der Überdachung (Ohel) wird deutlich, in welchem Konflikt Priester und Levit tatsächlich standen. Die Folge bietet einen pointierten Denkanstoß darüber, wie leicht Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf dem Altar formaler Korrektheit geopfert werden – damals wie heute. Wichtigste Inhalte & Aha-Momente Das Dilemma um „halbtot“ (hēmithanēs): Lukas wählt diesen Begriff ganz bewusst, weil von außen nicht sofort feststellbar war, ob der verletzte Mann noch lebte oder bereits tot war. Kultische Reinheitsvorschriften für Priester: Nach Levitikus 21 war es einem Priester strengstens untersagt, sich an einer Leiche zu verunreinigen; dies galt als schwere Sünde und kultische Entweihung. Das Zelt-Prinzip (Ohel): Nach 4. Mose 19 sowie der Mischna führte nicht nur direkte Berührung zur Unreinheit, sondern bereits das Beugen über einen Toten oder das Stehen unter denselben Baumzweigen, da der eigene Körper eine Überdachung bildete. Der weite Bogen der Geistlichen: Priester und Levit wechselten die Straßenseite nicht primär aus Feigheit vor Räubern, sondern um jedes Risiko einer siebentägigen rituellen Verunreinigung gesetzestreu auszuschließen. Barmherzigkeit auf dem Altar der Korrektheit: Indem der Priester formal ein Gebot befolgte, opferte er das eigentliche Herzstück der Thora: das Gebot der Nächstenliebe und das Erbarmen. Aktuelle Übertragung: Wenn Bibelstellen instrumentalisiert werden, um Menschen abzulehnen, auszuschließen oder abzuwerten, wird der Buchstabe der Schrift gegen ihren eigentlichen Geist ausgespielt. Quellen zum Podcast: Levitikus 21,1–4 – besondere Totenreinheitsvorschriften für Priester. Numeri 19,11–16 – allgemeine Totenunreinheit durch Berührung und Aufenthalt im Bereich eines Toten. Flavius Josephus, Antiquitates 3,276–278 – Josephus beschreibt die „doppelte Reinheit“ der Priester und die besondere Totenreinheit des Hohepriesters. Besonders wichtig ist hier, dass Josephus ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts ist. Philo von Alexandria, De specialibus legibus I,112–116 – ebenfalls ein jüdischer Autor des 1. Jahrhunderts; beschreibt die Totenreinheitsvorschriften für Priester und die besondere Stellung des Hohepriesters. Mischna Nazir 7,2 – Totenunreinheit durch Berührung, Tragen und „Ohel“; dort wird ausdrücklich die Situation des „Überzeltens“ beschrieben. Mischna Ohalot 2,1 – der Tote als Quelle von Unreinheit durch „Ohel“. Lukas 10,30–34 – der Mann ist „halb tot“ (hēmithanēs); Priester und Levit gehen vorbei, der Samariter nähert sich und versorgt ihn. __________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 15m 48s | ||||||
| 9/25/26 | MC 243 Duo: Wenn Täter neben Opfern sitzen - Scheitert die Allversöhnung an der Gerechtigkeit? | In dieser Folge von Movecast Duo sprechen Martin Benz und Martin Thoms über eine der häufigsten Rückfragen an die Allversöhnung: Braucht es nicht trotzdem ein Gericht? Wenn alle in den Himmel kommen – sitzen dann Täter und Opfer einfach nebeneinander? Anhand von Beispielen, biblischen Bildern und den vier Thesen zur Frage „Ist Hitler im Himmel?“ beleuchten die beiden, warum ein echtes Gericht kein Widerspruch zur Allversöhnung ist, sondern ihre unverzichtbare Voraussetzung. Kernthemen der Folge Das Gerechtigkeitsproblem: Kritiker der Allversöhnung wenden oft ein, dass der Himmel kein Ort des Friedens sein könne, wenn dort auch Mörder, Vergewaltiger oder historische Verbrecher wie Adolf Hitler säßen. Das Dilemma der klassischen Bekehrungslogik: Wer Gerechtigkeit rein auf den Moment einer Bekehrung reduziert, steht vor demselben Problem: Nach traditioneller Lesart käme selbst der schlimmste Täter bei einer Bekehrung auf dem Sterbebett unverändert in den Himmel – während die traumatischen Beziehungen zu den Opfern ungeklärt blieben. Gericht als transformativer Zwischenschritt: Weder Täter noch Opfer können unverändert in die Ewigkeit eingehen. Es bedarf eines heilsamen Prozesses, der verletzte Beziehungen aufarbeitet, Täter von ihrer Schuld befreit und Opfer von ihrem Trauma entlastet. Vergeltung versus Wiederherstellung: Menschliche Gerichte kennen oft nur Strafe und Isolation. Das biblische Gericht Gottes zielt dagegen darauf ab, Schwache aufzurichten, Beziehungen zu heilen und die gesamte Schöpfung in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuführen. Universal statt rein individualistisch: Versöhnung betrifft nicht nur die Beziehung zwischen dem einzelnen Menschen und Gott, sondern das gesamte Netz menschlicher und schöpfungsmäßiger Verflechtungen. ___________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 31m 32s | ||||||
| 9/18/26 | MC 242 Duo: Was heißt Gott mehr lieben als die Menschen? Und wie kann man Gott überhaupt lieben? | In dieser Folge setzen Martin Benz und Martin Toms die Reihe zu Martins Buch "Zur Hölle mit der Hölle" fort. Im Zentrum steht der vermeintlich fromme Satz „Liebe deinen Nächsten, aber nicht mehr als Gott“ – und wie dieser Gedanke in der Praxis oft zu religiöser Härte, psychischem Druck und einer Spaltung von Gottes- und Nächstenliebe führt. Kernthemen der Episode Gottesliebe auf Kosten der Nächsten: Wenn Gebote oder vermeintliche Frömmigkeit über das Wohl von Mitmenschen gestellt werden, wird Nächstenliebe auf dem Altar der Korrektheit geopfert. Die Bindung Isaaks (Genesis 22) neu gelesen: Jeremia 7 stellt klar: Kinderopfer sind Gott „nie in den Sinn gekommen“. Das hebräische Wort alah bedeutet grundlegend „hinaufführen“ / „mitnehmen“ und nicht zwingend „schlachten/opfern“. Der Text wechselt bewusst von der allgemeinen Gottesbezeichnung Elohim zum Bundesnamen Jahwe. Bestätigung aus der jüdischen Tradition: Bereits der Midrasch Bereschit Rabba legt die Szene so aus, dass Gott Abraham lediglich aufforderte, Isaak zum Gottesdienst hinaufzubringen, nicht ihn zu töten. Radikale Reduktion im Neuen Testament: Propheten (Amos, Jesaja, Hosea), Jesus und Paulus reduzieren die Erfüllung des Gesetzes konsequent auf die praktische Nächstenliebe (Galater 5,14; Römer 13). Konkretion statt Konkurrenz: Gottesliebe und Nächstenliebe sind keine Gegenspieler auf derselben Ebene. Der unsichtbare Gott lässt sich nicht direkt mit Werken verehren, sondern wird im Nächsten geliebt und berührt. Ist Gott Humanist? Warum der christliche Glaube kein abstrakter Kult ist, sondern Gott im Titusbrief wörtlich als „Philanthrop“ (Menschenliebhaber) bezeichnet wird. Bibelstellen & historische Quellen Genesis 22 – Die Bindung Isaaks (Akedah) Jeremia 7,31 – Ablehnung von Kinderopfern im Hinnomtal Lukas 14,26 – „Wer nicht hasst Vater und Mutter...“ als drastisches Sprachspiel zur Nachfolge Jesaja 1 / Amos 5 / Hosea 6,6 – Barmherzigkeit und Recht statt Opferkult und lauter Lobpreis Matthäus 7,12 & 25,40 – Die Goldene Regel und der Dienst am Geringsten Galater 5,14 / Römer 13,8–10 / 1. Korinther 13 – Das Gesetz wird erfüllt im Liebesgebot 1. Johannes 3,18 – Lieben mit der Tat und mit der Wahrheit Titus 3,4 – Die Menschenliebe (Philanthropia) Gottes Teresa von Ávila – Mystisches Gebet über die Christusbegegnung im Nächsten Midrasch Bereschit Rabba – Ältester rabbinischer Kommentar zur Genesis Erwähnte Angebote & Links Buch: Zur Hölle mit der Hölle von Martin Toms Online-Kurse von Martin Toms im Oktober: Zur Hölle mit der Hölle (10-teiliger Kurs) Kreuzestheologie / Das Kreuz neu verstehen Website, Blog & Unterstützung: movecast.de Partner-Podcast: Lovecast (Themen: Liebe, Partnerschaft, Sexualität) Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 35m 45s | ||||||
| 9/11/26 | MC 241 Duo: Liebe und Heiligkeit - wie hängen sie zusammen? | In dieser Movecast-Duo-Folge sprechen Martin Benz und Martin Thoms über Martins neues Buch „Zur Hölle mit der Hölle“ (Neukirchener Verlag). Ausgehend von persönlichen Erlebnissen und der Frage, wie konsequent wir theologische Überzeugungen im Alltag leben, nehmen die beiden gängige Denkmuster über Gericht, Verdammnis und Heiligkeit unter die Lupe. Ein Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten „Aber-Glauben“: Sätzen wie „Gott ist Liebe, ABER er ist auch heilig / gerecht / zornig“. Am Beispiel des alttestamentlichen Versöhnungstages (Levitikus 16 & 19), der Ethik der Propheten (Hosea 11) und dem Wirken Jesu wird gezeigt: Gottes Heiligkeit stößt das Unreine nicht ab – sie verwandelt, heilt und steckt an. Kapitelübersicht Begrüßung & Intro: Willkommen zu Movecast Duo; Vorstellung des neuen Buchs von Martin Thoms. Warum ein zweites Buch zum Thema Hölle? Der Unterschied zwischen Fachliteratur und allgemeiner Verständlichkeit; der dreigeteilte Aufbau des neuen Buchs. Haltung & Gesprächskultur: Überzeugungen mit Leidenschaft vertreten, ohne Andersdenkende abzuwerten oder zu verurteilen. Der persönliche Wendepunkt: Das „Stranderlebnis“ am Mittelmeer – Wenn die Hölle Realität wäre, müssten wir anders leben und fühlen. Der „Aber-Glaube“: Fünf Sätze, die Gottes Liebe relativieren (Gerechtigkeit, Wahrheit, Heiligkeit, Zorn, Nächstenliebe). Missverständnis Heiligkeit (Levitikus 16): Ist Unreinheit ansteckend oder Heiligkeit? Der Versöhnungstag neu verstanden: Die Gottesbegegnung heiligt den Menschen. Jesus und die ansteckende Heiligkeit: Wie Jesus das Reinheitsverständnis auf den Kopf stellt (Aussätzige, Blutflüssige, Zöllner). Heiligung ist Wachstum in der Liebe: John Wesley und das Heiligkeitsgesetz (Levitikus 19: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“). Der Sühneort am Kreuz: Christus als der Versöhnungsort am dunkelsten, „unheiligsten“ Ort. Hosea 11 – Göttliche Heiligkeit ist Mitleid: Warum Gottes Heiligkeit menschliche Rache- und Abgrenzungsmuster sprengt. Erwähnte Bücher, Bibelstellen & Ressourcen Bücher: Martin Thoms: Zur Hölle mit der Hölle – Die frohe Botschaft ohne Wenn und Aber (Neukirchener Verlag) Martin Thoms: Es ist vollbracht oder doch nicht? Antwortversuche auf Einwände zur Fantasie der Allversöhnung (Evangelische Verlagsanstalt) Martin Benz: Wenn die Kirche nicht mehr passt – Zutaten für eine Kirche der Zukunft Schlüssel-Bibelstellen: Levitikus 16: Der große Versöhnungstag (Jom Kippur) & der Sühneort Levitikus 19,18: Das Zentrum des Heiligkeitsgesetzes („Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“) Römer 3,25: Christus als Hilasterion (Sühneort / Gnadenstuhl) Hosea 6,6 & 11,8–9: Barmherzigkeit statt Opfer; „Mein Mitleid entbrennt, denn ich bin Gott und kein Mensch, heilig in eurer Mitte.“ Online-Kurs & Podcast-Links: Online-Kurs: „Zur Hölle mit der Hölle“ (Start: 08. Oktober) Weitere Infos, Blogbeiträge & Unterstützung: movecast.de Podcast Lovecast (Liebe, Beziehungen, Sexualität) Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 36m 49s | ||||||
| 9/4/26 | MM 240: Wie gelingt ein (christliches) Miteinander trotz Differenzen (Movecast Mini) | Spaltung, Lagerdenken und Feindbilder prägen zunehmend unsere Gesellschaft – und machen auch vor der christlichen Welt nicht halt. Ob theologische Differenzen oder gesellschaftspolitische Gräben: Immer häufiger fällt es schwer, miteinander im Gespräch zu bleiben. In dieser Ausgabe von Movecast Mini geht Martin Benz der Frage nach, wie ein verbindendes Miteinander gelingen kann, ohne die eigenen Überzeugungen aufgeben oder verwässern zu müssen. Zwei Schlüsselimpulse aus dieser Episode: 1. Liebe legt Menschen nicht auf ihre Positionen fest: Inspiriert durch Daniel Schreibers Buch Liebe. Ein Aufruf: Jeder Mensch ist weit mehr als seine theologische oder politische Haltung – er ist Nachbar, Freund, Mitbürger und vielschichtige Persönlichkeit. (Wichtige Einschränkung: Diese Haltung stößt an ihre Grenzen, wo Positionen zutiefst menschenfeindlich oder entmenschlichend sind.) 2. Die Kunst, nicht auf alles zu reagieren: In einer impulsgesteuerten Welt aus Social-Media-Reizen und schnellen Empörungen braucht es die Gelassenheit, Dinge vorbeiziehen zu lassen, gründlich zu reflektieren und nicht jeden Impuls mit einer Gegenreaktion zu beantworten. Frei nach dem Buch Prediger: „Nimm auch nicht alles zu Herzen, was man sagt.“ Erwähnte Literatur: Daniel Schreiber: Liebe. Ein Aufruf Mehr von Movecast: Website & Unterstützung: movecast.de Weitere Podcasts: Movecast & Lovecast _________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 13m 44s | ||||||
| 8/24/26 | MC 239: Liebe und Gerechtigkeit - wie hängen sie zusammen? | „Gott ist Liebe – aber er ist auch gerecht!“ Für viele Christen ist dieser Satz sehr vertraut. Die Liebe Gottes wird ausgebremst durch ein höchstes Gesetz der Vergeltung, der Strafe und des Gerichts. Doch haben wir damit das biblische Zeugnis vielleicht auf den Kopf gestellt? In dieser Folge gehen wir der hebräischen Idee von Gerechtigkeit auf den Grund: Warum die biblische Gerechtigkeit (Tzedakah) keine römische Strafgerechtigkeit (Iustitia) ist, sondern rettende Bündnistreue. Weshalb die Propheten und Jesus Gerechtigkeit als bedingungslosen Einsatz für die Armen und Verwundbaren lebten. Was Paulus wirklich meinte, als er von Rechtfertigung aus Glauben sprach – und warum es dabei nicht um einen kalten Gerichtssaal geht, sondern um heilsame Versöhnung. Wie das Kreuz von Golgatha nicht Gottes Strafbedürfnis befriedigt, sondern die endlose Spirale der Vergeltung für immer durchbricht. Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 27m 31s | ||||||
| 8/7/26 | MC 238: Liebe und Wahrheit - wie hängen sie zusammen? | „Liebe ist wichtig, aber ohne die Wahrheit wird sie gefährlich!“ – Wer über bedingungslose Liebe spricht, bekommt oft schnell diesen Einwand zu hören. Aber stimmt das wirklich? Muss die Liebe durch eine dogmatische Wahrheit „gebändigt“ oder „an die Leine genommen“ werden, damit sie nicht über die Stränge schlägt? In dieser Folge hinterfragen wir das bekannte Zwillingspaar „Liebe und Wahrheit“ gründlich. Wir schauen darauf, wie Jesus mit dem Risiko der Liebe umgegangen ist, warum risikolose Liebe oft nur unsere eigene Komfortzone schützt und was der dramatische Unterschied zwischen dem hebräischen Wahrheitsbegriff (Emet) und der griechischen Logik (Aletheia) für unseren Glauben bedeutet. Eine Folge über das Herzstück des Evangeliums, das Befreien der Liebe aus theologischen Käfigen und den Mut, wieder wie Jesus zu lieben. In dieser Folge erfährst du: Die Illusion der „risikolosen Liebe“: Warum wir der Liebe oft Bedingungen vorschalten, um uns abzusichern. Wie Jesus geliebt hat: Warum bei Jesus die liebevolle Zuwendung oft vor der Reue und Korrektur stand (z.B. Zachäus, die Ehebrecherin, die Prostituierte u. a.). Begriffsverwirrung benannt: Warum „Wahrheit“ in Debatten oft mit der eigenen Dogmatik verwechselt wird. Sprachliche Untersuchung: Der Unterschied zwischen Aletheia (griechisch: intellektuelle Richtigkeit) und Emet (hebräisch: verlässliche Bündnistreue). Chesed ve-Emet: Wie Gnade und Wahrheit im Alten Testament zusammenhängen – kein Gegensatz, sondern Ausdruck für treue, beständige Liebe. Baum & Frucht: Warum die Liebe das Fundament und der Maßstab aller Tugenden ist und die Wahrheit ihr dient, nicht umgekehrt. __________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 24m 24s | ||||||
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| 7/24/26 | MC 237: Christ sein heißt Mensch sein (Wenn die Kirche nicht mehr passt #4) | Wir alle erleben Meilensteine und Wendepunkte in unserem Leben und in unserem Glauben. Dieser Podcast bringt einen dieser Meilensteine meines Glaubens zum Ausdruck. Kein Thema hat mich in den vergangenen Monaten mehr beschäftigt und angeregt, wie das Thema Menschlichkeit. Darum ist diese Podcast-Folge für mich von besonderer Bedeutung, und ich lege sie euch sehr ans Herz. „Christ sein ist nur das Vorläufige. Das Endgültige ist es, Mensch zu sein.“ Doch in vielen Kirchen und Gemeinden hat sich der Fokus verschoben: Wir versuchen, möglichst „göttlich“, heilig und vollkommen zu werden, und verlieren dabei oft das Wesentliche aus den Augen: unsere Menschlichkeit. In dieser Episode sprechen wir darüber, warum Menschlichkeit kein Synonym für Unvollkommenheit ist, sondern der direkte Ausdruck des Göttlichen in uns. Wir schauen darauf, was Jesus als der „wahre Mensch“ vorgelebt hat, wie Befreiung von Entmenschlichung aussieht, und warum die Kirche der Zukunft zu einer Schule der Menschlichkeit werden muss. In dieser Folge lernst du: Das göttliche Motto: Warum es Gott bei der Schöpfung und Erlösung um Menschwerdung geht und nicht um religiöse Etiketten. Menschlichkeit vs. Unmenschlichkeit: Warum Fehler, Hass und Egoismus nicht „menschlich“ sind, sondern Symptome von Entmenschlichung. Der barmherzige Samariter neu entdeckt: Warum die Liebe zum Nächsten manchmal bedeutet, religiöse Gesetze und Ängste zu übertreten. Ein neues Verständnis von Sünde: Wie Sünde überall dort geschieht, wo Würde geraubt wird – und wie Dämonenaustreibungen bei Jesus als Wiederherstellung des Menschen zu verstehen sind. Praktische Mitmenschlichkeit: Wie wir im Alltag, in der Nachbarschaft und im Miteinander zu echten Lehrlingen der Menschlichkeit werden. _________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 38m 06s | ||||||
| 7/10/26 | MC 236 Duo: Mission ohne Druck und Glaube ohne Drohung (Wenn die Kirche nicht mehr passt #3) | In dieser Folge nehmen Martin Benz und Martin Thoms eine ganz entscheidende Zutat für die Kirche der Zukunft unter die Lupe: Die ganzheitliche Evangelisation. Warum ist das Thema „Evangelisation“ in vielen Gemeinden so frustbelastet, und wie schaffen wir den Wechsel von einer verstaubten „Ihr-müsst-zu-uns-kommen“-Kultur hin zu echter, befreiender Relevanz im Alltag? Basierend auf Martin Benz’ neuem Buch „Wenn die Kirche nicht mehr passt“ brechen die beiden mit alten Klischees und zeigen, dass eine gesunde Mission völlig ohne Angst und Drohszenarien auskommt. | 33m 00s | ||||||
| 6/29/26 | MC 235 Duo: Einladung zur Ehrlichkeit (Wenn die Kirche nicht mehr passt #2) | In dieser Folge von Movecast Duo widmen sich Martin Benz und Martin Thoms einer weiteren zentralen „Zutat“ für eine zukunftsfähige Kirche: der Ehrlichkeit. Ausgehend von Martins neuem Buch „Wenn die Kirche nicht mehr passt“ sprechen die beiden darüber, warum sich der christliche Glaube oft in zwei Welten abspielt – der makellosen Version am Sonntag und der unperfekten Realität im Alltag. Die Themen dieser Folge: Das Dilemma mit der Rolle: Warum gerade Leitungsfunktionen und pastoraler Druck oft dazu verleiten, eine fehlerfreie Fassade aufrechtzuerhalten, um Autorität nicht zu verlieren. Heiligung vs. Fassadenbau: Ein kritischer Blick darauf, ob das, was wir oft als geistliches Wachstum betiteln, in Wahrheit nur ein verbesserter Fassadenbau ist. Die Kultur der Scham: Warum Angst vor Beschämung uns in das Maskentragen treibt – und wie die Gemeinde zu einem Ort bedingungsloser Annahme werden kann. Kritik am Kriterienkatalog: Wie biblische Anforderungen an Leiter (wie in 1. Timotheus) missverstanden werden und wie ein alternatives Miteinander als „Lerngemeinschaft“ aussehen könnte. Weg von den Heldengeschichten: Ein Plädoyer für ehrliche Zeugnisse, die das gegenwärtige Scheitern und Klagen zulassen, anstatt Krisen immer erst dann zu teilen, wenn das Happy End bereits feststeht. Was wir von den Pharisäern lernen können: Jesus brandmarkt Heuchelei (griech. hypokrites = Schauspieler). Wir beleuchten, warum gerade die engagiertesten Gläubigen Gefahr laufen, eine Rolle zu spielen, und wie wir Masken nachhaltig ablegen. Buch-Ankündigungen: „Wenn die Kirche nicht mehr passt“ von Martin Benz (erscheint Ende August 2026, jetzt vorbestellbar). „Zur Hölle mit der Hölle“ von Martin Thoms (erscheint ebenfalls Ende August 2026, jetzt vorbestellbar). Feedback, Fragen oder Unterstützung? Besuche uns auf movecast.de. | 33m 14s | ||||||
| 6/17/26 | MC 234 Duo: Warum gehen viele Christen nicht mehr in die Kirche? (Wenn die Kirche nicht mehr passt #1) | In dieser Folge von Movecast Duo sprechen Martin Benz und Martin Thoms über das neue Buch von Martin Benz: „Wenn die Kirche nicht mehr passt“ (erscheint Ende August 2026 im Neukirchener Verlag). Anstatt fertige Erfolgsrezepte zu liefern, plädiert Martin Benz für eine „Zutatenliste“, aus der sich jede Gemeinde je nach Kontext ihr eigenes Gemeindebaurezept zusammenstellen kann. Die beiden gehen der Frage auf den Grund, warum so viele Menschen innerlich längst aus ihren Gemeinden ausgezogen sind, obwohl sie sonntags noch wegen der Freunde oder Kinder dort sitzen. Im Fokus steht die Diagnose der gründe: moralische und intellektuelle Dilemmata, die Mechanismen eines krankmachenden Glaubens und sich neu radikalisierende Gemeinden. Die Kernthemen der Folge: Rezepte vs. Zutaten: Warum das blinde Nachkochen von Megachurch-Konzepten (z. B. Willow Creek) oft fehlschlägt und warum wir mehr Vertrauen in die Schwarmintelligenz vor Ort brauchen. Das moralische Dilemma: Die schmerzhafte Dissonanz zwischen der gepredigten Kultur der Gnade und einer gelebten Realität aus Kontrolle, subjektiven Regeln und Doppelmoral. Das intellektuelle Dilemma: Warum moderne Menschen, die im Beruf komplexe Entscheidungen treffen, ihren Verstand in der Gemeinde oft an der Garderobe abgeben müssen, um mittelalterliche Weltbilder nicht zu hinterfragen. Krankmachender Glaube: Wie ungelöste Spannungsfelder, Schwarz-Weiß-Denken, die Zensur eigener Gefühle und ein „lauerndes“, angstbasiertes Gottesbild Menschen psychisch zermürben können. Buchtipps & Ankündigungen der Folge: Buch-Doppelstart: Ende August erscheinen gleich zwei Bücher im Neukirchener Verlag: „Wenn die Kirche nicht mehr passt“ von Martin Benz und „Zur Hölle mit der Hölle“ (über das Thema Allversöhnung) von Martin Thoms. Beide können ab sofort vorbestellt werden. Studientag Allversöhnung: Mit Martin Thoms am Samstag, den 18. Juli. Infos unter martinthoms.de. Seminar „Glaube im Wandel“: Sommerkurs mit Martin Benz vom 30. August bis 3. September in der Casa Moscia am Lago Maggiore. Infos unter vbg.net oder martinbenz.net. __________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 33m 47s | ||||||
| 6/12/26 | LC 11: Daniela Mailänder - Abenteuer haben Vorrang! | In dieser Folge von Lovecast begrüßen Nina und Martin Benz die Theologin und Organisationsentwicklerin Daniela „Jele“ Mailänder. Jele gibt einen sehr persönlichen, ehrlichen und erfrischenden Einblick in ihr Leben als dreifache Mutter, Ehefrau und „Kirchenpionierin“. Sie erzählt von ihrem beruflichen Weg in innovativen kirchlichen Projekten wie Kirche Kunterbunt sowie ihrer aktuellen Rolle im Team von MiDi (Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung). Im Zentrum des Gesprächs steht die Entwicklung ihres Glaubens und die Gestaltung ihres Familienalltags: Aufgewachsen im schwäbischen Pietismus, geprägt durch die frühe Krebserkrankung ihrer Mutter und eine Phase der radikalen theologischen Dekonstruktion im Studium, beschreibt Jele ihren heutigen Glauben als zutiefst lebensfreundlich und pragmatisch. Immer geleitet von der Frage: Was dient dem Leben? Zudem sprechen Martin, Nina und Jele darüber, wie man als berufstätiges Paar den Familienalltag mit drei Kindern strukturiert, warum Perfektionismus dabei fehl am Platz ist und wie wichtig funktionierende Beziehungsrituale und gegenseitige Vergebung in einer langjährigen Ehe sind. ____ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Cinematic by Makaih Beats is licensed under a Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License.https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de | 59m 58s | ||||||
| 6/4/26 | MC 233: Martin ringt mit der Bibel - weil manches darin echt irritierend ist! | In dieser Folge von Movecast startet Martin Benz eine neue Reihe: „Martin ringt mit der Bibel“. Er spricht offen darüber, warum er Bibeltexte nicht nur bewundern, sondern auch kritisch, ehrlich und manchmal irritiert lesen möchte. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob man mit Gott und Gottes Wort ringen darf. Martin zeigt anhand von Jakob am Jabok und einer talmudischen Geschichte, dass Ringen, Fragen und Widerspruch zur biblischen und jüdischen Tradition gehören können. Außerdem geht es um den Umgang mit schwierigen Bibelstellen, um seelische Gesundheit im Glauben und um die Freiheit, Texte nicht vorschnell zu glätten. Martin plädiert dafür, Bibeltexte ehrlich auszuhalten und gleichzeitig offen im Gespräch zu bleiben. Themen dieser Folge Überzeugung vs. Wahrheit Warum Ringen mit der Bibel erlaubt sein muss Jakob und der Kampf am Jabok Der Talmud und die Frage nach Auslegung Ehrlichkeit im Glauben Seelische Gesundheit und schädliche Glaubensmuster ____________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 23m 09s | ||||||
| 5/22/26 | MC 232: Unkraut unter dem Weizen - ein altes Gleichnis neu verstehen | In dieser Folge von Movecast widmet sich Martin Benz einem der bekanntesten und zugleich am häufigsten missverstandenen Gleichnisse des Neuen Testaments: dem Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen aus Matthäus 13. In vielen evangelikalen Traditionen wird dieser Text als klassischer Beleg für ein streng dualistisches Weltgericht herangezogen – die Guten kommen in den Himmel, die Bösen in die Hölle. Doch hält diese Interpretation einer genaueren exegetischen Prüfung stand? Martin beleuchtet die tiefen Widersprüche einer rein schwarz-weißen Sichtweise auf die Menschheit und zeigt anhand zahlreicher biblischer Biografien (von Mose über David bis hin zu Petrus und Paulus), dass das Gute und das Böse schon immer untrennbar im Herzen jedes Menschen miteinander verwoben sind. Durch eine präzise sprachliche Analyse des griechischen Urtextes entfaltet er eine befreiende Perspektive auf das Gericht Gottes: Es geht am Ende nicht um die Vernichtung „böser Menschen“, sondern um die endgültige Vernichtung des Bösen an sich. Eine Folge, die Mut macht und Gottes Liebe in ein völlig neues Licht rückt. ________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 31m 20s | ||||||
| 5/13/26 | MC Mini 231: Barmherzigkeit ohne Verfallsdatum - Was ein Gleichnis über Gottes Charakter verrät. | Viele von uns tragen ein Gottesbild mit sich herum, das ein Verfallsdatum hat: Gott ist lieb und barmherzig, solange wir „mitspielen“. Doch wehe, wir versagen oder stehen im Gericht – dann, so die weitverbreitete Angst, verwandelt sich der liebende Vater in einen gnadenlosen Richter. In dieser Folge schaut Martin Benz auf die berühmten Worte Jesu aus Matthäus 7 und Lukas 11: Brot oder Stein? Fisch oder Schlange? Die Kernthemen der Folge: Die Logik des „Wie viel mehr“: Wenn schon wir – mit all unserer Ungeduld, unseren Fehlern und unserer eigenen Bosheit – es schaffen, unseren Kindern Gutes zu geben, wie kommen wir auf die Idee, dass Gott weniger empathisch wäre? Das toxische Gottesbild: Warum glauben wir eigentlich, dass Gott uns Steine, Schlangen oder Skorpione reicht, wenn wir in unserer Not bei ihm anklopfen? Geduld ohne Limit: Martin Benz reflektiert ehrlich über seine eigenen Grenzen als Vater – den Moment, in dem der Geduldsfaden reißt. Doch genau hier liegt der Punkt: Gott ist kein Spiegelbild unserer menschlichen Unzulänglichkeit. Gott im Gericht: Wir entlarven die Angst, dass Gott im Angesicht unseres Versagens plötzlich sein wahres, hartes Gesicht zeigt. _____________________________________________ Movecast Mini ergänzt Movecast durch kürzere Episoden für kleine Impulse und Aha-Momente. Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de | 9m 19s | ||||||
| 5/4/26 | MC 230: Wie geht Veränderung? | In dieser Folge von Movecast dreht sich alles um das herausfordernde Thema der charakterlichen Veränderung. Martin Benz beleuchtet anhand der dramatischen Biografie des Apostels Paulus, warum eine spirituell-theologische Neuausrichtung zwar schnell geschehen kann, die Formung des Charakters jedoch oft ein lebenslanger Prozess ist. Themen im Überblick: Das Dilemma der Veränderung: Das Spannungsfeld zwischen Selbstakzeptanz und dem Wunsch, Schattenseiten zu überwinden. Ein weiches Herz: Warum Sensibilität für die eigenen Fehler die Grundvoraussetzung für Wachstum ist. Fallstudie Paulus: Vom gewalttätigen Saulus zum leidenschaftlichen Apostel – und warum der „alte Saulus“ auch nach der Bekehrung immer wieder durchblitzte. Charakter-Arbeit in Tarsus: Die Bedeutung der „stillen Jahre“ und warum Gott unsere natürlichen Wesenszüge nicht löscht, sondern verwandelt. Der „schwimmende“ alte Adam: Ein Blick auf Luthers Erkenntnis, dass unsere negativen Impulse oft hartnäckiger sind als gedacht. ________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 24m 53s | ||||||
| 4/20/26 | MC 229 Duo: Die Sintflut - Dekonstruktion eines grausamen Gottesbildes (Urgeschichte #5) | In dieser Episode setzen die beiden Martins ihre Reise durch die Urgeschichte fort und widmen sich einem der schwierigsten Themen der Bibel: der Sintflut. Sie diskutieren, warum ein historisches Verständnis der Erzählung zu einem theologischen Albtraum führt und wie die Geschichte stattdessen als "narrative Dekonstruktion" eines gewalttätigen Gottesbildes verstanden werden kann. Kernpunkte der Folge Historie vs. Mythos: Die Unmöglichkeit einer weltweiten Flut aus geophysikalischer Sicht und die Einordnung in den altorientalischen Kontext von Flutmythen. Die Widersprüche des Textes: Warum Noah mehrmals in die Arche geht und warum die Anzahl der Tiere (2 oder 7 Paare) variiert – ein Hinweis auf verschiedene Autorenschulen. Gottes Reue und Schmerz: Gott wird nicht als kühler Richter, sondern als schmerzlich bekümmerte Mutter dargestellt, der die Bosheit der Welt das Herz bricht. Der Regenbogen-Bund: Gott errichtet einen einseitigen, ewigen Bund (Berit Olam), der nicht auf menschlichem Wohlverhalten basiert, sondern allein in Gottes Treue gründet. Theologische Pointe: Die Fluterzählung dient dazu, ein gewalttätiges Gottesbild zu überwinden und die unerschütterliche Treue des Schöpfers zu seiner Schöpfung zu betonen. Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 34m 37s | ||||||
| 4/8/26 | MC 228 Duo: Der "Sündenfall" - Von Gottesvergiftung und der Angst vor der Erkenntnis (Urgeschichte #4) | In dieser Folge von Movecast Duo tauchen Martin Benz und Martin Thoms tief in eines der bekanntesten, aber auch am meisten missverstandenen Kapitel der Bibel ein: Genesis 3. Vielleicht geht es bei diesem Text gar nicht um die klassische Erzählung von der bösen Schlange und dem moralischen Versagen – die beiden Theologen legen vielmehr Schichten frei, die ein völlig neues Licht auf das menschliche Bewusstsein und unser Gottesbild werfen. Kernpunkte der Episode: Die Schlange als „Gottesvergifter“: Die Schlange wird hier nicht als der personifizierte Teufel (der in der Tora so nicht vorkommt), sondern als Metapher für den schleichenden Zweifel an der Güte Gottes gedeutet. Sie setzt ein „Aber“ hinter die Liebe Gottes und verwandelt den befreienden Gott Jahwe in einen namenlosen, fordernden Elohim. Sünde als Angstreaktion: Der „Sündenfall“ beginnt nicht mit Rebellion (Hybris), sondern mit einem vergifteten Gottesbild. Die daraus resultierende Angst treibt den Menschen dazu, sich vor Gott zu verstecken, anstatt die Gemeinschaft zu suchen. Erkenntnis von Gut und Böse: Entgegen der verbreiteten Meinung, der Mensch wolle hier selbst definieren, was richtig ist, geht es um die Erlangung von Einsicht (Haskil). Diese Erkenntnis ist die notwendige Bedingung für menschliche Verantwortungsfähigkeit. Die Ambivalenz der Wirklichkeit: Genesis 3 beschreibt den Übergang vom „unmündigen Baby-Zustand“ im Garten Eden hin zum verantwortungsvollen Menschsein. Erst jenseits von Eden entfalten sich Handwerk, Kultur und das Lebensgeheimnis, doch alles ist nun untrennbar mit Mühe und Schmerz (Ambivalenz) verbunden. Was ist Sünde wirklich?: Martin Benz definiert Sünde als Entmenschlichung. Die Geschichte im Garten Eden schildert nicht den ersten Sündenfall, sondern schafft die „Bedingung der Möglichkeit“, dass der Mensch sich bewusst für das Gute oder das Böse entscheiden kann. Kapitelübersicht: 00:00 Begrüßung und Einführung in Genesis 3. 04:30 Warum die Schlange im AT nicht der Teufel ist. 07:15 Die dreifache Verdrehung: Wie die Schlange das Gottesbild vergiftet. 12:00 Erste Deutung: Sünde als Folge eines falschen Gottesbildes. 15:50 Zweite Deutung: Die Ambivalenz der Wirklichkeit und das Erwachsenwerden. 20:10 Erkenntnis als Ziel der biblischen Weisheit. 26:40 Die Erbsünde: Ein Verhängnis, das der persönlichen Schuld vorausgeht. 31:20 Fazit: Verantwortung und moralisches Bewusstsein. Weiterführende Informationen: Das neue Buch von Martin Thoms zur Urgeschichte erscheint im April 2026. Weitere Infos und Webinare finden Sie unter www.martinthoms.de. Haben Sie Fragen zur Folge oder eigene Gedanken zum Thema Gottesbild? Schreiben Sie uns oder besuchen Sie movecast.de für weitere Ressourcen. Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 39m 12s | ||||||
| 3/27/26 | MC 227 Duo: War der erste Mensch Mann und Frau zugleich? (Urgeschichte #3) | In dieser Folge schauen sich Martin Benz und Martin Thomas die zweite Schöpfungsgeschichte (Genesis 2) an und erklären, warum wir als Menschen eigentlich „Erdlinge“ sind, die tief mit der Natur verbunden bleiben sollten. Sie räumen mit dem Vorurteil auf, dass Spiritualität bedeutet, der Welt den Rücken zu kehren, denn Gottes lebendiger Atem steckt in jedem Teil der Schöpfung. Ein echtes Highlight ist die Erkenntnis, dass der Mensch am Anfang erst einmal nur als Gattung „Mensch“ da war, bevor überhaupt die Unterscheidung zwischen Mann und Frau eine Rolle spielte. Die beiden erklären auch, warum die berühmte Erzählung von der „Rippe“ keineswegs bedeutet, dass Frauen sich unterordnen müssen, sondern dass sie als rettendes Gegenüber auf Augenhöhe gedacht sind. Am Ende wird klar: Echte Liebe funktioniert nur ohne Hierarchien, weil wir erst durch die Begegnung mit einem ebenbürtigen Partner wirklich zum Menschen werden. Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 33m 44s | ||||||
| 3/13/26 | MC 226 Duo: Die Faszination der Schöpfungserzählung (Urgeschichte #2) | In dieser Episode von Movecast Duo tauchen Martin Benz und Martin Thoms tief in das erste Kapitel der Genesis ein. Sie verlassen die Pfade einer naturwissenschaftlichen oder historischen Lesart und entdecken den Text als das, was er im Kern ist: Ein faszinierender lyrischer Schöpfungsgesang. Die Beiden diskutieren, wie der Text durch seine strophenhafte Struktur und seine gezielten Provokationen gegenüber damaligen babylonischen Mythen eine revolutionäre Botschaft von Frieden, Würde und Ordnung vermittelt. Die Highlights der Folge: Der Rhythmus der Zeit: Warum die Schöpfungstage 1, 4 und 7 eine kosmische Ordnung etablieren, die weit über Sonne und Mond hinausgeht. Das Weltgebäude und seine Bewohner: Eine Analyse der architektonischen Struktur der Schöpfung – vom Fundament der Atmosphäre bis zur Einsetzung der Lebewesen. Pazifizierung statt Gewalt: Wie sich die biblische Urgeschichte radikal vom babylonischen Enuma Elisch unterscheidet, indem sie Ordnung durch das Wort statt durch Mord und Totschlag entstehen lässt. Entzauberung der Gestirne: Warum Sonne und Mond in der Genesis nur noch „Lampen“ sind und was dieser mutige Schritt für die Freiheit des Menschen bedeutet. Demokratisierung der Königswürde: Die Bedeutung von Imago Dei – warum jeder Mensch, unabhängig von Status oder Geschlecht, die gleiche königliche Würde trägt. Das Unbegreifliche hat Platz: Was uns die Erschaffung der „Seeungeheuer“ über die Weite der Welt und die Grenzen unseres Nutzkalküls lehrt. Die Pole des Lebens: Eine neue Sicht auf „männlich und weiblich“ als Merismus für die gesamte Vielfalt menschlicher Existenz. ____________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 36m 20s | ||||||
| 2/27/26 | MC 225 Duo: Muss man die biblische Urgeschichte wörtlich verstehen? (Urgeschichte #1) | Urgeschichte#1: Urgeschichte neu denken – Warum „Am Anfang“ kein Datum ist „Sag mir, wie du die Urgeschichte verstehst, und ich sag dir, was du glaubst.“ Was wäre, wenn wir die ersten Seiten der Bibel jahrelang falsch gelesen haben? In der Auftaktfolge räumen Martin Benz und Martin Thoms mit dem Missverständnis auf, die Urgeschichte sei ein naturwissenschaftlicher Faktenbericht. Wir tauchen ein in die Welt der Hebräischen Mythen und entdecken, dass es Gott nicht darum ging, uns zu erklären, wie die Welt physikalisch entstand, sondern was sie im Innersten zusammenhält. In dieser Folge erfährst du: Der Mythos-Check: Warum „Mythos“ kein Synonym für „Lüge“ ist, sondern die tiefste Form von Wahrheit transportiert, die über nackte Zahlen hinausgeht. Fakten vs. Poesie: Warum die Frage nach den „Knochen Adams“ genauso absurd ist wie die Suche nach den Überresten des verlorenen Sohnes. Das Geheimnis von „Reschit“: Warum das erste Wort der Bibel (Bereschit) eigentlich kein zeitlicher Startpunkt ist, sondern das fundamentale Prinzip beschreibt, auf dem alles ruht. Die inklusive Kraft der Schöpfung: Warum die Urgeschichte ein riesiges „Ja“ zu jedem einzelnen Grashalm und jedem Menschen auf dieser Erde ist – noch bevor überhaupt von einem „erwählten Volk“ die Rede ist. Ressourcen zur Folge: Buch: Die biblische Urgeschichte von Martin Thoms (Erscheint Ende März 2026 bei der EVA Leipzig). https://www.eva-leipzig.de/de/thoms-die-biblische-urgeschichte Webinar: 10-wöchiger Onlinekurs zur Urgeschichte ab 28.4.2026. Infos unter www.martinthoms.de. ___________________________________________________________________________________ Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode. ________________________________________________________ Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 37m 31s | ||||||
| 2/18/26 | MM 224: Glaube, Macht & Rassismus - warum uns die USA ein warnendes Beispiel sein muss! | In dieser sehr persönlichen Folge teilt Martin Benz seine tiefe Bestürzung über die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA. Als langjähriger Freund des Landes und Pastor blickt er mit Erschrecken auf das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE, das er in seiner Radikalität und Menschenverachtung mit dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte vergleicht. Auch in Deutschland drohen ähnliche Entwicklungen, falls hier rechte Parteien an die Macht kommen. Martin hinterfragt kritisch, wie Teile der christlichen Gemeinschaft diese Politik biblisch zu rechtfertigen versuchen, und distanziert sich klar von einem Christentum, das Ausgrenzung und Rassismus toleriert. Dieser Movecast Mini ist ein klares Plädoyer für Menschlichkeit, eine Warnung vor schleichendem Autoritarismus und eine Erinnerung an die wahre Bedeutung christlicher Nächstenliebe, wie sie z.B. in Jesaja 58 formuliert wird. Movecast und Lovecast finanzieren sich ausschließlich von Spenden. Wenn du Movecast unterstützen möchtest, findest du alle Informationen hier: https://movecast.de/spenden-givio/. Vielen Dank! _______________________________________________________ GEMA-freie Musik von www.frametraxx.de Musik: Craig Riley - Mountain MorningLabel: Audio HeroAlbum: Good BeginningsAlternate Versions: 4License: Music Track | 11m 06s | ||||||
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