Laut gedacht: Therapie oder Selbstoptimierung?

Laut gedacht: Therapie oder Selbstoptimierung?

From Sinneswandel by Mit Marilena Berends

May 17, 2026 · 32 min · Episode 187

About this episode

The episode discusses the implications of psychological terms in society and the effectiveness of therapy in addressing mental health issues.

Begriffe wie „Trigger“, „toxisch“, „Narzissmus“ oder „Trauma“ tauchen überall auf – auf Social Media, in Beziehungen, im Freundeskreis. Aber was passiert eigentlich, wenn wir anfangen, jedes Gefühl zu psychologisieren? Und hilft Therapie uns wirklich dabei, freier zu werden – oder manchmal auch nur dabei, in einer kranken Gesellschaft besser zu funktionieren? In dieser „laut gedacht“-Folge spreche ich mit meiner Freundin Olivia Acar, die als Psychotherapeutin arbeitet, über genau diese Fragen. Ausgangspunkt sind persönliche Erfahrungen und Beobachtungen aus ihrem Arbeitsalltag: Menschen mit Burnout, Depressionen oder Angststörungen, die das Gefühl haben, mit ihnen stimme etwas nicht – obwohl ihr Leiden oft eng mit gesellschaftlichen Bedingungen zusammenhängt. Wir sprechen darüber, weshalb viele Menschen Scham empfinden, wenn sie nicht mehr „funktionieren“, und was Erich Fromm mit der „Pathologie der Normalität“ meinte. Außerdem geht es um “Therapy Talk” und die Frage, ob therapeutische Sprache uns manchmal eher dabei hilft, Gefühle zu verwalten statt sie wirklich zu erleben.

People in this episode

Host: Marilena Berends

Guest: Olivia Acar

Topics covered

  • therapy
  • self-optimization
  • mental health
  • societal conditions
  • psychology
  • shame
  • normality

Keywords

  • therapy
  • self-optimization
  • mental health
  • shame
  • Erich Fromm
  • burnout
  • depression
  • anxiety
  • society
  • psychology

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